Vor der Abreise der Korfballer: "Erste Partie ist ein Schlüsselspiel"

CASTROP-RAUXEL Ab Donnerstag treten die Korfballer des KV Adler Rauxel beim Eurocup 2008 in Lissabon an. Unmittelbar vor der Abreise der heimischen Delegation sprach RN-Mitarbeiter Jörg Laumann mit Trainer Dieter Fernow über seine Ziele beim Landesmeister-Pokal.

von Von Jörg Laumann

, 08.01.2008, 16:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was erwarten Sie in sportlicher Hinsicht von dem Turnier?Fernow: Gleich unsere erste Gruppenpartie, in der wir am Donnerstag auf den tschechischen Vertreter KCC Ceske Budejovice treffen, ist ein Schlüsselspiel. Nur wenn wir dort gewinnen, können wir das Spiel um Platz drei erreichen, was uns ja auch bei unserem letzten Eurocup-Auftritt 2006 gelungen ist. Sollten wir gegen Budejovice verlieren, gälte unsere ganze Konzentration dem Erreichen des Spiels um Platz fünf.

Was erwarten Sie in sportlicher Hinsicht von dem Turnier?Fernow: Gleich unsere erste Gruppenpartie, in der wir am Donnerstag auf den tschechischen Vertreter KCC Ceske Budejovice treffen, ist ein Schlüsselspiel. Nur wenn wir dort gewinnen, können wir das Spiel um Platz drei erreichen, was uns ja auch bei unserem letzten Eurocup-Auftritt 2006 gelungen ist. Sollten wir gegen Budejovice verlieren, gälte unsere ganze Konzentration dem Erreichen des Spiels um Platz fünf.

Wie gut kennen Sie die gegnerischen Mannschaften?Fernow: SKK Prievidza aus der Slowakei war vor zwei Jahren Gastgeber des Eurocups und dort auch unser Gegner. Budejovice gehört seit einigen Jahren zur Spitzengruppe des tschechischen Korfballs. Im Gegensatz zu unserer Regionalliga ist die höchste Spielklasse dort deutlich homogener.

DOS '46 aus den Niederlanden hat sich in der dortigen Liga gegen den Abonnementmeister aus Papendrecht durchgesetzt. Das sagt schon einiges über die Spielstärke des Teams aus.

Wie waren Sie mit den letzten Testpartien vor dem Turnier zufrieden?Fernow: Wir haben beim Turnier im niederländischen Nuenen Platz zwei belegt und am vergangenen Wochenende ein Testspiel gegen Nuenen KV mit 11:13 verloren. Ich habe in dieser Partie oft gewechselt, um dem gesamten Kader Spielpraxis zu geben. Insofern muss ist das Ergebnis relativ. Tatsache ist, dass wir das mittlere Drittel mit 0:4 verloren haben. Ein solcher Durchhänger darf uns in Lissabon nicht passieren.

Die Stammspieler Anke Sternemann und Martin Schwarze fehlten im letzten Test. Werden sie beim Eurocup mit dabei sein?Fernow: Ja, beide gehören in Lissabon mit zum Kader, der unsere derzeitige Bestbesetzung darstellt. Wir reisen mit jeweils sieben Spielerinnen und Spielern nach Portugal. Man konnte einen bis zu 16-köpfigen Kader nominieren, ich bin jedoch der Meinung, dass 14 Akteure ausreichen. Auch im Spiel gegen DOS '46, wo wir wohl keine Siegchance haben, wollen wir uns mit Sicherheit nicht abschlachten lassen.

Planen Sie am Mittwoch noch eine Trainingseinheit in Portugal?Fernow: Wir kommen gegen 15 Uhr in Lissabon an und haben somit noch ausreichend Zeit. Jede teilnehmende Mannschaft bekommt für eine halbe Stunde Gelegenheit, sich mit den Gegebenheiten in der Halle vertraut zu machen. Ich gehe davon aus, dass wir diese Möglichkeit am Mittwochabend erhalten werden.

Welchen finanziellen Aufwand müssen Sie für die Reise zum Eurocup betreiben?Fernow: Unsere Delegation umfasst insgesamt 20 Teilnehmer, pro Kopf werden rund 500 Euro für Reise- und Hotelkosten fällig. Der internationale Korfballverband IKF und auch der DTB sehen für solche Turniere keine finanzielle Unterstützung der Teilnehmer vor. Die Kosten werden also von den Reisenden selbst und vom Verein Adler Rauxel getragen.

ZUR PERSON: Der 49-jährige Diplom-Physiker Dieter Fernow ist seit 1991, mit einer Unterbrechung von zwei Jahren, Trainer des KV Adler Rauxel. Mit den Rauxeler Korfballern hat er fünf Mal den Meistertitel in der Verbandsliga gewonnen und steht derzeit auf Platz eins der neu gegründeten Regionalliga Nord-West. Beim Eurocup belegte Fernow mit den Adleranern 2000 den dritten Platz im niederländischen Papendrecht und 2006 Platz vier im slowakischen Prievidza.

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