Zwei Siege in Serie: Der FC Castrop-Rauxel tischt jetzt seine Erfolgsrezepte auf

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Der FC Castrop-Rauxel ist nach dem fünften Bezirksliga-Spiel seiner Vereinsgeschichte in der neuen Spielklasse angekommen. Trainer Patrick Stich verrät dazu seine Erfolgsrezepte.

Merklinde

, 06.10.2020, 05:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Patrick Stich ist seine Sorgenfalten los. Der Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers FC Castrop-Rauxel hatte mit seinen Kollegen Yannick Grondin an den ersten drei Spieltagen keinen Sieg verbucht. Der Übungsleitern stand nicht der gesamte Kader zur Verfügung. Und nach der sechs Monate langen Corona-Pandemie-Pause griffen die Automatismen noch nicht so schnell wie erhofft. Dadurch wirkten auch die verschiedenen Abwehrketten, die der FC aufbot, teilweise überfordert.

Abwehr-Duo hat jetzt Feinschliff

Patrick Stich gesteht ein: „Fehlendes Personal und nicht funktionierende Automatismen. Gefühlt haben wir bei Null angefangen. Das gilt natürlich nicht nur für uns, sondern auch für alle anderen Mannschaften. Bei uns scheint es wieder vieles zu passen.“ Den Lohn für die Mühen erntete das Team vom Fuchsweg mit Siegen gegen BW Huckarde (2:1) und beim VfL Kemminghausen (4:2). Hier war deutlich sichtbar, dass Neuzugang und Kapitän Marc Flaczek die Abstimmung mit Robin Jasik im Abwehrzentrum mit Feinschliff gefunden hat.

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Über ein Erfolgsrezept spricht Stich recht offen. Er und Grondin legen viel Wert darauf, dass sich seine Schützlinge flexibel einsetzen lassen. Patrick Stich betont: „Wir wollen keinen Spieler komplett verdrehen. Aber jeder sollte zumindest seine Stammposition plus die Nebenposition bekleiden können.“

Vom Goalgetter zum Abwehrspieler

Bestes Beispiel ist wohl Vedat Öz. In der Jugend war er bei der Spvg Schwerin ausschließlich Offensivspieler. Bei Stich und Grondin agiert er aktuell links in der Abwehrkette. Patrick Stich: „Das widerspricht sich alles nicht. In der Kreisliga A hat er auf dieser Position gespielt und war zugleich unser zweitbester Torschütze.“ Rechts in der Abwehrkette spielt Danny Strieder. Ein Akteur, der einst für seine Teams überwiegend für das Toreschießen zuständig war. Stich bekräftigt: „Das passt. Denn Verteidiger zu sein bedeutet ja bei uns nicht, dass man mit der Offensive nichts zu tun hat.“

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Die Flexibilität hilft auch dabei, auf alle Situationen und mögliche Fehleinschätzungen reagieren zu können. Auch dazu hat Stich zwei Beispiele. Das eine ist jenes von Almedin Ceric. Dieser hatte die Saison links in der Abwehrkette begonnen. Patrick Stich: „Wir haben aber gemerkt, dass er dort verschenkt ist. Wir haben ihn jetzt auf die 10er-Position anstelle von Onur Cakir gesetzt. Dieser ist jetzt unser Achter und unterstützt Marco Führich auf der Sechser-Position.“

Das zweite Beispiel ergibt sich aus Situationen im Spielverlauf. Stich: „Man weiß ja nie, ob man nicht 20 Minuten vor Schluss eine Rote Karte bekommt und wir können nicht mehr einwechseln. Dann muss die vakante Position adäquat besetzt werden.“

Yetimoglu soll im Pokal debütieren

Stich und Grondin gehen davon aus, dass sie Ende Oktober erstmals den kompletten Kader aufbieten können. Dazu wird Stürmer-Neuzugang Fathi Yetimoglu im Kreispokal-Spiel am Mittwoch, 7. Oktober, eine Halbzeit gegen den Landesligisten SV Wanne 11 eine Halbzeit zum Einsatz kommen - um ihn nach einer Verletzung heranzuführen. Noch nicht mit von der Partie wird dann der verletzte Okan Dalkic sein.

Wenn sich der Kader wieder füllt, werden einige Akteure sonntags kein Trikot bekommen. Stich meint: „Ich denke, dass ich die Empathie mitbringe, die Enttäuschung von jedem in diesem Fall nachvollziehen zu können.“

Stich rüstet sich für Spielausfälle

Am Sonntag, 11. Oktober, soll der FC Castrop-Rauxel gegen den SuS Olfen spielen. Dieser konnte wegen eines Corona-Verdachtsfalls im Team am vergangenen Sonntag nicht gegen die Spvg Schwerin antreten. Für den Fall eines erneuten Spielausfalls möchte sich Patrick Stich rüsten: „Ich strecke wegen der Gefahr von Spielausfällen derzeit meine Fühler nach anderen Vereinen für Testspiele am Freitagabend aus. Mit Arminia Ickern bin ich für eine solche Aktion immer in engem Kontakt.“

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