Ein Gegner der SG Castrop rüstet auf im Abstiegskampf

hzFußball-Bezirksliga

Während der Winterpause greift ein Mitkonkurrent der SG Castrop im Bezirksliga-Abstiegskampf in die Vereinskasse und rüstet den Kader auf. Was halten die Castroper davon?

Castrop-Rauxel

, 22.01.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Verpflichtung von neuen Spielern in der Fußball-Winterpause ist ein zweischneidiges Schwert. Über Sinn und Unsinn gibt es verschiedene Auffassungen unter Trainern und Verantwortlichen. Zumal laut Tabellenstand für etliche Vereine auch keine Veranlassung besteht, am Personal herumzuschrauben. Anders sieht es bei denjenigen aus, die im Abstiegssumpf stecken. Aktivitäten auf dem Transfermarkt sind für sie ein probates Mittel, die Erfolgschancen zu erhöhen. Dennoch „kauften“ die vier Abstiegskandidaten der Bezirksliga 9 nur in bescheidenem Rahmen ein.

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Aus heimischer Sicht richtet sich das besondere Augenmerk auf die SG Castrop (8 Punkte/15 Spiele), die nach dem Rückzug des SV Horst-Emscher 08 II weiter dick im Rennen um den zweiten Abstiegsplatz steckt, bei dem es in der ursprünglichen auf 15 Teams ausgelegten Staffel auch bleibe. Egal wie viele Klubs aus den Landesligen absteigen, wie Staffelleiter Klaus Overwien jüngst erklärte. In der Verlosung zur Kreisliga A sind neben der SG Castrop noch die SG Suderwich (3 Punkte/15 Spiele), Teutonia SuS Waltrop (9 Punkte/14 Spiele) und mit Abstand der VfB Kirchhellen (15 Punkte/15 Spiele).

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Direkt im ersten Spiel nach der Winterpause könnte bereits eine Vorentscheidung fallen um diesen zweiten Abstiegsplatz, wenn die SG Castrop am Sonntag, 16. Februar, die SG Suderwich empfängt. Das Hinspiel am 25. August endete 1:1 bei brüllender Hitze. Nach einer guten ersten Halbzeit führten die dominierenden Castroper nur mit 1:0 durch ein Tor von Onur-Sahin Altay. Nach einem Leistungsabfall in den zweiten 45 Minuten durfte man froh sein über das 1:1. Zur Untätigkeit verurteilt sind am 16. Februar die spielfreien Teutonia SuS Waltrop und VfB Kirchhellen.

Ein Gegner der SG Castrop rüstet auf im Abstiegskampf

Der Jubel nach dem Castroper 1:0 in Suderwich von Onur-Sahin Altay. © Klingsieck

Die große Frage vor dem „Endspurt“ in der Meisterschaft ist: Was hat sich personell getan in der Winterpause bei den verbliebenen vier Abstiegskandidaten?

SG Castrop: Wie in den bisherigen Testspielen gesehen, wurden Lösungen für die Sturmflaute gefunden. Hochgezogen von den eigenen A-Junioren wurde Luce Schneider, der in Testspielen mehrfach den Ball ins gegnerische Netz setzte. Und zurück vom FC Frohlinde ist Dennis Springweiler, der sich laut Trainer Tino Westphal dort nicht wohlgefühlt hat. „Luce und Dennis sind mein letztjähriges Sturmduo als A-Jugendtrainer bei der SG. Die beiden wissen, wo das Tor steht und werden uns weiterbringen“, denkt Westphal. Drei Siege in drei Tests lassen hoffen. „Wir haben in diesen drei Spielen mehr Tore geschossen als in der Liga bis zur Winterpause. Die Stimmung ist dadurch noch besser geworden als sie es ohnehin war“, sagt Westphal, für den es beim Neustart nur eins gibt: „Ein Sieg gegen Suderwich - an alles andere denke ich überhaupt nicht.“

SG Suderwich: Im Recklinghäuser Südosten gibt es vier neue Spieler im Bezirksliga-Kader. Wovon Nico Wiske (Suderwich II) und Marvin Brösicke (eigene U19) Eigengewächse sind. Von anderen Vereinen stießen Steven Kucharczyk (SW Röllinghausen/Kreisliga A) und Mirco Scarale (Arminia Sodingen/Kreisliga B) dazu. Gegangen sind drei Spieler, was den Kader „klein und eng macht“, wie Trainer Maik Stöcker sagt, der auf einen Sieg in Castrop baut, „um damit einen neuen Spirit zu entfachen“.

Teutonia SuS Waltrop: Der 33-jährige Mamoudou Camara kehrt zurück als einziger externer Neuzugang. Zuletzt spielte Camara beim Recklinghäuser A-Kreisligisten SV Herta 28, der seine Mannschaft nach einer Massen-Prügelei bei Westfalia Vinnum abgemeldet hat aus dem Spielbetrieb. Camara selbst ist auf Teutonia SuS zugekommen mit der Bitte, dort wieder spielen zu dürfen. Die Vorbereitung auf die Rückrunde bestreitet er mit dem Bezirksliga-Kader. Weiter wurden Felix Sprenger (Defensive) und Jens Randermann (Stürmer) von Teutonia II zum Kader der Ersten hochgezogen. Gewechselt zu Westfalia Vinnum ist Mittelfeldspieler Felix Gutzeit. Die Waltroper Verantwortlichen gehen auch wegen des Punkte-Vorsprungs zur SG Castrop und SG Suderwich nicht vom Abstieg aus.

VfB Kirchhellen: „Bei uns gibt es keine Neuverpflichtungen. Lediglich zwei Langzeitverletzte kehren wieder zurück. Unser Kader ist mit 28 Spielern groß, sodass wir eher Leute an das Team zwei abgeben werden“, sagt Bastian Averesch, Sportlicher Leiter beim VfB. Die Kirchhellener setzen zudem weiter auf den Heimvorteil, der für 13 der aktuell 15 Punkte gesorgt hat.

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