Eine Korfball-Mannschaft bekommt doch noch das Aufstiegsrecht eingeräumt

Korfball

Durch die Corona-Krise geht es in einigen Sportarten drunter und drüber. Die Korfballer hatten auf den ersten Blick alle Angelegenheiten geordnet. Allerdings ging doch etwas durch.

Schwerin

, 28.05.2020, 12:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Schweriner KC 4 (rote Hemden), hier im Spiel gegen Phoenix Erkenschwick 2, ist Verbandsliga-Meister geworden. Das Aufstiegsrecht ist den SKC-Korfballern aber nicht direkt zugesprochen worden.

Der Schweriner KC 4 (rote Hemden), hier im Spiel gegen Phoenix Erkenschwick 2, ist Verbandsliga-Meister geworden. Das Aufstiegsrecht ist den SKC-Korfballern aber nicht direkt zugesprochen worden. © Volker Engel

Wie in vielen weiteren Sportarten musste auch bei den Korfballern die Saison 2019/20 wegen der Corona-Krise abgebrochen werden. Die salomonische Entscheidung der Funktionäre: Es gibt keine Absteiger und alle Tabellenführer werden zu Meistern erklärt.

Drei Punkte Vorsprung auf Verfolger Erkenschwick

Soweit, so gut. Auch im Falle des Schweriner KC 4, der mit drei Punkten Vorsprung auf den Erkenschwicker KC Phoenix die Tabelle der westfälischen Verbandsliga anführte. Bei der Liga-Ausschusssitzung der Korfballer (per Videokonferenz) Mitte Mai wurde allerdings plötzlich Erkenschwick als alleiniger Aufsteiger genannt. Weil die Funktionäre der Korfball Liga Nord-West (Liga NW) im Deutschen Turner Bund (DTB) von einem Aufstiegsverzicht des SKC 4 gehört hatten.

Jan Weber-Winkels (KC Grün-Weiß), im Liga-Ausschuss für das Wettkampf- und Schiedsrichterwesen verantwortlich ist, sagte dazu jetzt: „Es hat eine Verkettung von Missverständnissen in der Kommunikation gegeben. Dadurch hatten wir den Startplatz in der Oberliga an Erkenschwick weitergereicht.“ Die DTB-Funktionäre haben jetzt entschieden, dass Schwerin 4 und Erkenschwick in der Saison 2020/21 in der Oberliga spielen. Dadurch laufen dort acht anstatt sieben Teams auf. Weber-Winkels erklärt: „Am Ende der Saison werden jedoch zwei Mannschaften absteigen, sodass die Liga ihre ursprüngliche Mannschaftsstärke zurückerhält.“

Jetzt lesen

Das Missverständnis mit dem SKC rührt wohl daher, dass die vierte Mannschaft selbst den eigenen Aufstieg nicht als möglich ansah - und das bei Facebook so aufschrieb. Denn wäre Schlusslicht Schwerin 2 nicht in der Regionalliga (1. Liga) geblieben, hätte dieses Team in Kombination mit Schwerin 3 in der Oberliga (2. Liga) die „Vierte“ blockiert. Der SKC 2 darf aber weiterhin in der 1. Liga spielen - und der Weg für den SKC 4 ist frei.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt