Jugendspieler erinnert sich: So war Marc Kruska früher als Trainer

hzVfR Rauxel

Der Ex-Profi Marc Kruska sammelte beim VfR Rauxel schon früh Trainer-Erfahrungen. Ein ehemaliger Spieler erinnert sich vor allem an einen Vorfall mit einem Strafzettel beim Training.

von Niklas Koch

Rauxel

, 20.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Rund um den Sportplatz an der Vördestraße in Rauxel kennt vermutlich jeder den 32-jährigen Ex-Profi Marc Kruska. Künftig läuft er für den Landesligisten FC Frohlinde auf und trainiert zudem die U19-Junioren des Bundesligisten VfL Bochum als Co-Trainer. Doch bereits früh in seiner Profikarriere sammelte Kruska Trainer-Erfahrungen beim VfR Rauxel. Sein ehemaliger Spieler Niklas Koch, der Sportjournalismus an der Sporthochschule in Köln studiert, erinnert sich:

Es war meistens gegen 16 Uhr, als ich den Fußballplatz des VfR Rauxel betrat. Die verschlafene Sportanlage, die mitten in der alten Rüttgers-Siedlung liegt, hob sich nicht nur durch seine kuriose Zusammensetzung aus Asche und Naturrasen hervor.

Denn unsere E-Jugend im Jahr 2008 hatte ein ganz besonderes Trainerteam. Nicht nur, dass wir für eine Mannschaft in unserem Alter mit drei Trainern schon professionell aufgestellt waren. Sondern auch, dass einer von ihnen kein geringerer als der damals 21-jährige BVB-Profi Marc Kruska war. Für uns Jungs im Alter von zehn Jahren war das natürlich ein Highlight.

Der bödenständige Profi von Borussia Dortmund

Also begannen wir eine von vielen Trainingseinheiten, die uns Marc begleitete. Wie Kinder nun mal sind, wollten alle herausstechen und den Fußballprofi beeindrucken. Dieser ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und gab uns, wie die anderen Trainer auch, nüchterne, konkrete Tipps um uns weiterzuentwickeln.

Generell kam mir der heute 32-Jährige damals schon sehr bodenständig vor. Das konnten meine Eltern, die damals wahrscheinlich ein besseres Einschätzungsvermögen hatten, auch bestätigen. Er trieb sich, sofern die Zeit es zuließ, oft am Platz des VfR Rauxel herum und suchte gelegentlich das Gespräch mit Ehrenamtlichen oder Eltern. Und selbst bei Turnieren versuchte er es einzurichten, ebenfalls anwesend zu sein.

Jugendspieler erinnert sich: So war Marc Kruska früher als Trainer

Niklas Koch spielte unter dem früheren Profifußballer Marc Kruska beim VfR Rauxel. © Marcel Witte

Gleichzeitig merkte man in jedem Moment seine jugendliche Verspieltheit und seine Leidenschaft für den Fußball. Eine Erinnerung ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Eines Tages kam er mit einem Strafzettel zum Training. Anstatt sich über die lästige Strafe zu ärgern, knüllte er das Knöllchen zu einem Ball zusammen und jonglierte diesen gleich 30 Mal. Natürlich waren wir Kinder in der Mannschaft hellauf begeistert und fragten uns, wie viel Feingefühl man überhaupt im Fuß haben könne.

Wir waren immer sehr motiviert uns zu verbessern, wenn Marc Kruska uns im Trainingsspielchen zeigte, was so mit dem Ball möglich ist. Darüber hinaus konnte uns Marc durch seine Verbindung zum BVB kleine, für uns aber ganz große Träume erfüllen. Wir als kleiner VfR Rauxel durften zum Beispiel gegen eine Jugendmannschaft des BVB spielen. Zwar verloren wir das Spiel deutlich, doch von diesem Ereignis war noch Wochen danach in der Kabine die Rede.

Den Grundstein für die spätere Trainer-Karriere gelegt

Auch rein sportlich gesehen machten wir mit unserem dreiköpfigen Trainerteam eine gute Figur. In der Bestengruppe des Kreis Herne wurden wir Dritter. Diese Platzierung hatte noch nie eine Rauxeler E-Jugend erreicht. Somit hat Marc Kruska damals schon einen Grundstein für seine neuen sportlichen Aufgaben als Co-Trainer bei der A-Jugend des VfL Bochum und als Spieler beim FC Frohlinde gelegt.

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