Routinier lässt Adler jubeln

CARCAVELOS/CASTROP-RAUXEL Ein Traumstart legten die Korfballer vom KV Adler Rauxel beim Eurocup 2008 in Portugal hin. In der Halle Pavilhão Desportivo dos Lombos schlugen die Europastädter Auftaktgegner Ceské Budejovice in einer dramatischen Partie mit 13:12 (4:8).

von Von Florian Kopshoff

, 10.01.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Adler-Routinier Stefan Strunk, um dessen Einsatz bis zuletzt gezittert werden musste, bewies am Ende seine Matchwinner-Qualität und entschied das Spiel mit einem Distanzwurf für die Adler. Trainer Dieter Fernow lobte seinen „Führungsspieler“ nach der knappen Partie: „Der weiß immer was er will.“

Nachdem die Korfballer aus Castrop-Rauxel „gut in die Partie gekommen“ (Fernow) waren ließ sich das Team Mitte des ersten Durchgangs durch die aggressive Verteidigung des tschechischen Gegners „aus dem Konzept bringen.“ Die Konsequenz: Zur Pause lag Rauxel mit 4: 8 hinten. Nach dem Seitenwechsel konnten die Adler ihrerseits gelungene Akzente in der Verteidigung setzen. „Dann haben wir zum Angriff geblasen“, berichtete Fernow aus Portugal.

Taktik ging auf

Den Grundstein zur Wende legte Katharina Holtkotte, die nach Verletzungspause ihr Pflichtspiel-Comeback gab. In der 45. Minute warf sie die Adler auf 9:10 heran. Drei Minuten später konnte sie mit einem Korbleger ausgleichen. Die erste Führung für die Adler gelang Hennig Schmidt (12:11) in der 53. Spielminute. Noch einmal konnten die Korfballer von Budejovice ausgleichen ehe Strunk - mit seinem insgesamt dritten - den umjubelten Siegtreffer erzielte. Fernow nahm eine taktische Auszeit um die Defensivstrategie für die verbleibende Spielzeit zu besprechen.

Die Adler-Taktik ging auf: Die letzten drei Minuten verliefen korblos. Fernow: „Mit den Tschechen haben wir die größte Hürde hinter uns gelassen.“ Am heutigen Freitag absolvieren die Rauxeler die zwei übrigen Gruppenspiele. Im Spiel gegen die Holländer von DOS 46 Nijeveen (10 Uhr) rechnet sich Fernow keine Chancen aus. Im letzten Vorrundenspiel, um 21 Uhr, treffen die Europastädter dann auf SK Prievidza (Slowakei). „Die müssten wir schlagen können“, sagt Fernow. Trotz „ungünstigem Spielplan“ (Adler hat die erste und die letzte Partie des Tages zu absolvieren) wäre damit erreicht, was der Trainer als Ziel ausgegeben hatte: Platz zwei.   Rauxel: Elverich (2), Grabosch (57., P. Fernow), Schmidt (3), Holtkotte (2), Hermann (1), Schwarze (1), Strunk (3), Wischniewski (1).

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