Der FC Castrop-Rauxel will mit Hausaufgaben und technischen Hilfsmitteln zum Erfolg

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Die heimische Fußballwelt hat den FC Castrop-Rauxel bereits als zukünftigen Bezirksligisten auf dem Zettel. Der FC selbst gibt sich jedoch bescheiden. Was ist tatsächlich möglich?

Merklinde

, 06.08.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC Castrop-Rauxel geht erst in seine zweite Saison in der Kreisliga A. Die vergangene Spielzeit beendete der Club als Aufsteiger bereits auf einem soliden sechsten Rang. Damit war der FC bestes Castrop-Rauxeler Team im Kreisliga-Oberhaus.

Die Vereinsgeschichte des erst 2014 gegründeten Clubs ist zwar relativ überschaubar, war jedoch größtenteils von Erfolg geprägt. Binnen drei Jahren wurde der Durchmarsch aus der Kreisliga C in die Kreisliga A klargemacht. Auch in der neuen Saison hat der FC mit namhaften Transfers aufgerüstet - und der Trend zeigt nach oben. Können wir bald ein fünftes Castrop-Rauxeler Fußballteam in einer überkreislichen Liga begrüßen?

Der FC Castrop-Rauxel will mit Hausaufgaben und technischen Hilfsmitteln zum Erfolg

Robin Budde (l), der auch Korfballer beim HKC Albatros ist, spielt in der Defensive des Castrop-Rauxel. © Volker Engel



Die Kreisliga-A-Mannschaft des FC Castrop-Rauxel im Teamcheck:

Der Stand der Dinge
Die Mannschaft ist offiziell am 3. Juli in die Vorbereitung gestartet. Inoffiziell mussten die Spieler des FC schon zwei Wochen eher schuften. Es gab Aufgaben vom Trainer. „Ich habe den Jungs schon vorher Hausaufgaben gegeben. Sie sollten regelmäßig laufen gehen. Als Beweis mussten sie mir die Aufzeichnung des Laufes auf dem Handy vorzeigen“, erklärt FC Castrop-Rauxel-Coach Patrick Stich seine Maßnahmen.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist Stich durchaus zufrieden mit den Fortschritten seiner Mannschaft: „In der Vorbereitung konnten wir definitiv unsere Dynamik verbessern. Gerade, was das Spiel nach vorne angeht, können wir schnellen Fußball über die Flügel spielen lassen“, freut er sich über die neugewonnene Durchschlagskraft im Angriff.

Was in den vorderen Reihen schon für Euphorie sorgt, löst bei dem Übungsleiter in der Defensive noch Stirnrunzeln aus. „Unser Problem ist, dass wir immer sehr frühe Gegentore bekommen. Die entstehen meistens durch individuelle Fehler, hadert Stich mit seiner Hintermannschaft und ergänzt: „Das kann man sich vielleicht in Spielen erlauben, in denen man zwölf Tore schießt. Es wird aber auch Gegner geben, gegen die das nicht möglich sein wird.“

Das Phänomen war auch im Freundschaftsspiel gegen die Spvg Schwerin (Bezirksliga) beobachten. Bis zur 80. Minute stand es 3:3. Danach folgten drei Treffer binnen zehn Minuten zum 3:6.

Der FC Castrop-Rauxel will mit Hausaufgaben und technischen Hilfsmitteln zum Erfolg

FC-Trainer Patrick Stich lässt sich derzeit noch keine Titelambitionen unterstellen. © Volker Engel

Das Saisonziel
Trotz der vielen Neuzugänge und spielerischen Fortschritten, lässt Patrick Stich sich keine Titel-Ambitionen unterstellen. Der Trainer ruft eine Verbesserung, also mindestens Rang Fünf, als Saisonziel aus. Ein Grund für die Zurückhaltung ist die Konkurrenz durch die Teams aus Herne. Stich: „Man muss auch sagen: Die Konkurrenz schläft nie“, warnt Stich vor den Herner Teams. Zum engeren Favoritenkreis gehören für ihn RWT Herne, der BV Herne-Süd, der FC Marokko Herne sowie aus Castrop-Rauxel der generalüberholte SuS Merklinde.

Bereits am ersten Spieltag kommt der BV Herne-Süd als erste Bewährungsprobe an den Fuchsweg. Der FC-Coach sieht die Partie als Wegweiser und betont: „Wir wollen erst einmal abwarten, wie es nach dem Spiel aussieht.“

Die Neuzugänge
Landesliga-Verstärkung gibt es für den FC Castrop-Rauxel durch ein Frohlinder Quartett mit den Brüdern Almedin und Elvedin Ceric sowie Marco Führich und Rimon Haji. Zudem schließen sich Alan Alic (Arminia Ickern) und Dennis Both (VfB Habinghorst) den Castrop-Rauxelern an. Piotr Kucharewicz (Spvg Schwerin, A-Junioren) bringt als siebter und letzter Neuzugang jugendlichen Wind mit.


Die Abgänge
Der FC muss auf drei Spieler künftig verzichten: Mike Cittrich zieht es zum SuS Merklinde. Auch Eric Kyere (Ziel unbekannt) und Noel Laudien (Teutonia SuS Waltrop) gegen neue Wege.

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