Team von Annika Hilkmann steht besser da als der Bundesliga-Spitzenreiter

Sportkegeln

Sportkeglerin Annika Hilkmann aus Pöppinghausen sorgt in der 1. Bundesliga für Furore - obwohl sie nicht in der Startformation steht.

von Mirko Kuhn

Pöppinghausen

, 27.10.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Annika Hilkmann aus Pöppinghausen kegelt in der 1. Bundesliga.

Annika Hilkmann aus Pöppinghausen kegelt in der 1. Bundesliga. © ATH

Mit Annika Hilkmann in der ungewohnten Rolle als Einwechselspielerin und durch einen 3:0-Sieg beim SKC Langenfeld/Paffrath setzten die Damen des RSV Samo Remscheid in der 1. Kegel-Bundesliga ein großes Ausrufezeichen.

Zu Spielbeginn auf der Bank

Das Team der Junioren-Weltmeisterin aus Pöppinghausen weist nach fünf Spieltagen als Tabellendritter somit sogar eine bessere Punkte-Bilanz als Tabellenführer und Serienmeister KF Oberthal auf. Beim corona-bedingt verlegten Nachholspiel in der Manni-Jung-Sportkegelhalle in Langenfeld startete Hilkmann wegen eines Trainingsrückstands von der Ersatzbank aus.

Aus dieser undankbaren Rolle ohne Probewürfe ersetzte die Europastädterin nach 60 Würfen die am Fuß angeschlagene Carmen Ziemke, erzielte noch 405 Zähler und schraubte die Leistung des Duos auf 807 Holz. Ein gutes Ergebnis, aber kein Vergleich mit den drei Remscheider Teamleistungen über 900 Holz, die den 5164:4841 (48:30)-Auswärtssieg beim Tabellenletzten letztlich sicher stellten. Somit gehen die Damen mit breiter Brust ins Derby gegen die KSF 62 Wuppertal.

Die letzten Tage vor dem fünften Spieltag waren vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Entwicklung indes geprägt von bundesweiten Diskussionen um die Fortführung des Spielbetriebs in den Kegelhallen. Während der Keglerverband Niedersachsen nach einer Umfrage die Saison 2020/21 am Sonntag, 25. Oktober, für vorzeitig beendet erklärte, sah der für die Bundesligen verantwortliche Deutsche Schere-Keglerbund vor dem Wochenend-Spieltag eine Unterbrechung oder gar Absage des Ligabetriebs für „derzeit nicht angebracht“.

Unbeeindruckt dessen nahmen zum Beispiel in der 1. Herren-Bundesliga die SK Münstermaifeld eine kampflose Niederlage in Kauf und traten die Reise zum Auswärtsspiel bei den SK Heiligenhaus nicht an.

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