Die erste Stadtmeisterschaft der Billardspieler

17. Juni 1991

Der Billardsport in Castrop-Rauxel hatte bis dahin schon vieles erlebt. Das nicht: Vor 25 Jahren, am 17. Juni 1991, berichteten die Ruhr Nachrichten von der ersten Stadtmeisterschaft, die unter den vier damaligen heimischen Vereinen ausgespielt wurde.

CASTROP-RAUXEL

24.08.2016, 15:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die erste Stadtmeisterschaft der Billardspieler

Die Initiative zu den ersten Billard-Stadtmeisterschaften kam von Grüner Tisch Schwerin.

Die Initiative dazu kam von Grüner Tisch Schwerin, dem Castrop-Rauxeler Billardverein, der sich vor einigen Jahren vom Sportgeschehen abmeldet hat. Mit dabei waren der ABC Habinghorst (heute ABC Merklinde), die Billardfreunde Schwerin, Grüner Tisch und der BC Schwerin.

Von 1991 bis 1996

Damals waren nicht alle Feuer und Flamme. Vor allem die vom Durchschnitt her stärkeren Spieler, weil es sich um ein Vorgabeturnier handelte, wie Günther Möller berichtete. Der frühere 2. Vorsitzende der BF Schwerin und Pressewart, wurde als Koordinator der Meisterschaften von den Vereinen beauftragt. Möller: „Alle Spieler sollten die gleichen Chancen haben.“ Da mussten einige 200 Bälle machen, andere nur 20. Das haben die ,Stars´ nie gerne gemacht.

Immerhin wurde aber von 1991 bis 1996 sechs Mal um die Stadtkrone gespielt.

Die Stadtmeisterschaft sollte Abwechslung in den Billard-Alltag bringen – und tat das auch: Mit Ausnahme des Billardclub Schwerin haben sich alle Mannschaften mindestens ein Mal in die Siegerliste eingetragen. Den Hauptanteil holten dabei die Billardfreunde Schwerin mit vier Titeln, Grüner Tisch und der ABC Habinghorst setzten sich jeweils ein Mal durch.

Als im Jahr 1994 der Modus leicht geändert wurde, gab es kuriose Ergebnisse. Möller berichtet: „Es wurde beschlossen, dass 20 Aufnahmen durchgespielt werden und nicht schon bei der berechneten Maximalzahl die Partie die Partie aus war.“ So gab es auch einen Vergleich zwischen Michael Majcherski (BF) und dem mittlerweile verstorbenen Helmut Gildner (ABC), der mit 406:120 Bällen endete.

Vielleicht lag es auch an den damit teils ellenlangen Partien, dass die Veranstaltung einschlief. Sicherlich auch daran, dass sich auf der Vereins-Ebene einiges veränderte: Grüner Tisch ging erst zu den Billardfreunden, weil das Vereinslokal Haus Thomer seine Pforten schloss – um sich dann ganz aufzulösen. BF-Pressewart Wolfgang Reuter: „Ein Teil der Mitglieder blieb bei uns.“ Der ABC Habinghorst fusionierte schließlich mit dem BSC Mengede und hat sich mittlerweile in Deutschland zu einer sehr guten Billard-Adresse etabliert.

ABC als letzter Sieger

Das war damals – 1991 – noch ganz anders. Im ersten Jahr der Castrop-Rauxeler Stadt-Titelkämpfe, die mit je fünf Spielern statt der üblichen vier Cracks gespielt wurden, gab es gleich einen Zweikampf zwischen den Billardfreunden Schwerin und dem Billardclub. Die „Freunde“ begannen ihre Siegesserie mit einem 8:2 gegen Habinghorst. Die Nordlichter revanchierten sich und nahmen bei der letzten Ausspielung 1996 den Pokal mit nach Hause.

Jetzt zum 25. Jahrestag gibt es noch eine besondere Pointe: Die Gegner von damals, Helmut Konieczny (BC) und Leo Beszterda (früher Grüner Tisch), die RN-Fotograf Helmut Orwat damals am Tisch „erwischte“, sind auch heute noch aktiv dabei. Und werden jetzt 25 Jahre später sogar in einem Verein miteinander spielen. Beszterda wechselt nach vielen Jahren bei den BF zum BC, wie Wolfgang Reuter berichtete.

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