Erin-Kampfbahn: Wieso sich die Wiedereröffnung des neuen Kunstrasens verzögert

hzSV Wacker Obercastrop

Es hätte doch so schön sein können. Am kommenden Wochenende sollte der Kunstrasen der Erin-Kampfbahn beim SV Wacker Obercastrop wiedereröffnet werden. Doch daraus wird nichts.

Obercastrop

, 11.09.2019, 09:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Martin Janicki sagte am Dienstag: „Natürlich hätten wir uns das alle gewünscht.“ Mit diesem Satz blickte der Vorsitzende des SV Wacker Obercastrop auf den geplanten Eröffnungstermin am Freitag, 13. September. Am Sonntag, 15. September, wollten die Obercastroper mit ihrem Landesliga-Team die DJK Wattenscheid empfangen. Das hätte laut Janicki dem Anlass einen würdigen Rahmen gegeben.

In den vergangenen vier Wochen war der 15 Jahre alte Kunstrasen-Teppich an der Karlstraße ausgetauscht worden. Janicki hatte vor zwei Wochen - dem Einstreuen der Gummigranulat-Deckschicht, frohlockt: „Das ist ein Weltklasse-Rasen.“

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Noch keine Rückkehr aus Merklinde und Ickern

Jetzt ist die Stimmung bei den Wackeranern ein wenig getrübt. Denn die Rückkehr von Ausweichplätzen in Merklinde und Ickern wird sich um eine Woche verzögern. Martin Janicki hat vom EUV-Stadtbetrieb die Nachricht bekommen, dass die Abnahme des Sportplatzes nunmehr für Donnerstag, 19. September, ab 9.15 Uhr terminiert ist.

Nach der Anfrage der Redaktion ob des Grundes für die Verzögerung sagte EUV-Sprecherin Sabine Latterner: „Die Abnahme des Platzes war in der 38. Kalenderwoche vorgesehen. Es gibt somit keine einwöchige Verspätung.“

Erin-Kampfbahn: Wieso sich die Wiedereröffnung des neuen Kunstrasens verzögert

In der Erin-Kampfbahn begann am 19. August die Renovierung des Kunstrasens. © Niklas Koch

Heimrecht muss getauscht werden

Martin Janicki handelte auf die nicht so schöne Nachricht prompt. Er kümmerte sich um die Verlegung der Heimspiele. Er berichtete am Dienstag: „Mit Wattenscheid bin ich recht schnell handelseinig geworden. Aktuell geht es nur darum, ob wir dort um 17 Uhr oder doch wie angestammt um 15.15 Uhr spielen.“

Recht schnell sollte auch geklärt werden, ob die zweite Mannschaft anstatt in Castrop-Rauxel in der Kreisliga B beim BV Herne-Süd antreten könne. Das scheint machbar zu sein, da dort nur die A-Junioren (Anstoß 10.30 Uhr) den Platz an der Jauerstraße belegen.

Von den Obercastroper Nachwuchs-Teams mussten für Sonntag die A-Junioren (gegen den SV Wanne 11) sowie für Samstag die D-Junioren (gegen Arminia Ickern), die E3-Junioren (gegen ETuS Wanne) und Minikicker (gegen SG Castrop) ihr Heimrecht abtreten.

Mit 200.000 Euro geplant

Für die Instandhaltung der Sportanlagen in Castrop-Rauxel ist in erster Linie der Stadtbetrieb EUV zuständig. Die finanziellen Mittel jedoch stellt die Stadt. Für die Renovierung der Erin-Kampfbahn wurden 200.000 Euro veranschlagt. „Zusätzliche Kosten sind nicht entstanden“, berichtete Sabine Latterner.

Bei der Abnahme des Platzes sind Vertreter des EUV-Stadtbetriebs sowie der Stadtverwaltung und die Bauleitung des beauftragten Unternehmens anwesend.

Fünf Garantie-Jahre beginnen

Da während der Bauarbeiten ständig Prüfungen stattfinden, werde beim Abnahmetermin der ordnungsgemäße Zustand (Ebenheit, Linierung, freie Polhöhe) der Oberfläche dokumentiert und der Platz in der Regel für den Spielbetrieb freigegeben.

Die Abnahme wird protokolliert und dient als Nachweis für gegebenenfalls festgestellte Mängel sowie deren Beseitigung. Und: Mit dem Tag der Abnahme beginnt die fünfjährige Gewährleistung.

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