Warum der SV Wacker der strahlende Sieger unter neuen LED-Strahlern wurde

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Einen Tag nach dem Derby in der Fußball-Landesliga zwischen dem FC Frohlinde und dem SV Wacker Obercastrop (0:2) blicken die Trainer zurück auf die Partie.

Frohlinde, Obercastrop

, 30.08.2019, 15:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Tisch war gedeckt für ein tolles Fußball-Menü und neue „Kronleuchter“ strahlten quasi die Szenerie aus: Denn vor dem auf Donnerstag vorgezogenen Derby in der Fußball-Landesliga zwischen dem FC Frohlinde und dem SV Wacker Obercastrop, wurden an der Brandheide leistungsstarke LED-Strahler als Platz-Beleuchtung installiert.

Unter den neuen Leuchten setzten sich die Gäste-Kicker des SV Wacker Obercastrop von Trainer Aytac Uzunoglu mit 2:0 (0:0) gegen den FC Frohlinde siegreich ins Rampenlicht.

Und: Eine tolle Vorführung verdient auch ansprechendes Publikum. Auch das passte. Rund 570 Fans, darunter viele heimische Fußballspieler und Trainer, hatten die beiden Platzkassierer begrüßt. Dadurch gab es ein wirklich schönes Ambiente.

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Dazu passte auch das Spiel. Von der ersten Minute an sahen die Fans zwei Mannschaften, die zu den besten der Liga gehören. Es ging rauf und runter – ohne aber, dass glasklare Torchancen kreiert wurden. Beide Teams zeigten Respekt voreinander. Intensive Zweikämpfe inklusive.

Die Gäste wussten, dass sie sich nach zwei Niederlagen am vierten Spieltag keine weiteren Punktverluste erlauben durften, wollte sie den Kirchhörder SC, der mit neun Punkten die Tabelle anführt, nicht frühzeitig aus den Augen verlieren. Die Frohlinder Situation mit sechs Zählern wirkte da schon etwas komfortabler.

Allerdings ist eine Hochrechnung in diesem Frühstadium einfach nur vage Spekulation. So sagte FCF-Trainer Stefan Hoffmann am Tag nach dem Spiel: „Es war eine verdiente Niederlage. Es war aber nur ein Spiel. Und es war nicht alles schlecht, was da von uns gezeigt wurde.“

Derbysieger-Gesänge


So bilanzierte Wackers Co-Trainer und Sportlicher Leiter Steffen Golob: „Wir haben schon so oft in Frohlinde verloren. Diesmal waren wir einfach dran und haben eine ganz andere Mentalität gezeigt.“ Die Freude nach dem Schlusspfiff zeigte, welch schwerer Stein von den Obercastroper Herzen geplumpst sein muss. Am Mittelkreis intonierten Spieler, Betreuer und Trainer das traditionelle „Derbysieger, Derbysieger“.

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Steffen Golob, der mitten im Kreis hohe Sprünge zeigte, erklärte am Freitag lachend: „Das war nur ganz kurz, wir haben uns hinterher freundschaftlich mit einigen Frohlindern unterhalten.“

Golob lud für den Abend am Tag nach dem Derby den Wacker-Tross in das von Mitgliedern frisch renovierte Vereinsheim ein. Der Co-Trainer, der am Samstag 40 Jahre wird, sagte: „Mit dem Sieg im Rücken ist das eine perfekte Vorgabe für eine noch schönere Feier.“

Warum der SV Wacker der strahlende Sieger unter neuen LED-Strahlern wurde

Vor dem Derby kam es zum Shake-Hands der Teams, mit den Obercastropern (v.l.) Kevin Pflanz, Julian Ucles Martinez und Stefan Kitowski. © Jens Lukas

Diese wird in Frohlinde natürlich nicht stattfinden. Für die Formation des Trainer-Duos Stefan Hoffmann und Michael Wurst begann der Abend schon mit zwei negativen Nachrichten.

Nach einem kurzen Aufwärmprogramm signalisierte Abwehrstratege Dustin Wurst, dass der (Faserriss) vom Spiel am Sonntag gegen den SV Wanne 11 (1:0) keinen Einsatz möglich macht.

Warum der SV Wacker der strahlende Sieger unter neuen LED-Strahlern wurde

Wacker Obercastrop Co-Trainer Steffen Golob © Volker Engel

„Diesmal waren wir einfach einmal dran mit einem Sieg.“
Steffen Golob, SV Wacker

Hinzu kam, dass Marc Kruska bei einem Fototermin seines Arbeitgebers VfL Bochum (dort ist er als Co-Trainer der U19 angestellt) nicht rechtzeitig vor Ort sein konnte. Der Ex-Profi kam 15 Minuten nach dem Anpfiff an und wurde zur zweiten Halbzeit beim Stande von 0:0 für Alexander Sube eingewechselt.

Flinke Wackeraner

Doch an der Niederlage konnte er dann auch nichts ändern. Hoffmann resümierte: „Ein Spieler allein kann das nicht schaffen.“ Zu flink waren die Aktionen der Gäste über die linke Außenbahn. Zuerst war es Moritz Budde, der den Abwehrspielern der Hausherren entwischte und den Querpass auf 1:0 (56.) Schütze Sven Ricke spielte.

Als man das Gefühl hatte, dass Frohlinde den Ausgleich erzielen könnte, hatte Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu das richtige Händchen mit den Einwechselungen. Martin Kapitza (79. für Nico Brehm) rauschte links auf und davon und Robin Franke (64. für Ricke) sorgte für das 2:0 (82.).

Die Hausherren hatten diese Chancen nicht. So sagte Hoffmann, der in der Hektik gegen Ende der Partie die Gelbe Karte sah: „Wenn der Schiedsrichter (Anm.d.Red./ Pascal Alack, Gelsenkirchen) auch eine unglückliche Figur abgab: Wacker hatte drei Chancen, wir eine, so geht das 2:0 in Ordnung.“

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