Kants Kader-Planungen wurden durchkreuzt

SG Castrop

CASTROP-RAUXEL Sieben Neuzugänge hatte Ralf Kant in der Sommerpause festgezurrt. Einen Tag vor dem Ende der Wechselfrist stand der Trainer des Fußball-A-Ligisten SG Castrop dann plötzlich mit nur noch zwei neuen Spielern da.

von Von Jan Große-Geldermann

, 08.07.2009, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Namen der Abgesprungenen will der Castroper Coach nicht nennen. Nur soviel: Zwei Spieler wären aus der Bezirksliga gekommen, ein Torwart hätte sogar Landesliga-Erfahrung mitgebracht. Sie hätten die schmerzhaften Abgänge der Stammspieler Alex Knopp und Lars Nöpel sicher aufgefangen. Nun muss Kant improvisieren - und setzt auf den Nachwuchs. Die Torhüter Ralf Schümann (Arminia Ickern) und Matthias Stec (FC Frohlinde) sowie der von Elpeshof Herne zur SG gewechselte Arkadius Pilny sind die einzigen echten Neuzugänge. Mit Vageshnath Umathevi Sivaganes rückt ein Spieler aus der eigenen Jugend auf. Auch zwei Akteure der neuen A-Junioren-Mannschaft sollen frühzeitig zu Senioren erklärt werden. Für den Notfall.

  Denn der Castroper Kader ist dünn besetzt. Gerade einmal 17 Spieler zählt Kant. Von deren Qualität ist der SG-Trainer allerdings überzeugt. „Probleme kriegen wir nur, wenn sich viele Spieler verletzen sollten“, sagt Kant. Immerhin kann er mit Kai Rosenke und Daniel Laumann wieder auf zwei Stammkräfte zurückgreifen, die in der Rückrunde der vergangenen Saison ausfielen. Trotzdem gibt Kant ein vorsichtiges Saisonziel aus. Ein Platz im gesicherten Mittelfeld der Kreisliga A würde ihm schon reichen. Hauptsache nicht in Abstiegsgefahr kommen. „Mit Rang zehn wie in der vergangenen Saison könnte ich gut leben“, sagt Kant, der mit der SG Castrop eine gute Bilanz vorweisen kann. Nachdem er das Team im November 2008 von Werner Hein übernommen hatte, holte er aus 18 Spielen 24 Punkte.

Diese Statistik stimmt ihn optimistisch. Denn: „Spielerisch sind wir nicht schlechter als in der vergangenen Saison“, sagt Kant. Trotzdem will er weiter nach Verstärkungen suchen. Kant: „Ich werde die Augen und Ohren offen halten. Vielleicht tut sich ja bis zum Saisonstart doch noch was.“

Lesen Sie jetzt