Fußballer müssen vor dem ersten Corona-Training hohe Hürden überwinden

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Die NRW-Landesregierung lockert die Corona-Beschränkung und erlaubt wieder Training auf öffentlichen Sportplätzen. Stürmen die Fußballer jetzt die Anlagen? Wir haben uns umgehört.

Castrop-Rauxel

, 11.05.2020, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ist das der Lichtblick für die Castrop-Rauxeler Fußballer am von der Corona-Krise verdunkeltem Horizont? Die Landesregierung lässt wieder Training auf den Sportplätzen zu. Die heimischen Anlagen werden wahrscheinlich ab Mittwoch, 13. Mai, wieder freigegeben. Wer nutzt an diesem Tag direkt die erste Möglichkeit?

Uzunoglu: „Die Landesregierung macht es sich leicht“

Auf keinen Fall der SV Wacker Obercastrop. Die Obercastroper Verantwortlichen des frisch gekürten Westfalenliga-Aufsteigers sind skeptisch. Trainer Aytac Uzunoglu sagt: „Die Landesregierung macht sich das leicht. Wie soll des denn funktionieren, wer übernimmt die Verantwortung falls sich dadurch die Fallzahl wieder erhöht?“ Der Wacker-Trainer lässt auf jeden Fall nicht sofort die Spieler wieder los.

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Obwohl Steffen Golob, Co-Trainer und Sportliche Leiter, sagte: „Alle haben Bock, sich wiederzusehen.“ Uzunoglu: „Unser Vorsitzender Martin Janicki will mit den Verantwortlichen der Stadt zunächst über ein Hygiene-Konzept sprechen.“

Steffen Golob erklärte: „Die Spieler sollten aufgrund der Situation freiwillig zum Training kommen können und an Toiletten sowie das Duschen muss gedacht werden.“ Er hofft, dass die Fahrt vor der Saison in die Niederlande stattfinden kann und die Vorbereitung auf die neue Saison über die Bühne geht. Schließlich ist die Westfalenliga für die heimischen Kicker eine besondere Herausforderung.

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Zehn Spieler in jeder Hälfte, Handschuhe desinfizieren

Beim Landesligisten FC Frohlinde sehen die Trainer Stefan Hoffman und Michael Wurst die Öffnung der Plätze auch skeptisch entgegen. Zwar sagte Coach Hoffmann am Montag: „Wenn wir auf den Platz dürfen, werden wir das auch tun. Doch vorher muss alles mit dem Verein abgeklärt sein.“ Trainer Wurst sieht das so: „20 Mann auf dem Platz, zehn in jeder Spielhälfte und die Torhüter sollen sich vier bis fünfmal die Handschuhe desinfizieren, wie soll das gehen?“ Beide sind sich einig. Hoffmann sagt: „So schnell wird das nicht umsetzbar sein“. Er glaubt zudem: „Anfang bis Mitte Juni wird es wohl werden, zur Saison-Vorbereitung kann jetzt überhaupt noch niemand etwas sagen.“

Dennis Dannemann, mit Tino Westphal Trainer der SG Castrop, wartet auf das Ok seines Vorstandes.

Dennis Dannemann, mit Tino Westphal Trainer der SG Castrop, wartet auf das Ok seines Vorstandes. © Volker Engel

SG-Trainer warten auf Vorstandsentscheidung

Dennis Dannemann, der Trainer des Bezirksligisten SG Castrop, erklärte: „Wir möchten gerne mit unserer Mannschaft trainieren. Dazu habe ich mich in unserem Trainer-Team mit Tino Westphal, Marc Dittloff, Niklas Kastel und Klaus Musielak telefonisch ausgestauscht.“ Dabei besprachen die Castroper die Verantwortlichkeiten während der Übungsstunden mitsamt der Einhaltung der Auflagen. Dannemann: „Darüber haben wir unseren Vorstand informiert, der den Sachverhalt in einer Videokonferenz prüfen möchte und über das weitere Vorgehen entscheidet.“

Dennis Hasecke, Coach der Spvg Schwerin (Bezirksliga) berichtete: „Wir möchten gerne ab Freitag wieder trainieren - so normal wie möglich. Um das Hygiene-Konzept kümmert sich unser Geschäftsführer Peter Wach.“

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