FC Frohlinde verliert Flaczek mit Rot und 2:3 gegen Horst-Emscher kurz vor Schluss

hzFußball-Landesliga

Mit einer 2:3 (2:0) - Niederlage gegen den SV Horst-Emscher (11.) endete der 5. Spieltag in der Fußball-Landesliga für den FC Frohlinde (10.). Und irgendwie passte das Szenario zum Wetter.

Frohlinde

, 08.09.2019, 19:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Frohlinder hatten sich nach dem verlorenen Derby gegen Obercastrop etwas vorgenommen. Dass sah man. Andreas Kluy setzte das Vorhaben mit einem Kopfball nach einem Eckball von Marc Kruska zum 1:0 (9.) gleich um. Ein toller Start, der wenige Minuten später einen Dämpfer erhielt.

Nach einer Notbremse sah Marc Flaczek in der 12. Minute die Rote Karte. Dabei hatte der junge Abwehr-Recke gerade ein Spiel Sperre im Derby gegen Wacker Obercastrop (0:2) nach einer Gelb-Roten Karte abgesessen. Das Trainer-Gespann Stefan Hoffmann/Michael Wurst reagierte sofort. Zum Leidwesen von Stürmer Lukas Kothe, der für Hoffmann weichen musste, weil nun in Unterzahl die Defensive verstärkt werden musste. Die erste düstere Wolke zog über der Brandheide hinweg. Oben am Himmel und imaginär auf dem Kunstrasen-Geläuf.

Rotsünder trauerte auf dem Rasenhügel

Dort strahlten plötzlich alle mit dem wechselnden Wetter um die Wette. Dietrich Liskunov köpfte, wieder nach einer Kruska Ecke, das 2:0 (25.). Das schien auch in Unterzahl zu laufen. Wobei der sichtlich traurige Rotsünder Flaczek auf dem Rasenhügel zusammengekauert hinter der Trainerbank dem Braten nicht traute. Doch bis zur Pause ließen seine dezimierten Kollegen nichts vom Westfalenliga-Absteiger zu. Mit Beifall wurden die heimischen Kicker in die Halbzeit geschickt. Fast wäre das 3:0 gefallen. Doch Kevin Brewko verpasste den guten Querpass von Liskunov und damit sicherlich eine positive Vorentscheidung.

FC Frohlinde verliert Flaczek mit Rot und 2:3 gegen Horst-Emscher kurz vor Schluss

Marc Flaczek musste das Spielfeld schon früh wieder verlassen. Er sah in der zwölften Minute die Rote Karte und musste mitansehen, wie seine Teamkollegen eine 2:0-Führung aus der Hand gaben. © Volker Engel

Denn plötzlich wurde alles anders. Der Blick zum Firmament verhieß nichts Gutes. Auf Sonnenschein folgte Regen. Und wie. Innerhalb von zwei Minuten stellten die Gäste das Spiel auf den Kopf. Die Platzherren ließen sich überrumpeln. Erst fiel das 2:1 (61.), dann in fast identischer Weise der 2:2 (63.) - Ausgleich.

Im Alleingang unter die Latte

Die Frohlinder Akteure hatten daran zu knacken. Doch sie kamen ins Spiel zurück. Liskunov nagelte nach einem Alleingang die Kugel an die Unterkante der Latte (66). Vor allem die heimischen Fans hatten den herunterprallenden Ball hinter der Linie gesehen. Schiedsrichter Lucas Krämer (Löhne) indes nicht.

Als Wettermacher Petrus gegen Ende der Partie dann seine Schleusen so richtig öffnete, konnte man denn auch beim 2:3 in der Schlussminute nicht ausmachen, ob sich der eine oder andere Fan doch ein Tränchen verdrückt hat. Die Enttäuschung war riesengroß, einige Spieler ließen ihren Frust noch an Wasserflaschen aus, die sie wie Kegelpuppen durcheinanderwirbelten. Dabei gab es am Engagement bei immerhin 78 Minuten mit einem Mann weniger, kaum etwas zu bemängeln.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt