Entscheidung fällt in letzter Kehre: Starke Aufholjagd wird im Finale nicht belohnt

hzEisstockschießen

Hochspannung bis zum Schluss im Adventszelt. Das Finale im Eisstockschießen entwickelte sich zu einem Drama. Die Entscheidung fiel erst im letzten Versuch.

Castrop

, 23.12.2019, 09:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Spannender hätte das Finale im Eisstockschießen am Sonntagnachmittag im Castroper Adventzelt kaum laufen können. Erst mit dem letzten Schuss fiel die Entscheidung.

Das Team „Steuer und Recht“ setzte sich mit 28:27 knapp gegen „Rüthers Erben“ durch. „Das lief nicht, wie erwartet. Wir haben es unnötig spannend gemacht“, sagt Michael Ebert, Kapitän von Steuer und Recht, „wir waren uns zu sicher. Aber unser Finalgegner war auch mit Abstand der stärkste.“ Seine Mannschaft (aus der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebert und Beyer) war zwischenzeitlich bereits mit 28:13 davon gezogen.

Rüthers Erben kamen durch die Nachrückerliste in den Turnierplan

Dann kamen Rüthers Erben zur vorletzten Runde noch einmal bis auf 24:28 heran. Die Meisterschaft im Eisstockschießen war plötzlich zum Greifen nahe für das Team aus Dingen, das zunächst gar nicht im Spielplan stand. Alle 64 Startplätze waren vergeben, Rüthers Erben auf Platz zwei der Nachrückerliste. „Zwei Tage vor dem ersten Spiel kam dann der Anruf, dass ein Platz frei ist“, erklärt Alicia Strotmann, „innerhalb von zehn Minuten habe ich telefonisch die Mannschaft zusammen getrommelt.“

Eine Schnapsidee, sei die Teilnahme gewesen. Den Einzug ins Finale hätten sich Rüthers Erben, benannt nach der inzwischen wieder geöffneten Kneipe in Dingen, einem Treffpunkt im Stadtteil, niemals träumen lassen.

Bastian Podscharly war sich sogar so sicher, dass keine Finalteilnahme gelinge, um eine Wette einzugehen. Zum Finale würde er im Tutu (Ballettröckchen) erscheinen. Und Ilka Podscharly hatte gewettet, mit Giltzer-Poms, Cheerleader-Puschel für die Hände, ihr Team anzufeuern. Beide lösten ihre Wettschuld ein. „Wir hatten eine große Klappe“, so Ilka Podscharly.

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Eisstockschießen 2019 Finale

Spannend ging es im Finale zu. Am Ende hatte das Team Steuer und Recht knapp die Nase vorn. Rüthers Erben, am Ende Zweite, waren erst über eine Nachrückerliste zur Teilnahme gekommen.
22.12.2019
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Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Bürgermeister Rajko Kravanja moderierte das Endspiel im Adventszelt. Wenn das bloße Auge nicht reichte, kam der Zollstock zum Einsatz.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Bürgermeister Rajko Kravanja moderierte das Endspiel im Adventszelt. Wenn das bloße Auge nicht reichte, kam der Zollstock zum Einsatz.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Bürgermeister Rajko Kravanja moderierte das Endspiel im Adventszelt. Wenn das bloße Auge nicht reichte, kam der Zollstock zum Einsatz.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls
Im spannenden Finale gewann das Team Steuer und Recht knapp gegen Rüthers Erben.© Christian Püls

Beinahe wäre ihre Mannschaft am Ende sogar als strahlender Sieger von der Kunststoff-Eisbahn gegangen. Vor der letzten Kehre (Runde) waren Rüthers Erben eben nur vier Punkte zurück.

Die Eisstöcke beider Teams lagen augenscheinlich im gleichen Abstand zur Daube (Zielscheibe), sodass Bürgermeister Rajko Kravanja - der das Finale moderierte - mit dem Zollstock nachmessen musste. Ein halber Zentimeter machte den Unterschied aus. Dann Uwe Kempkers mit dem letzten Schuss für die Dingener, doch es reichte nicht.

Entscheidung fällt in letzter Kehre: Starke Aufholjagd wird im Finale nicht belohnt

Mit 28:27 siegte das Team Steuer und Recht (rechts) am Ende gegen Rüthers Erben. Bürgermeister Rajko Kravanja (vordere Reihe, 2.v.l.) führte als Moderator durch das Endspiel. © Christian Püls

„Heute waren gute und schlechte Runden dabei“, sagt Kapitän Justus Podscharly, „auf dem Weg ins Finale wurden zwei Partien erst in der letzten Kehre entschieden.“ Und Stefan Storck ergänzt: „Wir hatten einen nervösen Anfang, haben dann gut aufgeholt. Beim letzten Wurf ging es um alles oder nichts.“ Stefan Storck stand beim Finale am Ende der Bahn, um seine Mitspieler zu leiten.

Seven Cent landet auf Platz drei

Zuvor hatte die Band Seven Cent das Spiel um Platz drei gegen den Grillsportverein Mugel mit 27:16 gewonnen. Hier fiel die Entscheidung bereits in der zwölften und somit vorletzten Runde. Ex-Bürgermeister Johannes Beisenherz moderierte die Partie. Einmal musste er als Schiedsrichter einschreiten, bei einem Schuss wurde übergetreten.

Da lag der Grillsportverein noch mit 13:9 vorn. Doch mit der Unterbrechung kündigte sich ein Führungswechsel an. So hieß es nach der folgenden Kehre 14:13 für Seven Cent. Die Musiker gaben die Führung nicht mehr aus der Hand.

„Wir waren seht motiviert“, sagt Sänger Marc Stahlberg, „wir tasten uns voran, nach Platz vier im letzten Jahr, nun Platz drei.“ Für 2020 ist also Platz zwei das Ziel. Christian Raulf vom Grillsportverein Mugel erklärt: „Unser Spiel war gut, wir hatten nur zu wenig Glück.“

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Eisstockschießen 2019 Spiel um Platz 3 und Sieger

Im Spiel um Patz drei setzte sich die Band Seven Cent gegen den Grillsportverein Mugel durch. Bei der Siegerehrung sahen sich alle vier Mannschaften wieder.
22.12.2019
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Die Band Seven Cent gewann im Spiel um Platz drei mit 27:16.© Christian Püls
Ex-Bürgermeister Johannes Beisenherz moderierte das Spiel um Platz drei. Nach Übertreten der Abwurfbegrenzung musst er eingreifen.© Christian Püls
Ex-Bürgermeister Johannes Beisenherz moderierte das Spiel um Platz drei. Nach Übertreten der Abwurfbegrenzung musst er eingreifen.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Im Spiel um Platz drei gewann Seven Cent gegen den Grillclub Mugel.© Christian Püls
Der Grillsportverein Mugel (rechts) schoss knapp am Treppchen vorbei. Platz vier für die Griller.© Christian Püls
Siegerehrung© Christian Püls
Siegerehrung© Christian Püls
Siegerehrung© Christian Püls
Siegerehrung© Christian Püls
Siegerehrung© Christian Püls

Michael Werner vom Veranstalter EUV überreichte die Preise, keiner ging leer aus. Die Sieger von Steuer und Recht bekamen VIP-Tickets für ein Spiel des VfL Bochum. Für Platz zwei - Rüthers Erben - gab es eine Einladung von Adventszelt-Cheforganisator Bubi Leuthold ins Tante Amanda. Mit Menü und freien Getränken. Kravanja warf scherzend ein: „Dir ist aber schon klar, dass die sich nach einer Kneipe benannt haben?“

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