VfB Habinghorst fehlt für die Kreisliga A noch die nötige Reife

hzTeamcheck

Nach dem Kreisliga-A-Aufstieg wird der VfB Habinghorst mit Vorschusslorbeeren überhäuft. Trainer Marc Olschewski bescheinigt einigen seiner Spieler allerdings noch nicht die Liga-Reife.

Habinghorst

, 27.07.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fußballer des VfB Habinghorst feierten Mitte Mai ihren souveränen Titelgewinn in der Kreisliga B. Am Ende hatten sie sieben Punkte Vorsprung auf den einzigen Verfolger Eintracht Ickern. Mit 200:27-Toren feierte das Team von Coach Marc Olschewski sonntags oftmals Schützenfeste.


Die Kreisliga-A-Mannschaft des VfB Habinghorst im Teamcheck:
Der Stand der Dinge

„Für einige meiner Spieler ist die Kreisliga A Neuland“
Marc Olschewski

Olschewski warnt vor dem Beginn der Kreisliga-A-Saison: „Die Kreisliga B hat uns mit Ausnahme von Ickern nicht gefordert. In der neuen Liga wird das eine ganz andere Nummer.“ Einiges müssten sich seine Schützlinge noch erarbeiten, meint der Spielertrainer. Denn dem Großteil seiner Mannen fehle es an der Cleverness und Erfahrung, die man im Kreisliga-Oberhaus benötige.

Marc Olschewski erklärt: „Wir haben jetzt einen Spieler mit Regionalliga-Erfahrung in unseren Reihen, einen der aus der Bezirksliga kommt und in Dennis Teuber Deutschlands besten Torschützen durch seine Treffer in der Kreisliga B. Für einige meiner Spieler ist die Kreisliga A allerdings Neuland. So hoch haben sie bislang noch nicht gespielt.“

Habinghorster wurden in den Testspielen „phasenweise vorgeführt“

Dass die Habinghorster noch zulegen müssten, hätten laut Olschewski die bisherigen Testspiele gegen höherklasse Teams gezeigt. Der Trainer sagt: „Das sind wir phasenweise vorgeführt worden.“

Die Saison-Vorbereitung ist bislang nicht optimal verlaufen. Durch Urlauber war die Trainingsbeteiligung eher durchwachsen. Marc Olschewski erklärt: „Eigentlich muss man zwei der vergangenen Wochen aus dem Plan streichen. Da haben wir nicht gut trainieren können. Das merkt man uns auch in den Spielen an.“

Weshalb ein Testspiel-Erfolg nach nunmehr vier Niederlagen in Serie Balsam für die Seele sei. Gegen die ambitionierten Teams der Spvg Schwerin (3:7/Bezirksliga), TuS Eichlinghofen (2:3/Bezirksliga), Borussia Ahsen (0:5/Kreisliga A) und TuS Körne (1:5/Bezirksliga) sahen seine Mannen kein Land.

Das Saisonziel

Einen einstelligen Tabellenplatz peilt Marc Olschewski an. Er sagt: „Wenn wir auf Rang fünf, sechs oder sieben landen werden, haben wir in der Saison bestimmt viel richtig gemacht.“ Den Kreis der Titelanwärter zieht der Coach um fünf Teams: FC Castrop-Rauxel, Marokko Herne, RWT Herne, BV Herne-Süd und SuS Merklinde.

15 Jahre in der Landesliga und Bezirksliga
  • Als Spitzenreiter vor der Spvg Schwerin hatte der VfB in der Saison 2006/07 den Sprung in die Landesliga geschafft und spielte vier Jahre dort (Platzierungen: 13./ 10./ 12./ 15.).
  • Den Abstieg in die Bezirksliga mussten die Habinghorster Ende der Saison 2010/11 hinnehmen und blieben dort zwei Spielzeiten lang.
  • Der Kreis schloss sich am Ende der Saison 2012/13. Habinghorst stieg in die Kreisliga A ab, wo 1998 die Aufstiegsgeschichte begonnen hatte.
  • Der Abstieg in die Kreisliga B folgte am Ende der Saison 2016/17.

Die Neuzugänge

Von einem Königs-Transfer spricht Marc Olschewski bei der Verpflichtung des bezirksliga-erfahrenen Defensivspielers Dustin Lukat. Überrascht ist der Coach von seinem Neuzugang Redouan Latrach (SG Castrop II). Olschewski: „Er trumpft derzeit stark auf.“ Eine gute Verstärkung erhofft sich der Trainer von Außenverteidiger Hüseyin Dündar (Eintracht Ickern). Olschewski meint: „Wenn er beruflich nicht so eingespannt wäre, könnte er auch zwei Spielklassen höher auflaufen. Wenn wir mit ihm eingespielt sind, können wir einiges erwarten.“ Vom SV Wacker Obercastrop kamen zudem Keeper Stefan Tams und Stürmer Roy Breilmann.

Und: Marc Olschewski steht ein neuer Co-Trainer zur Seite: Thimo Schindler, den er aus seiner Zeit bei der SG Castrop kennt, unterstützt ihn an der Außenlinie.

Jetzt lesen

Die Abgänge

Die Habinghorster haben nur einen Weggang zu kompensieren: Dennis Both, der zum FC Castrop-Rauxel) zurückkehrt. Olschewski: „Er ist leider gegangen. Ich hätte ihn gerne behalten.“

Lesen Sie jetzt