Der Schiedsrichter beendet nach Roten Karten auf Schwerin das Spiel

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Es war ein ruhiges Spiel in der A-Junioren-Bezirksliga zwischen Schwerin und dem SSV Buer. Es wurde nur kurz stressig. Plötzlich brach der Referee die Partie ab.

Schwerin

, 16.09.2019, 19:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Recht gut hielten die A-Junioren-Fußballer der Spvg Schwerin am Sonntagmorgen gegen den Bezirksliga-Titelanwärter SSV Buer mit. Emre Kücükayan hatte gar nach dem 0:1 für den 1:1-Pausenstand (25.) gesorgt. In der zweiten Halbzeit gelangen den körperlich überlegenen Gäste aus Gelsenkirchen die Tore zur 3:1-Führung.

Zuschauer auf dem Platz

Peter Wach, der Geschäftsführer der Spvg Schwerin, war am Abend überrascht, als er die Nachricht vom Abbruch dieser Partie hörte. Er sagte: „Ich habe mir die erste Halbzeit angeschaut. Das war ein äußerst ruhiges Spiel.“ Dennoch pfiff Schiedsrichter Yannik Theis (SuS Merklinde) die Begegnung vorzeitig ab. Als er wegen Beleidigung zwei Schweriner Spielern, Kapitän Ömer Demir und Taner Güngör, in der 81. Minute Rote Karten zeigte, kam es zu einer Rudelbildung, in die sich auch Zuschauer einmischten, um zu schlichten.

Der Schiedsrichter beendet nach Roten Karten auf Schwerin das Spiel

Schwerin Schwerins Trainer Philipp Wesolek (l) und sein Co-Trainer Selim Tasdemir (r) hatten bis zur 80. Minute gegen Buer eine ruhige Partie gesehen. © Volker Engel

So sah es Schweriner Trainer Philipp Wesolek, der zudem sagte: „Nach dem 1:2 und dem 1:3 hat sich offenbar bei unseren jungen Spielern der Frust angestaut. Bevor es zur Rudelbildung kam, haben die Gegner meine Spieler meiner Meinung nach sehr provoziert.“ So etwas habe er von einer Mannschaft, die mit einem kompletten Altjahrgang antreten kann und auf der Siegerstraße war, nicht erwartet.

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Verletzt wurde keiner der Beteiligten. Und die Auseinandersetzungen legten sich auch nach überschaubarer Zeit. Wesolek: „Deshalb habe ich mich auch gewundert, dass nicht weitergespielt wurde. Es gab keinen Grund für einen Abbruch. Wir hätten halt mit 9 gegen 11 Spielern weitermachen müssen.“

Philipp Wesolek wollte allerdings auch Konsequenzen aus dem Vorfall ziehen. Mit der Mannschaft und dem Jugendvorstand strengte er am Tag nach dem Spiel eine Sitzung an. Hier werde es auch um die Suspendierung eines Spielers gehen. Um einen der Rotsünder Demir und Güngör handelt es sich nicht, bekräftigte Wesolek.

Chancen zum 2:1

Und bezogen auf das Buer-Spiel meinte der Coach: „Fakt ist: Wir müssen uns selbst als Team an die eigene Nase packen, da wir Chancen zum möglichen 2:1 hatten. Unsere junge Mannschaft mit mehr als 16 Jungjahrgängen im Kader muss noch viel lernen und sich disziplinieren.“

Aktuell sind die Schweriner Vorletzter vor dem ebenfalls noch punktlosen Aufsteiger Firtinaspor Herne. Coach Wesolek sieht sein Team im aktuellen Abstiegskampf nicht chancenlos.

Er meint: „Wir haben gegen Weitmar 45 und Buer gespielt. Diese beiden Teams sehe ich als die stärksten Teams der Liga an. Jetzt treffen wir auf die Spvg Erkenschwick, die gegen Weitmar mit 2:8 verloren hat. Da rechnen wir uns etwas aus. Schade ist nur, dass wir ohne unseren Kapitän auskommen müssen. Diesen können wir mit seiner Erfahrung auf keinen Fall 1:1 ersetzen.“

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