Der Trainer der SG Castrop hat spezielle Spieler als Neuzugänge im Blick

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Tino Westphal, Fußball-Trainer der SG Castrop, glaubt trotz Derby-Niederlage fest an den Bezirksliga-Verbleib und hat schon personelle Pläne für die kommende Saison.

Castrop-Rauxel

, 11.03.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fußball kann ja so ungerecht sein. Einmal mehr zeigte sich das im Bezirksliga-Derby. Da hatte der Abstiegskandidat SG Castrop (13.) die besseren Torchancen, war überraschend sogar spielerisch überlegen. Doch nach 90 Minuten plus vier Minuten Nachspielzeit hatte der Tabellensechste Spvg Schwerin mit 2:0 gewonnen.

Schwerin hatte das Glück auf seiner Seite

Die alte Fußball-Weisheit, wer in der Tabelle unten steht, dem fehlt auch noch das Glück, hatte sich einmal mehr bestätigt. Außerdem steht seit Sonntag fest: Derbys sind nur ganz normale Fußballspiele, müssen also nicht prickelnd sein.

„Die SG hatte mehr vom Spiel“, gab Schwerins Trainer Dennis Hasecke nach dem Schlusspfiff unumwunden zu. Ohne jedoch zu vergessen, darauf hinzuweisen, dass sein Team in dieser Saison selbst mehrfach in der Situation gesteckt haben, besser gewesen zu sein, letztlich aber als Verlierer vom Platz gegangen zu sein. „Im Derby hatten wir halt das Glück auf unserer Seite.“ Nicht nur das. Zumindest die Effektivität, aus wenigen Chancen viel herausgeholt zu haben, muss der Spvg Schwerin diesmal gutgeschrieben werden.

Trainer Tino Westphal sieht die Castroper Gesamtsituation nach der Derby-Niederlage realistisch: „Für uns geht es allein noch darum, nicht aus der Bezirksliga abzusteigen. Das realisieren zu können, dafür sehe ich gute Chancen.“

Die SG Castrop möchte Sprungbrett sein

Wenn der Nicht-Abstieg gelingt, will Westphal den Kader mit jungen Spielern verstärken. „Die Bezirksliga ist für U19-Spieler aus der Westfalenliga ein gutes Sprungbrett im ersten Senioren-Jahr. Wir Trainer müssen uns einfach genau in diesem Bereich umschauen, da unser Verein nicht die finanziellen Mittel hat wie andere Konkurrenten“, sagt Westphal.

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Wenn die SG Castrop Positives aus dem 0:2 im Derby ziehen kann, dann das: Mit dieser kämpferischen Einstellung ist man gegen keinen Gegner chancenlos. Eigentlich fehlte gegen Schwerin nur der Schlüssel, die erarbeiteten Möglichkeiten in Tore umzumünzen. Unter dem Strich war der Derby-Auftritt der SG sehr gut fürs eigene Selbstwertgefühl. Was sich dann in den nächsten Spiele eventuell sogar in Punkten auszahlen könnte.

Lage im Tabellenkeller ist unverändert

Zumal die Derby-Niederlage an der Gesamtlage der SG Castrop nichts verändert hat. Teutonia SuS Waltrop (12.) steht weiterhin nur mit einem Punkt besser in der Tabelle nach der 2:5-Heimniederlage gegen den VfB Kirchhellen. Und durch die Absetzung des Spiels beim SV Zweckel beträgt der Rückstand der SG Suderwich (14.), die auf dem ersten Abstiegsplatz steht, weiterhin bei fünf Punkten zur SG Castrop.

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Allerdings haben die Suderwich und Waltrop zwei Spiele weniger als Castrop ausgetragen. „Bei allem Pech in dieser Saison, gibt es auch glückliche Aspekte für uns. Einer davon ist die 15er-Liga, aus der nur zwei Klubs absteigen. Ich bin zuversichtlich, dass wir nicht dazugehören. Es kommen noch Gegner, die wir schlagen werden“, bleibt Castrops Trainer Westphal optimistisch.

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