Nach Spielabbruch in der Fußball-Kreisliga A: „Herner Spieler muss hart bestraft werden“

hzSportkommentar

Gewaltsame Übergriffe auf Fußballplätzen haben zugenommen. Die Hemmschwelle sinkt immer weiter. Unser Reporter kommentiert einen heftigen Fall im Spiel zwischen RWT Herne und Castrop-Rauxel.

Castrop-Rauxel

, 17.10.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unser Reporter Christian Woop beobachtete am Sonntag das Kreisliga-A-Spiel zwischen dem RWT Herne und dem FC Castrop-Rauxel.

Das abrupte Ende der Partie blieb ihm besonders im Kopf. Christian Woop, der seit Jahren für diese Redaktion auf den Sportplätzen und -hallen in Castrop-Rauxel und Umgebung unterwegs ist, kommentiert das Geschehen:

Sonntagnachmittag: Fußball, ein kaltes Getränk, Sonne und mehr als 20 Grad. Es gibt nicht viel, was solch einen Tag ruinieren kann. Der Herner (Nicht)-Sportkamerad von RW Türkspor ist aber einer, der das kann. Er hatte den jungen Linienrichter beim Kreisliga-A-Spiel gegen den FC Castrop-Rauxel attackiert. Die Partie wurde abgebrochen, Polizei und Krankenwagen mussten anrücken.

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Am Wochenende

Diesmal wenige Platzverweise

13 Partien mit Castrop-Rauxeler Beteiligung haben von der Landesliga bis zur Kreisliga B am Sonntag stattgefunden. In diesen Spielen gab es insgesamt 9 Platzverweise, also im Durchschnitt 0,7 Feldverweise pro Partie. Es hat in dieser Saison schon Spieltage mit mehr als einem Platzverweis gegeben.

Wir brauchen nicht lange drumherum reden: Dieses Verhalten ist asozial. Denn der Begriff bedeutet: unfähig, in einer Gesellschaft zu leben. Dieser Herner ist auch unfähig, ein Vorbild zu sein. Viele kleine Kinder waren am Sonntag an der Horsthauser Straße, um das Spiel zu sehen – oder auch selbst gegen den Ball zu treten. Treten sie demnächst auch Ehrenamtliche?

Fast schon grotesk wirkt die Behauptung der Herner, der FC Castrop-Rauxel habe den Schiedsrichter bestochen. Glücklicherweise ließ sich die Castrop-Rauxeler Seite nicht von den Provokationen anstecken. Gut ist auch, dass einige RWT-Verantwortliche deeskalierend gewirkt und sich sozusagen gegen die eigenen Leute gestellt haben. Das erfordert Mut.

Gefordert sind jetzt die Gremien im Fußballkreis Herne/Castrop-Rauxel und im Verband. Der Herner Spieler muss für diese Aktion hart bestraft werden. Es ist Zeit, ein Zeichen zu setzen.

Auch zivilrechtlich. Die Polizisten haben sich fleißig alle Namen notiert.

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