Stephan Pade wurde von einem ehemaligen Nationalspieler für den Handball entdeckt

hzWas macht eigentlich...?

Er spielte nicht von klein auf Handball, bis ihn ein ehemaliger Nationalspieler im Sportunterricht entdeckte. Im Castrop-Rauxeler Handball setzte Stephan Pade fast 20 Jahre lang Akzente.

Castrop-Rauxel

, 29.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Castrop-Rauxeler Handball-Geschäft ist Stephan Pade definitiv kein unbeschriebenes Blatt. Über zwei Jahrzehnte prägte er zunächst die HSG Rauxel-Schwerin und danach den TuS Ickern. Mit beiden Mannschaften hatte er durchaus erfolgreiche Zeiten. Heute ist er zwar nicht mehr im Castrop-Rauxeler Handball im Einsatz, dem Sport ist er aber trotzdem treu geblieben. Zurzeit trainiert er die SG ETSV Ruhrtal Witten.

Den Weg zum Handballsport fand der Castrop-Rauxeler allerdings auf Umwegen, denn der Handball war nicht direkt seine erste Wahl. „Ich komme eigentlich aus der Leichtathletik, aber mein damaliger Sportlehrer in Dortmund, Heiner Möller, hat mein Talent für den Handball entdeckt“, erinnert sich Stephan Pade zurück.

Erwähnenswert ist, dass besagter Heiner Möller nicht irgendwer ist. Möller prägte nämlich in den 1970er-Jahren den deutschen Handball und war sogar Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Ein echter Fachmann wurde also auf die Fähigkeiten von Pade aufmerksam. Sein alter Sportlehrer sollte Recht behalten. In der Saison 90/91 lief Stephan Pade im Trikot des VfL Eintracht Hagen sogar in der 2. Handball-Bundesliga auf.

Stephan Pade stieg mit dem TuS und der HSG in die Landesliga auf

Die größten Erfolge als Trainer feierte er mit dem TuS Ickern und der HSG Rauxel-Schwerin. Pade stieg mit der HSG in der Saison 1999/2000 erstmalig in die Landesliga auf. Acht Jahre später gelang ihm das gleiche Kunststück mit der Mannschaft des TuS Ickern. Genau 20 Jahre nach dem Triumph geht die HSG Rauxel-Schwerin das zweite Mal in seiner Vereinshistorie in der Landesliga an den Start.

Der aktuelle Trainer ist ein alter Bekannter Pades, denn Sebastian Clausen spielte unter ihm bereits als 18-Jähriger seine erste Senioren-Saison und war prompt Teil der Aufstiegsmannschaft im Jahr 2000.

Stephan Pade wurde von einem ehemaligen Nationalspieler für den Handball entdeckt

Als Trainer der HSG Rauxel-Schwerin von 1998 bis 2007 pflegte Stephan Pade eine deutliche Ansprache an seine Spieler. © Martin Goldhahn

Dementsprechend weiß Pade, wie der Trainer der HSG tickt und was er für Eigenschaften mitbringt: „Er ist ein unaufgeregter Typ, der ruhig und sachlich ist. Er kann aber auch mal dazwischen hauen, wenn es nötig ist“, beschreibt der Handball-Trainer seinen ehemaligen Schützling.

Auf der anderen Seite könne Clausen als Trainer auch von seinen Erfahrungen als Spieler damals profitieren: „Schon damals war er sehr talentiert. Er hat unter anderem auf der Position Rückraum Mitte gespielt, was eine sehr verantwortungsvolle Position ist. Generell war er aber auch ein guter Abwehrspieler. In seiner Spielerkarriere hat er auf den verschiedensten Positionen gespielt, deswegen kann er auch in allen Bereichen mitreden“, erinnert sich Stephan Pade.

Stephan Pade trifft regelmäßig auf seine Ex-Klubs

Obwohl er nun die Mannschaft des SG ETSV Ruhrtal Witten trainiert, hat der Castrop-Rauxeler immer noch Berührungspunkte mit seinen alten Teams. „In der Vorbereitung spielen wir regelmäßig gegen die HSG Rauxel-Schwerin. In der aktuellen Vorbereitung sowohl gegen die Erste als auch gegen die Zweite. Gegen den TuS Ickern haben wir auch schon gespielt“, berichtet der Handball-Coach.

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Neben seinem Amt oder gerade wegen seines Amtes als Trainer hat Stephan Pade immer viel zu tun. „So viel Freizeit habe ich ehrlich gesagt gar nicht, wenn man Haus und Garten hat. Auch das Traineramt nimmt viel Zeit ein. Ich arbeite dazu noch in Duisburg und habe dann zweimal die Woche Training in Witten. Das ist zeitlich schon relativ schwierig“, beschreibt der 56-Jährige seinen Wochenalltag.

Dazu kämen laut ihm noch Gegner-Beobachtungen und eigene Spiele am Wochenende, somit ist die Woche schnell verplant. Wenn er aber doch mal zeitliche Kapazitäten hat, weiß er diese definitiv zu nutzen: „Wenn ich dann aber mal Zeit habe, fahre ich auch ganz gerne mal in den Urlaub“, sagt Stephan Pade.

Stephan Pade wurde von einem ehemaligen Nationalspieler für den Handball entdeckt

Mit seinem neuen Team aus Witten gastiert Stephan Pade (l.) stets zu Testspielen bei seinen Ex-Clubs, wie hier bei der HSG Rauxel-Schwerin mit Trainer Sebastian Clausen. © Volker Engel

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