Spione sind unterwegs vor dem Spiel der SG Castrop gegen die SG Suderwich

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In der Fußball-Bezirksliga kommt es am Sonntag, 16. Februar, zu einem wichtigen Spiel im Abstiegskampf zwischen der SG Castrop und der SG Suderwich. Beide Teams reden von einem „Endspiel“.

Castrop

, 11.02.2020, 16:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Sonntag, 16. Februar, endet die Winterpause in der Fußball-Bezirksliga 9. Und sofort kommt es zu einem Hammerspiel im Abstiegskampf. Die SG Castrop (13. mit 8 Punkten) empfängt die SG Suderwich (14. mit 3 Punkten). Nach dem Rückzug des SV Horst-Emscher II wird in der nur noch 14 Mannschaften starken Liga in den abschließenden elf Spielen nur ein weiterer Absteiger gesucht.

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Mit dabei in der Abstiegs-Verlosung zur Kreisliga A sind der Drittletzte Teutonia SuS Waltrop (9 Punkte/noch 12 Spiele) und der Viertletzte VfB Kirchhellen (15 Punkte). Die Zahlen zeigen, dass im direkten Duell zwischen Castrop und Suderwich so etwas wie eine Abstiegs-Vorentscheidung fallen könnte. Wir haben einmal über den Zaun geschaut, wie die Lage bei der SG Suderwich ist.

Spione sind unterwegs vor dem Spiel der SG Castrop gegen die SG Suderwich

Der neue Suderwich-Trainer Christoph Meyer ist seit Ende Januar an Bord. © Kevin Korte

Die Mammut-Aufgabe „Nichtabstieg“ geht der Tabellenvorletzte mit einem neuen Trainer an: Christoph Meyer ist ein Suderwicher mit „Stallgeruch“. Er ist seit gut 14 Tagen am Ruder und soll das Unmögliche noch möglich machen. Heimgekehrt ist er von den SF Stuckenbusch, wo er als Co-Trainer gearbeitet hat. Nach dem Rücktritt von Maik Stocker sollte Christoph Meyer erst am 1. Juli einsteigen. Doch dann ging alles schnell - als Vorgriff auf die sportliche Zukunft, egal in welcher Liga. „In den Monaten bis zum Saisonende kann ich jetzt die neue Saison viel besser planen“, sagt Meyer.

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Suderwichs Abteilungs-Vorstand Bastian Leonhard sieht das Spiel in Castrop entspannt: „Selbst wenn wir verlieren sollten, geben wir nicht auf und kämpfen weiter bis zum Schluss. Um nicht abzusteigen, brauchen wir noch sechs oder besser sieben Siege. Sollten wir aber absteigen, geht bei uns die Welt auch nicht unter.“ Die SG Suderwich will grundsätzlich zu den Wurzeln zurück, die sie stark gemacht haben. Leonhard: „Wir setzen fortan auf unsere Eigengewächse. Von den Spielern, die vor dieser Saison von anderen Vereinen zu uns gewechselt sind, haben sich fast alle wieder aus dem Staub gemacht.“ Folglich wurden jetzt drei A-Junioren frühzeitig in den Kader der Ersten hochgezogen. Was die Mannschaft noch jünger macht als sie es ohnehin ist.

Trainer tippt auf knappes Ergebnis

„Ein, zwei Routiniers mehr täten uns im Abstiegskampf sicher gut. Ich habe in den vergangenen zwei Wochen aber festgestellt, dass alle Jungs richtig Bock haben und alles bis zum Schluss geben werden – allein schon, um zu zeigen, dass sie Bezirksliga-Format haben“, weiß Trainer Meyer. Der Coach betont: „Die Partie in Castrop ist ein Schlüsselspiel für uns. Gewinnen wir, wird der Abstiegskampf richtig spannend – verlieren wir, wäre trotzdem nichts verloren. Ich bin aber nicht blauäugig - wenn wir uns retten wollen, müssen wir eine extrem gute Rückrunde spielen.“ Trainer Meyer selbst geht kämpferisch die letzten elf Aufgaben an, was sein Tipp für das Castrop-Spiel unterstreicht: „Wir gewinnen knapp.“

Dennis Dannemann, der Trainer der SG Castrop, betont: „Das Spiel gegen Suderwich ist auf jeden Fall ein Endspiel. Deshalb sind wir mit allem, was wir haben, darauf fokussiert.“ Denn mit einem Sieg wähnen sich die Castroper in Sicherheit.

Spione auf beiden Seiten

Dass auch die Suderwicher die Partie mehr als ernst nehmen, hat Dannemann festgestellt. Er sagt: „Seit drei Wochen werden wir von ihnen ausspioniert. Bei unseren Spielen haben wir Zuschauer von Suderwich.“ Weshalb auch die Castroper zuletzt bei ihren Sonntagsgästen am Ball blieben. SG-Trainer Tino Westphal schaute sich seinerseits Suderwich-Spiele an. Wie zuletzt bei der 0:1-Niederlage am vergangenen Donnerstag beim SC Marl-Hamm aus der Kreisliga A Recklinghausen.

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