Habinghorsts Dennis Kock profitiert von einer Systemumstellung

hzFußball-Kreisliga A

Ein Kreisliga-A-Stürmer stand beim VfB Habinghorst am Sonntag im Blickpunkt, nachdem zwei Goalgetter nicht mehr auf dem Platz standen.

Habinghorst

, 22.10.2019, 15:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Diese zwei Auswechselungen waren ein deutliches Zeichen. In der 60. Minute ging erst Dennis Teuber vom Feld, zehn Minuten später musste auch Sebastian Janas vom Platz. Der dritte nominelle Stürmer, Dennis Kock, blieb – und zahlte beim 5:4-Erfolg seines VfB Habinghorst über Marokko Herne das Vertrauen von Spielertrainer Marc Olschewski mit drei Treffern zurück. „Ich hatte in dieser Phase das Gefühl, dass wir vorne einen Arbeiter brauchen und niemanden mit Torriecher“, kommentierte Olschewski im Nachgang.

Einige Extra-Wege

Das konnte man durchaus so sehen. Die Tore zum 4:4 und 5:4 erzielte Kock nicht durch technische Meisterleistungen, sondern ging jeweils die Extra-Wege, setzte nach und wollte förmlich diese Treffer. „Im Training schießt er die Bälle so weit daneben, dass wir sie suchen müssen. Heute hat er sich dafür belohnt, drangeblieben zu sein“, so Olschewski. Das werde ihm Auftrieb geben.

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Der 35-jährige Kock selbst mag sich selbst nicht in den Vordergrund stellen. Er betonte am Dienstag: „Ich habe mir kein Ziel gesetzt, wie viele Tore es am Ende der Saison von mir sein sollen. Ich verstehe mich mehr als Arbeiter für die anderen Stürmer – und als Vorlagengeber.“

Habinghorsts Dennis Kock profitiert von einer Systemumstellung

War für den VfB Habinghorst gegen den FC Marokko Herne viel unterwegs: Dennis Kock (l). © Volker Engel

Ein Abstecher zu Adler Rauxel

Das ist Dennis Kock
  • Erst als C-Junior begann Dennis Kock Mitte der 1990er Jahre das Fußballspielen – beim VfR Rauxel, ehe er zu den B-Junioren 1999 zur SG Castrop wechselte.
  • Dort blieb er bis 2005 und ging zum damaligen Bezirksligisten SuS Merklinde mit einem 6-monatigen Abstecher zur SG Adler Rauxel.
  • 2010 kehrte Dennis Kock zur SG Castrop zurück, für sieben Jahre. Er spielt jetzt im dritten Jahr beim VfB Habinghorst.

Eine System-Umstellung, die zuletzt von Coach Olschewski angewandt wurde, gibt Dennis Kock neue Möglichkeiten. Er berichtete: „In der Vergangenheit habe ich Außenstürmer gespielt. Da wir jetzt mit zwei zentralen Leute im Sturm agieren, kann ich zum Beispiel rund um Dennis Teuber und Sebastian Janas, die hohe individuelle Klasse haben, herum alles abarbeiten.“ Weil die beiden Goalgetter Verteidiger binden, kämen dadurch auch Räume für ihn zustande, so Kock.

Angefressene Goalgetter

Sechs Tore hat Dennis Kock in den vergangenen beiden Partien erzielt, der stets bis zur letzten Sekunde die Passwege zumachte und presste. Nur Teuber (10 Tore) und Janas (7) haben von den Habinghorstern mehr auf dem Konto. „Natürlich sind die beiden angefressen, dass sie ausgewechselt worden sind“, zeigte Olschewski Verständnis für seine beiden Angreifer, die sichtlich unzufrieden den Naturrasen in der „Kampfbahn Habichthorst“ verlassen hatten. „So war ich früher auch, als Trainer kann ich das jetzt entspannter sehen.“

Überhaupt scheint beim VfB Habinghorst die Aufstiegs-Euphorie etwas dem Alltag gewichen zu sein. „In den letzten Wochen hat sich bei uns gewachsen, dass wir schnell unzufrieden sind und den Mitspieler auf dem Feld anmeckern“, so Olschewski. „Gegen Marokko war das ähnlich: Wir bekommen kurz vor der Halbzeit das 2:3 – und in der Kabine lassen alle den Kopf hängen.“

Das sollte sich schnell ändern. Am kommenden Sonntag, 27. Oktober, geht es zum Titelanwärter Rot-Weiß Türkspor Herne.

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