FC Frohlinde behält trotz Fluchtlicht-Ausfall den Durchblick in Herne

Fußball-Kreispokal

Dem FC Frohlinde fehlte im Kreispokal beim ASC Leone im wahrsten Sinne des Wortes der Durchblick. Der FC Castrop-Rauxel stand kurz vor der Überraschung gegen den DSC Wanne-Eickel.

Castrop-Rauxel

, 24.10.2019, 12:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
FC Frohlinde behält trotz Fluchtlicht-Ausfall den Durchblick in Herne

Lukas Kothe (l.) erzielte drei Treffer beim Kreispokal-Spiel des FC Frohlinde. © Marcel Witte

Zwei Kreispokal-Partien in der dritten Runde, zwei unterschiedliche Voraussetzungen: Der Landesligist FC Frohlinde trat am Mittwochabend beim B-Ligisten ASC Leone an, der A-Kreisligist FC Castrop-Rauxel hatte den Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel zu Gast am Fuchsweg. Die Favoriten setzten sich am Ende durch.

ASC Leone - FC Frohlinde 1:8 (1:1)

Beim 8:1 (1:1)-Sieg beim Tabellenvorletzten der Kreisliga-B, ASC Leone, hat sich der Landesligist FC Frohlinde eine Halbzeit ganz schwer getan - spielerisch und mit der Dunkelheit.

Das hat natürlich Trainer Stefan Hoffmann überhaupt nicht gefallen. Der schimpfte noch am Tag danach: „Die erste Halbzeit war unterirdisch.“ Dabei hätte seine Mannschaft noch Glück gehabt, weil die Hausherren am Anfang noch eine dicke Chance nicht genutzt hätten.

In der 17. Minute war es dann doch soweit. Nach einem Foulspiel an der Strafraumlinie sorgte der folgende Elfmeter für das 1:0 der Herner. Torwart Max Brandenburger hatte beim Schuss in den oberen Winkel keine Chance.

Die Flutlichtanlage leuchtete nicht über das gesamte Spielfeld

Doch nicht nur der Rückstand bereitete den Frohlindern Probleme. Die Flutlichtanlage leuchtete nur auf einer Spielfeldseite. Trainer Stefan Hoffmann erzählte: „Da ist wohl ein Kabel durchtrennt worden, da war kaum etwas zu sehen.“ So konnten die Gäste froh sein, dass Kevin Brewko einen an ihn verübten Strafstoß in der herrschenden Dunkelheit noch zum 1:1 (29.) nutzte.

Den richtigen Durchblick hatte zum Glück dann Frohlinde auch nach der Pause. Lukas Kothe, der für Servan Ak ins Spiel kam, erzielte das 2:1 (57.). Jetzt war Frohlinde im Spiel.

Andreas Kluy traf mit einem Fernschuss aus 25 Metern zum 3:1 (61.). André Muth netzte gleich eine Minute später zum 4:1 ein. Lukas Kothe (66. und 75.) mit zwei Treffern und Paul Neese (71.) hatten das Resultat auf 7:1 gestellt.

Das 8:1 (87.) war dann Routinier Dirk Vierhaus aus der zweiten Mannschaft vergönnt, der in der 70. Minute für Muth kam und von Hoffmann „vorne reingestellt“ wurde.

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FC Castrop-Rauxel - DSC Wanne-Eickel 1:3 (1:0)

Die Verhältnisse waren vor dem Spiel klar: Der drei Ligen höher auflaufende Westfalenligist war beim A-Ligisten der klare Favorit. Zu sehen war davon auf dem Kunstrasen jedoch nicht viel.

„Tatsächlich war es so, dass wir in der ersten Halbzeit nur eine Mini-Chance zugelassen haben und sonst super verteidigt und auch mitgespielt haben“, sagte FC-Coach Patrick Stich.

Sein Team ging in der 16. Minute sogar durch Maurice Keusch in Führung und vergab mit einem Pfostenschuss von Emir Alic (25.) und einem Freistoß von Onur Cakir (40.), der vom Castrop-Rauxeler DSC-Keeper Niklas Simpson über die Latte gelenkt wurde, weitere gute Chancen.

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Eine Einwechslung beschert den Gästen den Auswärtserfolg

Nach dem Seitenwechsel wurde Wanne-Eickel laut Stich „zusehends nervöser, aber auch stärker“. Dem FC gingen nach Aussage ihres Coaches „langsam die Körner aus“.

So kam es, dass der DSC in der 61. Minute das 1:1 durch Nick Malvin Ruppert erzielte. Eine Einwechslung brachte dann dem FC Castrop-Rauxel den K.o.. Der eingewechselte Dawid Ginczek traf gleich zweimal per Kopf nach einer Ecke (66./81.).

Patrick Stich war nach dem Spiel über das Endergebnis etwas enttäuscht, richtete aber den Blick auch wieder nach vorne: „Es ist ärgerlich ein Spiel so aus der Hand zu geben. Ich sehe es als Folge aus fehlender Kraft und Konzentration, dass wir bei den Ecken nicht mehr eng am Mann waren. Wir können aber stolz auf unsere Leistung sein.“

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