Sascha Beleijew: Funktionär mit 26 Jahren

CASTROP-RAUXEL Derzeit hat Sascha Beleijew einen angenehmen Job. Der Sportliche Leiter der Spvg Schwerin konnte zuletzt die Bezirksliga-Herbstmeisterschaft der ersten Mannschaft und eine gelungene Premiere der Hallenstadtmeisterschaft in der Europahalle feiern. Auch im Juniorenbereich ist die Spvg führend.

von Von Jörg Laumann

, 10.01.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sascha Beleijew: Funktionär mit 26 Jahren

"Jung-Funktionär" Sascha Beleijew (r.) versteht sich als Teamplayer und hatte bei der Stadtmeisterschaft als Hallensprecher mit Holger Bombien (l.) und Dominik viel Spaß.

Beleijew lenkt die sportlichen Geschicke der "Blau-Gelben" seit 2001. Bereits im vergleichsweise jugendlichen Alter von 26 Jahren trat der gebürtige Schweriner, dessen Onkel Dieter den Landesligisten VfB Habinghorst trainiert, 1997 einen Vorstandsposten bei der Spvg an.

Zwei Jahre zuvor hatte Beleijew seine aktive Laufbahn als Fußballer (für Schwerin, SG Castrop und TuS Henrichenburg) beenden müssen. "Meine Knie waren so lädiert, dass ich morgens kaum aufstehen konnte", sagt er.

Dem Fußball treu geblieben

Um seine Gesundheit zu schonen und den beruflichen Werdegang als Versicherungskaufmann nicht zu gefährden, entschloss sich Beleijew dazu, dem Fußball fortan auf Funktionärsebene treu zu bleiben. 2001 folgte der nächste Schritt, als sich die Schweriner dazu entschlossen, den Posten des Sportlichen Leiters neu einzurichten. "Ziel war es, die Trennung von Senioren- und Jugendbereich aufzuheben und gemeinsame Konzepte zu erarbeiten", sagt der 36-Jährige.

Mittlerweile kann Beleijew auf einige Erfolge während seiner nunmehr siebenjährigen Amtszeit zurückblicken. Mit den A- und B-Junioren gelang der Aufstieg in die Westfalenliga, die erste Seniorenmannschaft kehrte 2002 aus der Kreisliga A in die Bezirksliga zurück. Unter der Führung von Trainer Helmut Schulz, den Beleijew als "Glücksgriff" bezeichnet, nehmen die "Blau-Gelben" Kurs auf die Landesliga.

Nicht immer eitel Sonnenschein

Der Sportliche Leiter versteht sich als Teamplayer. "Es ist sehr hilfreich, dass ich in Armin Theis und Stefan Gönnewicht zwei an meiner Seite habe, mit denen ich mir die Aufgaben teilen kann", sagt Beleijew. Doch nicht immer herrschte in der Vergangenheit eitel Sonnenschein. Während der Saison 2006/07 stellte der Sportliche Leiter sein Amt vorübergehend zur Verfügung: "Damals wollten plötzlich fünf oder sechs Leute bei allem mitreden."

Mittlerweile laufen die Aktivitäten wieder in ruhigeren Bahnen. Und auch der Spaß kommt nicht zu kurz: "Die Hallenstadtmeisterschaft, bei der ich mit Holger Bombien als Hallensprecher fungiert habe, war ein echtes Highlight", sagt Beleijew.

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