Spielverlegungen sollen einfacher werden

Fußball

CASTROP-RAUXEL In der Anfang August beginnenden Fußballsaison sollen Spielverlegungen einfacher werden. Das bestätigte Thomas Berndsen, Abteilungsleiter Fußball im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW), im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten.

von Von Jan Große-Geldermann

, 13.07.2009, 14:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spielverlegungen sollen einfacher werden

Im März demonstrierten die Amateurfußballer im Ruhrgebiet, hier in Gelsenkirchen, gegen die neuen Anstoßzeiten.

Hintergrund der neuen Regelung ist der aktuelle Grundlagenvertrag zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL). Hierin ist festgelegt, dass sonntags um 15.30 Uhr und 17.30 Uhr jeweils ein Bundesligaspiel stattfindet und im Pay-TV ausgestrahlt wird.

Antrag beim Staffelleiter

Künftig können die Amateurvereine in Westfalen ein Spiel nach vorne oder hinten verlegen, wenn am gleichen Nachmittag ein unmittelbar angrenzender Bundesligist spielt. Dazu muss der gastgebende Verein 14 Tage vor dem Spieltermin einen Antrag beim Staffelleiter stellen. Die Einwilligung des Gastvereins ist anders als bei bisherigen Verlegungen nicht nötig. Eine entsprechende Änderung soll laut Berndsen in Kürze in die Durchführungsbestimmungen des FLVW aufgenommen werden.

Proteste ohne WirkungAnfang des Jahres hatten die Amateurvereine im Ruhrgebiet gegen die neuen Anstoßzeiten der Fußball-Bundesligen demonstriert. Sie befürchten Einnahmeverluste durch zurückgehende Zuschauerzahlen. Den Grundlagenvertrag zwischen dem DFB und der DFL, der höhere Fernseheinnahmen garantiert, konnten die Proteste allerdings nicht verhindern.

Die Terminierung der ersten fünf Spieltage in den Fußball-Bundesligen dürfte bei den heimischen Vereinen unterdessen für ein leichtes Aufatmen gesorgt haben: Nur zweimal spielt ein direkt angrenzender Bundesligist am neu eingeführten 15.30 Uhr-Termin am Sonntag: der VfL Bochum - am 1. Spieltag (9. August) gegen Borussia Mönchengladbach und am 3. Spieltag (23. August) gegen Hertha BSC.

BVB und S04 zunächst keine Konkurrenz Die größten Zuschauermagneten im Ruhrgebiet, Borussia Dortmund und Schalke 04, spielen in den ersten fünf Wochen nicht sonntags um 15.30 Uhr. Der BVB tritt ausschließlich samstags an. Schalke spielt zwar zweimal am Sonntag, allerdings erst um 17:30: am 2. Spieltag (16. August) gegen den VfL Bochum und am 5. Spieltag (13. September) in Köln. Aber auch in dem Fall fehlen den heimischen Vereinen zumindest die Stadiongänger.

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