Coronavirus: Der Golfclub in Frohlinde ist ab sofort auch komplett geschlossen

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Der Golfclub Castrop-Rauxel ist jetzt doch geschlossen. Nach aktuellen Auflagen des Landes NRW ist die Anlage in Frohlinde ab Mittwoch, 18. März, für den Golfbetrieb komplett gesperrt.

von Dieter Düwel

Frohlinde

, 17.03.2020, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Update am 18. März um 12.10 Uhr:

Der geschäftsführenden Vorstand des Castrop-Rauxeler Golfclubs, Wolfgang Dressler, hat sich am Mittwoch gemeldet. Die Lage stellt sich nun wie folgt dar: Der Erlass der NRW-Landesregierung bezüglich des Betriebs von Sportanlagen ist heute verschärft worden, jegliche Aktivitäten auf privaten und öffentlichen Anlagen sind untersagt.

Aus diesem Grund hat der Vorstand in Umsetzung der aktuellen rechtlichen Vorgaben des Ministeriums folgende Regelung beschlossen: ab sofort (18. März) sind der Golfplatz, die Driving Range, das Putting Green und die Pitching Area bis auf Weiteres vollständig geschlossen. Die Golfschule und der Pro-Shop werden ihren Betrieb ebenfalls vollständig einstellen. Das Sekretariat bleibt in der Zeit von 10-15 Uhr geöffnet.

Ursprüngliche Nachricht:

Golf wird im Freien gespielt - Bewegung an der frischen Luft gilt als gesundheitsfördernd“: So lautet die Devise auf der Internetseite des Deutschen Golfverbandes (DGV). Dementsprechend rät der DGV nicht davon ab, weiterhin Golf zu spielen. An diese Empfehlung hält sich auch der Golfclub Castrop-Rauxel.

Flaggen dürfen nicht berührt werden

Wolfgang Dressler, Geschäftsführender Vorstand, erklärt auf Nachfrage unserer Redaktion: „Menschenansammlungen können beim Golfen leicht vermieden werden. Daher ist das Infektionsrisiko sehr gering. Wir haben beschlossen, den Spielbetrieb für unsere Mitglieder aufrechtzuerhalten, und dabei selbstverständlich alle behördlichen Auflagen einzuhalten.“

Wolfgang Dressler, Geschäftsführender Vorstand des GC Castrop-Rauxel.

Wolfgang Dressler, Geschäftsführender Vorstand des GC Castrop-Rauxel. © Patrick Radtke

Auf der Internetseite des GC Castrop-Rauxel finden die Golfer Anweisungen, wie sie sich in der aktuellen Krisenzeit zu verhalten haben. Neben der Einhaltung des Sicherheitsabstands bei Spielgruppen (sog. Flights) von mehreren Personen wird auch das Herausnehmen von Flaggenstöcken verboten. „Dieses ist besonders wichtig, da die Stöcke bei mehrfacher Berührung die gleiche Infektionsgefahr wie zum Beispiel Türklinken in sich bergen“, betont Wolfgang Dressler und weist darauf hin, dass das Duschen im Clubhaus untersagt ist.

Saisoneröffnung ist abgesagt

Zusammenkünfte von Mitgliedern finden bis auf weiteres nicht statt. Alle geplanten Veranstaltungen wie auch die traditionelle Saisoneröffnung, das Angolfen Anfang April, sind abgesagt worden. Dagegen bleibt die Clubgastronomie unter Beachtung der behördlichen Auflagen zwischen 12 und 15 Uhr geöffnet.

Auf der Anlage herrscht aber deutlich weniger Betrieb. „Das Clubleben ist praktisch stillgelegt. Wir sehen nur noch wenige Mitglieder auf der Anlage“, berichtet Tim Schneider aus dem Clubsekretariat.

Die Golfschule von Golf Pro Andrew Shephard hält ihren Betrieb noch aufrecht, so zumindest der Stand von Dienstagnachmittag. Wie lange das Training noch stattfinden kann, steht in den Sternen. „Das kann stündlich enden“, befürchtet der Golflehrer.

130 Hektar können nicht kontrolliert werden

Wie sieht der Vorstand des Clubs die weitere Entwicklung? „Sollten weitere Maßnahmen der Bundes- oder Landesregierung getroffen werden, wie z.B. eine Ausgangssperre, werden wir natürlich auch unsere Anlage sperren“, so Wolfgang Dressler. Eine Flagge mit dem entsprechenden Symbol am Eingang werde das deutlich signalisieren.

„Zudem werden die Flaggenstöcke aus den Löchern genommen“, sagt Dressler. Tim Schneider fügt hinzu: „Ein Areal von 130 Hektar kann man natürlich nicht komplett abriegeln oder kontrollieren. Es ist ja eine Art Parkanlage, wo auch Leute mit ihren Hunden spazieren gehen.“

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