Die SG Castrop meldet vier Neuzugänge in der Waagschale gegen die vielen Abgänge

hzFußball-Bezirksliga

Den Bezirksliga-Fußballer der SG Castrop ist für die Saison 2020/21 mehr als eine halbe Mannschaft abhanden gekommen. Nur gut, dass jetzt einige Neuzugänge ihre festen Zusagen gegeben haben.

Castrop

, 17.05.2020, 13:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund um Fußball-Bezirksligist SG Castrop war lange nur von Spieler-Abgängen zu hören – sieben an der Zahl. Das ist vorbei: Trainer Tino Westphal gibt aktuell Neuzugänge im Viererpack preis. „Bei uns geht es jetzt Schlag auf Schlag. Zwei weitere Spieler sind noch in der Pipeline – mehr brauchen wir auch nicht“, verkündet der Übungsleiter.

Neuzugänge trainieren schon mit

Fragen zu Neuverpflichtungen beantworteten die Trainer der SG Castrop, Tino Westphal und Dennis Dannemann, bislang nur mit den Sätzen: „Wir sind in Verhandlungen. Bevor nicht alles klar ist, nennen wir keine Namen.“ Nun ist alles klar. Quasi punktgenau zum Trainings-Wiedereinstieg während der Corona-Krise am Montag, 18. Mai, im Stadion an der Bahnhofstraße. Hier sollen auch die Neuzugänge mitkicken. Westphal: „Positiv ist, dass die wegen der Corona-Pandemie abgebrochene Spielzeit allen eine längere Kennenlernphase garantiert. Zumal keiner wirklich weiß, wann genau die neue Saison beginnt.“

Tugrul Kurt (vorne links), hier beim Torjubel mit Kadir Kerter, kommt von Genclikspor Recklinghausen zur SG Castrop.

Tugrul Kurt (vorne links), hier beim Torjubel mit Kadir Kerter, kommt von Genclikspor Recklinghausen zur SG Castrop. © Kevin Korte

Nun aber zu den SG-Neuverpflichtungen: Mesut Aktas kommt vom A-Kreisligisten FC/JS Hillerheide und ist laut Westphal „ein Bomben-Zehner, der schon in der Landesliga gespielt hat“. Der 26-Jährige ist als Nachfolger für den zum SV Wacker Obercastrop abgewanderten Yassine Balahcen gedacht.

Von Bezirksliga-Aufsteiger Genclikspor Recklinghausen kommen zwei Spieler, mit denen Westphal einst selbst zusammengespielt hat. Sadik Tokman ist für die Sechser-Position vorgesehen. „Sadik ist ein laufstarker Kämpfer. Trotz geringer Körpergröße ist er auf dem Platz ein Pitbull“, nennt Westphal die Stärken des 23-Jährigen. Mit Tugrul Kurt (27) erhält die SG Castrop einen Vollblutstürmer, der in der Jugend des VfL Bochum ausgebildet wurde. „Tugrul galt im Recklinghäuser Fußball einmal als Jahrhunderttalent. Und er weiß immer noch, wo das Tor steht“, so Westphal. Das Quartett der Neuzugänge komplettiert Flügelflitzer Edmond Pllavci (30 Jahre/RW Germania Dortmund), der früher u.a. für Wacker Obercastrop und den SuS Pöppinghausen kickte.

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Zum ursprünglichen Gedanken, den Kader mit U19-Junioren aus der Westfalenliga zu verstärken, war Westphal schnell abgerückt: „Das waren ganz komische Gespräche. Diese Jungs sehen sich alle schon in der Bundesliga. Da setze ich lieber auf unsere sechs A-Junioren. Das sind alles Vollgranaten.“

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Zwei 15er-Gruppen trainieren an zwei Tagen

Zum Trainings-Wiedereinstieg merkt Westphal an: „Es juckt allen in den Füßen – so lange ohne Ball. Das geht gar nicht. Zwar gibt es wegen Corona viele Auflagen. Die werden wir aber alle erfüllen können.“ In zwei 15er-Gruppen sind die SG-Fußballer von den Trainern eingeteilt worden. Auf dem Platz wird dann in mehreren kleineren Einheiten trainiert - am Montag oder Mittwoch. Spieler, die von der SG Castrop zu anderen Vereinen wechseln, sind bei diesen Trainingseinheiten nicht mehr dabei. Da ist Westphal konsequent: „Weg ist weg! Wir arbeiten nur noch mit den Jungs, die bei uns bleiben, oder zu uns kommen.“

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