Der FC Frohlinde bekommt ein Talent vom Nachbarn

hzFußball-Landesliga

Die Verantwortlichen des Fußball-Landesligisten FC Frohlinde bauen den Kader ihrer Mannschaft für die Saison 2020/21 zusammen. Dabei sind sie im Stadtgebiet fündig geworden.

Frohlinde

, 18.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Landesliga-Fußballer des FC Frohlinde legen auf dem Platz ihr Hauptaugenmerk darauf, die noch fehlenden Punkte für den Klassenverbleib einzusammeln. Neben dem Platz basteln die Trainer Stefan Hoffmann und Michael Wurst am personellen Umbruch zur Saison 2020/21. Nun haben sie von einem Neuzugang von einem Castrop-Rauxeler A-Kreisligisten die Zusage erhalten: Linus Budde vom SuS Merklinde.

Am Freitag, 14. Februar, habe das entscheidende Gespräch stattgefunden, erzählt Stefan Hoffmann: „Linus wollte das aber zuerst den Verantwortlichen seines Vereins SuS Merklinde mitteilen, ehe das öffentlich gemacht werden sollte.“

Linus Budde informierte Merklinde am Sonntag

Das tat Linus Budde am Sonntag, wie er unserer Redaktion am Montag bestätigte: „Ich habe mich in Merklinde wohlgefühlt, aber ich suche in der Landesliga eine größere Herausforderung.“ Der Kontakt zu Linus Budde kam über Lukas Wohlfarth zustande, berichtete Hoffmann.

Martin Broll, der Sportliche Leiter des SuS Merklinde, sagt über den Wechsel: „Das tut uns sehr weh, dass Linus geht. Es ist schwer, solch einen Typen als Ersatz zu finden. Wir als Kreisligist haben aber keine Mittel, die wir in die Waagschale werfen können, um ihn zu halten.“

Linus Budde stand während der Hallenstadtmeisterschaft Anfang des Jahres 2020 den Reportern am Mikrofon Rede und Antwort.

Linus Budde stand während der Hallenstadtmeisterschaft Anfang des Jahres 2020 den Reportern am Mikrofon Rede und Antwort. © Jochen Affeldt

Er und der Verein würden ihm „alles Gute wünschen“. Jetzt müssen die Merklinder in der Offensive nachbessern. Broll: „Linus hat bei uns auf der Außenposition und auch in zwei Partien als zentraler Stürmer gespielt.“ Dabei kam er auf bislang sechs Saisontore. Martin Broll erklärt: „Ich hätte mich gefreut, wenn sich Linus bei uns die Reife für seine Laufbahn in höheren Ligen geholt hätte.“

Stefan Hoffmann: „Er ist sehr bodenständig“

Frohlindes Trainer Stefan Hoffmann zeigt sich überzeugt von dem 23-Jährigen, der in Wattenscheid eine Tischlerlehre absolviert: „Linus ist ein dynamischer Spieler und zudem sehr bodenständig.“ Der 1. Vorsitzende der Frohlinder, Robert Janßen, habe schon mehrfach gesagt: „Linus ist ein Frohlinder Junge, der gehört zu uns.“

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Dass er geerdet ist, hat Linus Budde nach einer langen Junioren-Zeit bei der Spvg Schwerin dann bei den Senioren des SuS Merklinde in der Kreisliga A und auch beim damaligen Landesliga-Aufsteiger Wacker Obercastrop gezeigt. Aus Obercastrop, wo sein Bruder Moritz der Kapitän ist, hat er sich ob der großen Konkurrenz mit vielen neuen Spielern wieder nach Merklinde verabschiedet.

Eine Saison lang trug Linus Budde (l) in der Landesliga das Trikot des SV Wacker Obercastrop, wie hier im Spiel gegen den VfL Kemminghausen.

Eine Saison lang trug Linus Budde (l) in der Landesliga das Trikot des SV Wacker Obercastrop, wie hier im Spiel gegen den VfL Kemminghausen. © Volker Engel

Bruderduell bei Frohlinde gegen Wacker Obercastrop?

Linus Budde resümierte: „Ich kam eigentlich mit den Trainern gut klar, aber ich wollte eben auch mehr spielen.“ Ob es in der neuen Landesliga-Saison ein Bruderduell, wie einst bei einem Stadtmeisterschaftsspiel von Merklinde gegen Wacker geben wird, ist eher unwahrscheinlich. Denn Bruder Moritz ist mit den Obercastropern in der Landesliga auf dem Weg in die Westfalenliga.

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Ob die Eltern davon wussten? Diese sind natürlich treue Fans ihrer Jungen und schauen Sonntag für Sonntag bei deren Spielen zu. Für sie war es die beste Zuschauer-Zeit, als beide beim SV Wacker spielten. Jetzt, in der laufenden Saison, haben sie laut Linus („Da waren die Fahrten in der Kreisliga A nicht so weit“) die Merklinder auswärts besucht, eine Woche später die Obercastroper bei ihren Heimspielen. Wie es jetzt in der neuen Spielzeit 2020/21 wird, wird sich zeigen.

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