Stadtsportverband reagiert auf steigende Corona-Zahlen

Stadtsportverband

Sie ist bei Veranstaltungen ein Kinder-Magnet: Die Hüpfburg des Stadtsportverbandes Castrop-Rauxel sollte kostenlos vermietet werden, um Vereinen zu helfen. Doch die Pläne haben sich geändert.

Castrop-Rauxel

, 20.08.2020, 11:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die rot-gelbe Hüpfburg des Stadtsportverbands mit „Burgherr" Michael Körber.

Die rot-gelbe Hüpfburg des Stadtsportverbands mit „Burgherr" Michael Körber. Eigentlich sollte sie Sportvereinen durch die finanziell schwierige Coronazeit helfen. Doch angesichts steigender Fallzahlen kommt die Hüpfburg vorerst nicht zum Einsatz. © Christian Woop (Archiv)

Die Hüpfburg des Castrop-Rauxeler Stadtsportverbands (SSV) sollte eigentlich am vergangenen Samstag beim Tennisclub GW Frohlinde stehen. Dort ging der Aktionstag „Deutschland spielt Tennis“ über die Bühne – allerdings ohne Hüpfburg.

Schwierigkeit mit Mindestabständen

„Das ist uns zu heiß geworden, die Corona-Infektionszahlen steigen“, sagt Michael Körber, der beim SSV für den Verleih der Hüpfburg zuständig ist. Es sei praktisch unmöglich, Kinder in einer Hüpfburg zu einem Mindestabstand anzuhalten. „Wir wollen nicht die Schuld tragen, wenn sich Kinder anstecken“, so Körber.

Eigentlich hatten Körber und der Sportjugendvorsitzende Ulli Müller darauf gehofft, dass wenn Veranstaltungen wieder erlaubt sind, das Virus weiterhin auf dem Rückzug sei. Um den gebeutelten Vereinen unter die Arme zu greifen, sollte die Hüpfburg sogar kostenlos verliehen werden.

„Aber da die Zahlen weiter steigen, sind wir zu dem Entschluss gekommen, die Hüpfburg erst einmal nicht herauszugeben“, erklärt Müller, „wir sind nur Verleiher und können nicht kontrollieren, was die Mieter damit machen. Wir wollen aber verantwortlich handeln.“

Somit bleibt die Hüpfburg außer Dienst bis zum Beginn der nächsten Freiluftsaison. „Dann wollen wir unser Angebot, die Hüpfburg kostenlos zu verleihen, bis zu den Sommerferien 2021 verlängern“, so Ulli Müller, „dafür haben wir weitere Spenden der Sparkasse erhalten.“

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