Henrichenburger Motor stottert noch mächtig in der Vorbereitung

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Die Fußballer des TuS Henrichenburg gehen das erste Mal seit 20 Jahren nicht mehr im Kreisliga-Oberhaus an den Start. Ist der direkte Wiederaufstieg fest eingeplant an der Lambertstraße?

Henrichenburg

, 30.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Nach 20 Jahren im Kreisliga-Oberhaus fiel im Mai dort für den TuS Henrichenburg die Tür zu. Michael Heu, der erst seit April Trainer beim TuS ist, wird die Mannschaft auch in der Kreisliga B betreuen. Sein Engagement an der Lambertstraße war von Beginn an unabhängig von der Ligazugehörigkeit in der neuen Saison.

Henrichenburger Motor stottert noch mächtig in der Vorbereitung

TuS-Trainer Michael Heu ist seit April 2019 in Henrichenburg im Amt. © Michael Steyski

Aber nicht nur der Trainer, sondern auch die komplette Mannschaft bleibt den Henrichenburgern nach dem Abstieg erhalten – was ja nicht selbstverständlich ist. Ob allerdings schon der direkte Wiederaufstieg möglich ist, lässt Heu noch offen.

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Der Stand der Dinge

Die Saison-Vorbereitung sei laut Heu bis dato nämlich "eher durchwachsen". Durch Urlauber und einige Spieler, die im Schichtbetrieb arbeiten müssen, war die Trainingsbeteiligung nicht immer nach den Wünschen des Trainers. Auch die Testspiele liefen noch etwas holprig. Gegen den ambitionierten A-Kreisligisten FC Castrop-Rauxel setzte es eine deutliche 1:12-Niederlage. Dafür konnten die Henrichenburger die vergangenen beiden Duelle gegen den B-Ligisten SuS Barkenberg (2:1) und den C-Ligisten VfR Rauxel (1:0) jeweils für sich entscheiden.

Henrichenburger Motor stottert noch mächtig in der Vorbereitung

Philipp Engel (r) läuft in der kommenden Saison aus beruflichen Gründen nicht für den TuS Henrichenburg auf. © Jens Lukas

In den Testspielen wurde aber auch deutlich, woran es aktuell noch hapert: an der Offensive. Deshalb wird Heu hier auch einen der Trainingsschwerpunkte in den nächsten Wochen setzen. Nachdem bis jetzt hauptsächlich Ausdauereinheiten auf dem Programm standen, soll nun mehr im taktischen Bereich gearbeitet werden.

20 Jahre in der Kreisliga A
  • Am Ende der Saison 1998/99 stieg der TuS Henrichenburg unter Trainer Olaf Bryjak in die Kreisliga A auf. Der heutige Vorsitzende Michael Fischer gehörte damals dem Team an.
  • Zur Spielzeit 2000/2001 wurde Bryjak von Dietmar Nerger auf der Trainerbank abgelöst.
  • Danach prägte Thomas Knüfer sieben Jahre lang das TuS-Team. Danach kam es zu einem Intermezzo von Detlev Jug sowie Nerger als Interimstrainer.
  • Eine Ära brach zu Beginn der Saison 2009/2010 an: Rainer Mattukat schwang acht Jahre lang an der Lambertstraße das Trainerzepter.

Das Saisonziel

Den direkten Wiederaufstieg ruft Heu nicht aus. "Das Motto lautet: Erst einmal ankommen in der neuen Liga. Auch wenn uns die anderen Teams wohl die Favoritenrolle zuspielen werden", erklärt der Trainer. Die Titelaspiranten macht der Coach in Titania Erkenschwick, Kültürspor Datteln und dem VfB Waltrop aus.

Neben dem Abschneiden am Ende der Saison, setzt sich Heu auch noch ein weiteres Ziel: "Wir werden diese Saison wieder eine A-Junioren-Mannschaft melden", berichtet der Trainer, "deshalb werde ich auch einen Fokus darauf legen, ab der Rückrunde Perspektivspieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Kader zu integrieren." Dadurch soll der Kader zukünftig noch weiter verjüngt werden.

Die Neuzugänge

Zur Verjüngung des Kaders tragen auch die beiden Neuzugänge bei: Mit Dennis Ried (Arminia Ickern, A-Junioren) und Joel Krawietz (Spvg Erkenschwick, A-Junioren) verstärken zwei 18-Jährige die Henrichenburger. Während Krawietz erst seit Saisonbeginn dabei ist, trainiert Ried, der vor einem Jahr noch die U17-Junioren von RW Essen mit 15 Toren in die Junioren-Bundesliga geschossen hatte, schon seit dem Winter an der Lambertstraße. Weitere Verstärkung erhält der TuS zudem in André Boschella aus der zweiten Mannschaft.

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Die Abgänge

Echte Abgänge gibt es an der Lambertstraße keine zu vermelden. Angreifer Philipp Engel wird jedoch, wie schon in der vergangenen Rückrunde, aus beruflichen Gründen weiterhin nicht zur Verfügung stehen. "Ich würde gerne, kann aber wahrscheinlich arbeitsbedingt nicht helfen", berichtet Engel.

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