In Obercastrop, Henrichenburg und Castrop wird es bald heller und sauberer

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An drei Sportplätzen in Castrop-Rauxel soll es bald Flutlicht per LED geben. Das bringt Vorteile, bedeutet aber auch ein Loch in der Stadtkasse.

Castrop-Rauxel

, 03.05.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es werde Licht, und wie. Energetisch günstiger und auch für die Geldbörse. Es geht um das Flutlicht auf neun Castrop-Rauxeler Sportplätzen, das binnen drei Jahren auf Vordermann gebracht werden soll. Im vergangenen Jahr 2019 wurden die Standorte im Süden, in Frohlinde (Brandheide), Merklinde (Fuchsweg) sowie auf Schwerin (Grafweg) auf LED umgerüstet. 2021 sind die Sportanlagen in Pöppinghausen (Wewelingstraße) sowie in Ickern (Recklinghauser Straße und Uferstraße) eingeplant.

Ausschreibung läuft derzeit

Das kann auch die Corona-Krise nicht verhindern: In wenigen Monaten wird die Installation auf drei Sportplätzen in diesem Jahr beginnen. Zwischen August und September sollen die Arbeiten in Obercastrop (Karlstraße), in Henrichenburg (Lambertstraße) sowie in Castrop (Stadion an der Bahnhofstraße) beginnen. „Die Ausschreibung läuft bereits“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.

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Knapp 300.000 Euro aus Fördermitteln gibt die Stadtverwaltung für die Umrüstung von Flutlichtanlagen auf neun Sportplätzen aus. Diese werden von Halogen-Metalldampflampen auf LED-Strahler umgestellt. Knapp 40 Tonnen Co²-Emissionen pro Jahr und ebenso 24.000 Euro Energiekosten binnen zwölf Monaten können damit eingespart werden. „Wir sparen damit rund 70 Prozent der Energiekosten ein“, erklärt EUV-Stadtbetriebschef Michael Werner. Zudem werden die Plätze durch das Projekt normgerecht ausgeleuchtet. Das bedeutet auch mehr Sicherheit für die Sportler.

Die neue LED-Technik ist deutlich umweltfreundlicher als die bisherigen Halogen-Metalldampflampen.

Die neue LED-Technik ist deutlich umweltfreundlicher als die bisherigen Halogen-Metalldampflampen. © Volker Engel

Berlin zahlt 39 Prozent

Die Mittel zur Verwirklichung des 2019 noch mit 276.000 Euro bezifferten Projektes stammen hauptsächlich aus dem Energiefonds der Stadt Castrop-Rauxel. Bei diesem handelt es sich um jenen Topf, der nach der inzwischen ausgelaufenen Verlängerung der Konzessionsverträge von der damaligen VEW jährlich mit 500.00 Euro für energetische Projekte gespeist wurde. Diese Summe galt damals als Ausgleichszahlung dafür, dass RWE-Vorgänger VEW der Grundversorger in Castrop-Rauxel sein durfte.

Zudem wurde von der Stadt ein Förderantrag an den Bund gestellt. Die Förderung für finanzschwache Kommunen beträgt 39 Prozent. Da das „Ja“ aus Berlin kam, müssen aus dem Energiefonds nur 160.900 Euro abgerufen werden.

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Es gibt allerdings kein Bundes-Geld für die Ausleuchtung des Henrichenburger Sportplatzes an der Lambertstraße. Denn Berlin fördert keinen Neubau. Und eben diesen nimmt der TuS Henrichenburg bei seinem Trainingsplatz vor. Die hier benötigten 12.300 Euro für Flutlicht müssen aus dem Energiefonds finanziert werden.

Der Bund zahlt nicht für Henrichenburg

Für den Haushalt 2020 wurden vorsichtshalber 96.000 Euro für den zweiten Teil des Flutlicht-Projektes angemeldet. Was die Ersparnis wegen des deutlich geringeren Energieverbrauchs angeht, kommt die Stadt hier auf einen Betrag von gut 24.000 Euro im Jahr. Weil in der Regel bei Sportplätzen nicht die Stadt Vertragspartner des Energieversorgers ist, sondern die Vereine Vertragspartner sind, beteiligt sich die Stadt mit einer Pauschale für das Flutlicht an der Stromrechnung.

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