Die Billard-Saison geht in Castrop-Rauxel mit Geister-Training weiter

Billard

Die Billard-Spieler trifft es nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen hart. Sie dürfen nicht in Teamstärke trainieren. Dennoch überwiegt die Freude bei den drei Castrop-Rauxeler Clubs.

Castrop-Rauxel

, 10.05.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weit entfernt sind wir derzeit von solch einem Bild: Der Ickerner Markus Dömer spielt ein Karambol-Match mit Zuschauern.

Weit entfernt sind wir derzeit von solch einem Bild: Der Ickerner Markus Dömer spielt ein Karambol-Match mit Zuschauern. © Billardmagazin Touch

Bis es soweit war, dass ab Montag, 11. Mai, wieder gespielt werden darf, hat es ein aufregendes Wochenende gegeben. Nachricht folgte auf Nachricht, ehe der Präsident der Deutschen Billard Union und des Billard-Verbandes Westfalen, Helmut Biermann, nach zwei Updates binnen weniger Stunden die Freigabe nach Information der Staatskanzlei NRW an die Vereine weiterleitete.

Das Haus Oe öffnet pünktlich zum Training

Überrascht schienen der Vorsitzende des ABC Merklinde, Gerd Haumann, und auch Wolfgang Reuter, Pressewart der BF Schwerin, über die schnelle Lösung. Auch beim BC Schwerin kann ab Montag trainiert werden. Das bestätigte der Wirt aus dem Haus Oestreich, Helmut „Corny“ Hilpert, in dessen Räumen drei Billardtische stehen. Die Gaststätte wird am Montag wieder geöffnet. Hilpert sagte: „Da werden sich die Jungs ja schön freuen.“

Im Merklinder Bürgerzentrum in der ehemaligen Marienschule kann wieder Billard gespielt werden.

Im Merklinder Bürgerzentrum in der ehemaligen Marienschule kann wieder Billard gespielt werden. © Volker Engel

Die neue Freiheit im kontaktlosen Billardsport hat seine Tücken. Abstand halten (1,50 Meter) und Hygiene-Auflagen müssen beachtet werden. DBU-Präsident Biermann wies nachdrücklich auf die Auflagen hin, „damit bei etwaigen Kontrollen nicht Ungemach droht.“ Gerd Haumann vom ABC sieht kein Problem: „Unser Billard-Saal ist so groß, dass wir vielleicht an fünf von sechs Tischen mit je zwei Akteuren spielen können. Wolfgang Reuter glaubt, dass von den drei Tischen in der früheren Pestalozzischule wohl nur zwei bespielt werden können, „um sich nicht in die Quere zu kommen“.

Das Szenario muss sich einspielen. Es werden Listen ausgelegt, in die sich die Anwesenden eintragen müssen. Desinfektion ist ganz wichtig. Haumann sagte: „Wir haben bereits überall Mittel aufgestellt.“ Reuter wusste noch nicht, wie der Spieler-Strom zu bewältigen ist: „Es werden zeitnah Trainingspläne erstellt, damit nicht zu viele Spieler vor Ort sind.“

Saison-Fortsetzung steht weiterhin in den Sternen

An eine Saison-Fortsetzung ist noch nicht zu denken. Im Dreiband der 2. Bundesliga und auf Westfalen-Ebene sind noch rund sieben Spieltage nach dem Abbruch Anfang März zu absolvieren. Bundessportwart Markus Dömer aus Ickern berichtete: „Vor dem 30. Mai wird es nicht weitergehen, konkrete Termine sind noch nicht absehbar.“ Darüber ist auch ABC-Vorsitzender Haumann froh: „Wenn ich bedenke, wenn wir zum Beispiel ins Münsterland nach Nordhorn fahren, müsste ja jeder Spieler mit eigenem Auto anreisen.“ Also heißt es: Zunächst schön im eigenen Clubheim trainieren, wenn es momentan auch nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist.

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