Traurige Obercastroper treten beim SV Brackel an

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Obercastrop läuft am Sonntag, 22. September, zum ersten Spiel nach dem Tod des designierten Vorsitzenden Jürgen Hahn auf. Der FC Frohlinde erwartet den FC Hilbeck an der Brandheide.

Castrop-Rauxel, Frohlinde, Obercastrop

, 20.09.2019, 19:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem erfolgreichen sechsten Spieltag des FC Frohlinde (7.) und SV Wacker Obercastrop (3.) in der Fußball-Landesliga, soll der siebte Durchgang am Sonntag, 22. September, nicht nur wegen der vorhergesagten schönen Wetterlage in der Erinnerung bleiben. Allerdings gibt es eine traurige Nachricht aus Obercastrop.

SV Brackel - Obercastrop (So, 15, Oesterstraße 66/DO)

Nach vier Auswärtsspielen steht für die Kicker des SV Wacker Obercastrop nun beim SV Brackel der fünfte Auftritt in Folge in der Fremde an. Doch Fußball wird am Freitagabend-Training bei der Vorbereitung auf das Brackel-Spiel sicherlich nur eine Nebenrolle gespielt haben. Der plötzliche Tod von Geschäftsführer Jürgen Hahn wird allen vor Augen halten, dass Fußball eben nur Nebensache ist.

Der Wacker-Vorsitzende Martin Janicki war sichtlich geschockt, als er am frühen Freitagmorgen über die Redaktion die traurige Nachricht erhielt: „Das darf doch nicht wahr sein, mir fehlen die Worte.“

Als Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu sein Statement für Sonntag abgab, war der Tod von Jürgen Hahn noch nicht bekannt. Es ist also jetzt nicht so leicht, sich auf den Fußball zu konzentrieren. In Sven Ricke (bester Wacker-Torschütze mit vier Treffern), Elvis Shala und Kevin Pflanz meldete Coach Uzunoglu drei angeschlagene Spieler. Robin Franke muss wieder arbeiten, Yogan Cordero Astacio und Bastian Fritsch fallen mit ihren Verletzungen definitiv aus. Der Wacker-Trainer warnte vor Brackel: „Die Tabelle ist nicht aussagekräftig, Brackel hat sehr gefährliche Angreifer und will bestimmt die Trendwende schaffen.“

FC Frohlinde - SV Hilbeck (So, 15, Brandheide)

Der 3:1-Erfolg der Frohlinder Kicker bei SuS Kaiserau kam nach zuvor zwei Heimspiel-Niederlagen zur richtigen Zeit. Jetzt heißt es natürlich, an der heimischen Brandheide nachzulegen und vor allem die unglückliche 2:3-Niederlage gegen den SV Horst-Emscher aus dem Gedächtnis zu streichen. Trainer Michael Wurst war am Freitag guter Dinge: „Wir haben gut trainiert, haben jetzt personell noch mehr Optionen und wir wissen ja, dass Hilbeck über eine ganz starke Mannschaft verfügt.“

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Überhaupt: Unterschätzen darf man in dieser Saison niemanden in der Liga. Spielertrainer Stefan Hoffmann, der nach seiner langen Verletzungspause („Mir fehlt noch die Schnelligkeit“) am Sonntag wohl erst wieder draußen bleiben wird, sagte: „In dieser Saison kann jeder jeden schlagen.“ Er selbst könne weiter an seiner Fitness arbeiten, weil wieder genügend Personal zur Verfügung steht. Zwar hätten Marc Kruska und Andreas Kluy leichte muskuläre Probleme. Aber die sollten bis Sonntag behoben sein, merkte Coach Wurst an. Safa Obi und Dustin Wurst sind von ihren Urlaubsreisen zurück und haben schon die ersten Trainingseinheit absolviert. Und es wäre wieder die „Qual der Wahl“, die das Trainer-Duo bei der Start-Elf hat. Ob die Coaches denn überhaupt die siegreiche Formation der Vorwoche ändern werden, wird sich erst am Sonntag zeigen.

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