Trainer Klahs erinnert sich gerne an Schweriner Abstieg von 2010

hzSport-Geschichte

Zwei Jahre nach dem Aufstieg musste die Spvg Schwerin 2010 die Landesliga schon wieder verlassen. Ein schneller Trainertausch kurz vor Saisonende brachte nicht mehr den erhofften Erfolg.

Schwerin

, 21.04.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie die Zeit vergeht. Im Frühsommer 2010, also vor genau zehn Jahren, endete der letzte Besuch der Fußballer der Spvg Schwerin in der Landesliga. In der Schlussphase versuchte der blau-gelbe Vorstand, einen Rettungsanker auszuwerfen.

Die Verantwortlichen um den damaligen Vorsitzenden Horst-Dieter Reuter hofften vergeblich den Abstiegs-Hebel umzulegen. Als Tabellen-Vorletzter mit nur 21 Punkten stieg die Spvg letztlich ab, während der Lokalrivale VfB Habinghorst knapp den Klassenverbleib schaffte.

Der erst für die neue Saison geplante Recklinghäuser Trainer Jürgen Klahs war noch kurzfristig auf Schwerin eingesprungen. Er löste damit den Dortmunder Hans-Jürgen Lewark ab, konnte aber die Notbremse nicht mehr ziehen. Nach dem Aufstieg 2008 unter Coach Helmut Schulz und dem fünften Rang im ersten Landesliga-Jahr ging es für die Spvg wieder retour in die Bezirksliga.

Sehr engagiert war Jürgen Klahs in seinen drei Jahren an der Außenlinie bei der Spvg Schwerin.

Sehr engagiert war Jürgen Klahs in seinen drei Jahren an der Außenlinie bei der Spvg Schwerin. © Jens Lukas

Restprogramm gegen Spitzenteams

Jürgen Klahs, der mit seinem langjährigen Freund und Co-Trainer Thorsten Schreiber am Grafweg an der Linie stand, erinnerte sich jetzt: „Die Zeit war einfach zu kurz. Wir hatten das Pech, in den letzten Spielen gegen alle Mannschaften aus der Spitzengruppe antreten zu müssen.“

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Der Abstieg der Schweriner sorgte nicht für ein erwartetes Beben auf dem Berg. Die Trainer blieben. Das 0:1 gegen den späteren Meister TuS Hordel hatte am vorletzten Spieltag den Abstieg „besiegelt“, wie der Reporter dieser Zeitung damals schrieb. Die Enttäuschung war riesengroß. Was das Foto zum Text dokumentiert. Das zeigt Chris Kasprzak (heute Kreisliga-A-Spitzenreiter FC Castrop-Rauxel), der vor Frust in sein Trikot beißt. Bemerkenswert: Trainer Klahs hatte damals gerade im Duell mit Hordel die Einstellung seines Teams recht gut gefallen.

Ratlos waren die Schweriner Landesliga-Fußballer ob des Verlaufes der Saison vor 10 Jahren.

Ratlos waren die Schweriner Landesliga-Fußballer ob des Verlaufes der Saison vor 10 Jahren. © Volker Engel

Trotz des Abstiegs hat Klahs (bis März 2013 Schweriner Trainer) gute Erinnerungen an seine Zeit am Grafweg. Er sagt: „Ich habe viele nette Leute kennengelernt, angefangen vom Super-Präsidenten Reuter sowie Spieler und andere Leute. Ich komme immer wieder gerne nach Castrop-Rauxel zurück.“ Zuletzt war Jürgen Klahs, dessen Sohn Dorian beim Bezirksligisten SF Stuckenbusch der Kapitän ist, Zuschauer in der Erin-Kampfbahn beim SV Wacker Obercastrop. Klahs berichtet: „Dort habe ich viele Spieler wie Bastian Fritsch, Stefan Queder oder Sascha Schröder gesehen und begrüßt, die bei mir auf Schwerin gespielt haben.“

Spontanes Wiedersehen

Der Kontakt zu den Schwerinern ist vor zehn Jahren über den damaligen Sportlichen Leiter Jörg Randermann zustande gekommen. Der hätte auch seinen Freund Thorsten Schreiber, der auch die A-Junioren betreute, zum Grafweg geholt. Dort gab es kürzlich ein kurioses Wiedersehen mit Peter Wach, dem Geschäftsführer der Spvg.

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Wach erzählte: „Ich war gerade im Vereinsheim mit einem möglichen Neuzugang im Gespräch, da kam unser altes Trainer-Duo durch die Tür.“ Klahs bestätigte lachend: „Ich hatte Thorsten angerufen und gefragt, ob wir nicht dort spontan ein Bier trinken wollen.“ Jürgen Klahs plauderte aus dem Nähkästchen und verriet den Namen des Spielers, der sich für Schwerin interessierte. Es handelte sich um Denis Toskaj von der SG Castrop, der sich aber letztlich für Westfalia Langenbochum entschied. „Obwohl ihm Klahs vom Nachbartisch Schwerin wärmstens empfohlen hat“, sagte Peter Wach.

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