Toiletten-Verbot und ein Interview-Problem: Die Anekdoten vom Fußball-Wochenende

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Das Fußball-Wochenende in Castrop-Rauxel hatte trotz mancher Spielabsage einiges zu bieten. Auch abseits der Plätze zeigten sich Kuriositäten, wie ein Toiletten-Verbot und arge Interview-Probleme.

Castrop-Rauxel

, 12.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Chris Matuszak, vor der Saison 2020/21 vom Fußball-Landesligisten FC Frohlinde zum SV Hohenlimburg in die Westfalenliga gewechselt, hätte am Sonntag, 11. Oktober, dem 6. Spieltag mit seinen ehemaligen Mitstreitern wohl um die Wette heulen können.

Während sich die Mannen an der Brandheide mit 0:6 vom SV Horst-Emscher abfiedeln ließen, erlitt der „Mattu“ in seiner neuen Umgebung gegen den FC Neheim noch eine größere Schmach. Der Titelfavorit aus der Nähe des Möhnesees, ließ jedenfalls Matuszak und seinen neuen Kollegen aus Hagen mit einem 8:0 keine Chance.

Patrick Stich,
Fußball-Trainer der Bezirksliga-Aufsteigers FC Castrop-Rauxel, dachte nach dem Testspiel am zweiten Oktober-Sonntag gegen den SC Obersprockhövel II (7:2), kurz über ein Toiletten-Verbot für seine Spieler während der 90 Minuten und Halbzeitpause nach. Denn für ihn ereignete sich Bemerkenswertes.

Er berichtete: „Alan Alic signalisierte mir, dass er dringend müsse. Da wir bereits viermal gewechselt hatten, funktionierte das nicht. Und plötzlich schoss Alan ein Tor. Vielleicht unterstützt durch den zunehmenden Druck.“ Die FC-Kicker können beruhigt sein. Stich verwarf seine Idee wieder.

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David Queder (r), der Kapitän des SV Wacker Obercastrop II. © Jens Lukas

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Martin Janicki, der Vorsitzende des SV Wacker Obercastzrop, mit Maske.

Martin Janicki, der Vorsitzende des SV Wacker Obercastzrop, mit Maske. © Jens Lukas

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Diese Partie wurde um 12.45 Uhr angepfiffen - 15 Minuten früher als die Regelanstoßzeit. Und Wacker I lief in der Westfalenliga bei der Spvg Hagen 11 (2:0) um 15.30 Uhr auf - 30 Minuten später als die gewohnten 15 Uhr. Janicki verabschiedete sich mit den Worten aus der Erin-Kampfbahn: „Ich habe jetzt sogar deutlich mehr Zeit für die Fahrt als es das Navi anzeigt.“

Wacker-II-Trainer Christian Heyn freute sich nach Abpfiff über den Endstand von 2:2 gegen den RSV Holthausen - und vergaß gewiss kurz die starken Knieschmerzen.

Wacker-II-Trainer Christian Heyn freute sich nach Abpfiff über den Endstand von 2:2 gegen den RSV Holthausen - und vergaß gewiss kurz die starken Knieschmerzen. © Jens Lukas

Christian Heyn, Trainer des SV Wacker Obercastrop II (Kreisliga B), sah sich im Spiel gegen den RSV Holthausen (2:2) Anfeindungen der Gästespieler und -Fans ausgesetzt. Denn die Herner meinten, dass er Zeit schinden wolle.

Der Vorwurf kam immer dann auf, wenn ein Wackeraner verletzt am Boden lag - und Heyn humpelnd zur Behandlung schritt. Im Gespräch mit Kickern von Holthausen II stellte sich heraus, dass Christian Heyn selbst unter einer schweren Knieverletzung leidet und keineswegs mit Absicht lahmt.

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