Eintrachtler erhoffen sich Hintertür zur Kreisliga A

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Mindestens eine Mannschaft möchte in der neuen Saison nicht mehr im Kreisliga-Oberhaus spielen. Eintracht Ickern würde gerne den Mietvertrag übernehmen.

Castrop

, 03.06.2019, 17:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Stachel der Enttäuschung saß am Sonntag tief bei den Kreisliga-B-Fußballern von Eintracht Ickern. Durch die 0:1-Niederlage im Entscheidungsspiel gegen Firtinaspor Herne II verpassten die Castrop-Rauxeler den Aufstieg in die Kreisliga A.

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In die Trauer mischte sich nach Abpfiff ein Funken Hoffnung. Diesen hatte ausgerechnet Gegner Firtinaspor aufflackern lassen. Denn die Herner hatten in den vergangenen Tagen davon gehört, dass der SC Constantin Herne in der kommenden Saison 2019/20 mit seiner Mannschaft nicht mehr in der Kreisliga A antreten möchte.

Zum Nachrücken bereit

Eintracht-Trainer Erkan Gül sagte dazu am Sonntagabend: „Dadurch würde doch ein Platz für uns als Nachrücker frei werden. Wir sind dafür bereit.“

Was Gül wohl nicht wusste: Neben dem SC Constantin spielt noch ein weiteres Team mit dem Gedanken, im Kreisliga-Oberhaus künftig nicht mehr mitwirken zu wollen. Reinhold Spohn (BW Börnig), der Vorsitzende des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel, sagte am Montag: „Der SC Constantin hat bereits seinen Rückzug offiziell bekanntgegeben. Der Verein hält seine Mannschaft offenbar nicht für Kreisliga-A-tauglich. Beim SV Fortuna Herne ist man diesbezüglich in der Findungsphase. Vielleicht meldet auch Fortuna seine Mannschaft ab.“

Eintrachtler erhoffen sich Hintertür zur Kreisliga A

Reinhold Spohn (am Mikrofon) kann Eintracht Ickern keine Hoffnung auf eine Hintertür machen. © Foto Jens Lukas

Was auf den ersten Blick für Eintracht Ickern gut aussieht, erweist sich beim zweiten Hinsehen nicht als Durchgangstür in das Kreisliga-Oberhaus. Denn der SC Constantin wird durch seinen Antrag auf Rückzug als Absteiger der gerade abgelaufenen Saison 2018/19 gewertet.

Das hat lediglich einen Effekt auf die weiteren Mannschaften in der Kreisliga A. Sprich: Das abgeschlagene Schlusslicht Arminia Holsterhausen gilt nicht mehr als Absteiger, sondern nur Constantin und der sportliche Tabellenvorletzte TSK Herne (nach dreimaligem Nichtantreten disqualifiziert).

Abmeldung in die C-Liga

Eintracht-Coach Erkan Gül sieht darin keinen Sinn, das schwach besetzte Team von Arminia Holsterhausen in der Liga zu führen. Er sagte: „Die Holsterhausener werden den letzten Spaß am Spielen verlieren und sich bestimmt nach wenigen Spieltagen abmelden.“ Reinhold Spohn sagte dazu: „Wenn sich Holsterhausen nicht wettbewerbsfähig sieht, muss der Verein sein Team aus der Kreisliga A abmelden und kann nur mit einer neu angemeldeten zweiten Mannschaft in der Kreisliga C spielen.“

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Wenn das eintrifft und zudem Fortuna Herne sich zurückzieht, klafft ein Loch von zwei Mannschaften in der Kreisliga A. Spohn: „Für unseren Kreis ist das zwar ein Novum. In anderen Fußballkreisen kam das in der Vergangenheit aber auch vor: Dann spielen wir halt mit 15 oder nur 14 Mannschaften in der Kreisliga A.“ Und somit bleibt die erhoffte Hintertür für Eintracht Ickern geschlossen.

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