SG Castrop hofft für das Derby auf Schwerin auf die Rückkehr eines Defensiv-Stabilisateurs

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Das letzte Bezirksliga-Duell zwischen der SG Castrop und der Spvg Schwerin fand unter widrigen Bedingungen statt. Nun soll alles anders werden - die SG hofft nämlich auf einen Rückkehrer.

Schwerin

, 08.09.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Trainer haben ein Derby gerne erst so um den zehnten Spieltag herum, weil sich die spielerischen Strukturen dann erst gefestigt hätten. Für das lokale Duell in der Bezirksliga 9 zwischen der Spvg Schwerin und SG Castrop am Sonntag, 8. September (15 Uhr), gilt das nicht.

Im Gegenteil: Schwerin-Trainer Dennis Hasecke sagt: „Es ist mir völlig egal, an welchem Spieltag ein Derby terminiert ist, in solchen Spielen muss einfach jeder brennen.“ Und auch Castrops Coach Dennis Dannemann haut in dieselbe Kerbe: „Das Derby kommt für uns zum idealen Zeitpunkt. Nach den Negativ-Erlebnissen in Disteln und gegen Marl täte ein Sieg oder ein Punkt gut.“

Spvg Schwerin im Derby in der Favoritenrolle

Als Favoriten sieht Hasecke seine Spvg indes nicht: „Auf der anderen Seite steht auch Qualität auf dem Platz, die wir nicht unterschätzen dürfen.“ Trotzdem lehnt sich wohl niemand zu weit aus dem Fenster, wenn er die Blau-Gelben in der Favoritenrolle sieht.

Aber Achtung: Derbys unterliegen anderen Gesetzen. Auch wenn das wieder fünf Euro fürs Phrasenschwein sind, wurde das mehrfach unterstrichen. Nicht zuletzt am 10. März, als die SG Castrop mit noch guten Chancen auf den Meistertitel beim Abstiegskandidaten Schwerin auflief und nur 0:0 spielte.

Zum 1:1 beim VfB Hüls merkte Hasecke an: „Ich habe unser Spiel nicht so schlecht gesehen. Wenn der Schiedsrichter das reguläre 2:0 nicht abpfeifen, spielen wir das Ganze mit einem Sieg herunter.“

SG Castrop hofft für das Derby auf Schwerin auf die Rückkehr eines Defensiv-Stabilisateurs

Spielen die SG Castrop (l.) und die Spvg Schwerin am Sonntag so gegeneinander? Das waren die jeweiligen Aufstellungen in der Vorwoche. © Fussball.de / Montage: Marcel Witte

SG Castrop hofft auf die Rückkehr von Dennis Dannemann

Personelle Veränderungen gegenüber dem Hüls-Spiel wird es trotzdem wohl geben bei Schwerin. „Ich schaue mir das Freitag-Abschlusstraining an und entscheide dann, wer im Derby aufläuft. Es soll bei unserem gut aufgestellten Kader keiner glauben, ohne Vollgas im Training seinen Stammplatz sicher zu haben“, sagte Dennis Hasecke am Freitagmittag.

Castrops Trainer Dannemann erwartet „ein offenes Spiel mit Siegchancen für beide Teams“. Ob er selbst wieder spielen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. „Ich habe am Mittwoch zwar trainiert, werde am Sonntag auch ein Trikot überstreifen, ob ich aber auf dem Spielfeld oder an der Seitenlinie stehe, muss abgewartet werden“, sagte Dannemann am Freitag.

Castrops Defensiv-Stabilität täte ein Dannemann-Einsatz sicher gut. Wie auch der von Benedikt Meyer-Drabert, der nach dienstlichen Verpflichtungen beim Arbeitgeber Polizei, nun wieder mehr Zeit für Fußball hat.

Das letzte Derby zwischen BG und SG wurde von widrigsten Wetterbedingungen mit heftigen Orkanböen geprägt, die dafür sorgten, dass dieses Spiel zu 90 Prozent auf der vom Klubhaus gesehen rechten Spielhälfte stattfand, weil der Ball ständig dorthin geblasen wurde.

„Das sind total irreguläre Bedingungen für Fußball“, moserten damals die wenigen Fans unter dem schützenden Tribünendach.

Nur zwei Spieler aus dem letzten Derby sind noch dabei

Das ist am morgigen Sonntag knapp ein halbes Jahr her - und doch hat sich so gut wie alles verändert bei beiden Vereinen. Das Duo Dennis Hasecke/Marco Taschke war zwar damals schon dabei – allerdings als Verantwortliche der SG Castrop. Nun eben als Trainer der Spvg Schwerin. Castrop coachen in einem Derby erstmals Tino Westphal und Dennis Dannemann.

Noch gravierender ist der personelle Umbruch in den Kadern. Mit Blick auf die Startelf-Aufstellungen der Spvg Schwerin zuletzt beim VfB Hüls (1:1) sowie der SG Castrop beim 0:5 gegen Spitzenreiter FC Marl, fällt auf, dass von den 22 Startelf-Spielern am 10. März im Derby lediglich zwei mit Torwart Cedric Niemeyer und Kevin Wagener zur ersten Elf zählten. Da spielten beide aber noch für die SG Castrop, diesmal im Schweriner Trikot. So schnelllebig kann der Fußball sein.

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