Wacker: Fernsehreife Vorstellung

OBERCASTROP Mit einem 8:0 (3:0) Sieg gegen den TuS Eichlinghofen hat sich der SV Wacker Obercastrop den aufgestauten Frust der letzten Wochen von der Seele gespült.

von Von Jürgen Weiß

, 19.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Wacker: Fernsehreife Vorstellung

Torwart Patrick Hammerschmidt hielt seine Mannschaft mit mehreren Paraden im Spiel.

Das richtige "Spülwasser" hatte direkt nach "Fernsehfilm der Woche" Mittelfelspieler Daniel "Digger" Doering parat. Der schleppte direkt nach dem Schlusspfiff eine Kiste Bier in die Kabine. Und ganze Kasten-Paletten schienen den Verantwortlichen von den Schultern gefallen zu sein. Alles zu sehen am heutigen Montagabend (ab 18 Uhr) bei "Sport-Live" im dritten Programm. Moderator Uwe Kisker und seine Mannen hatten direkt hinter der Tennisanlage, an der Seitenlinie in der Erinkampfbahn, Übertragungswagen und Kameraleute postiert.

Und die hatten gleich zwei gute Chancen der Gäste im "Kasten". Aber wie zuletzt hielt hier Torwart Patrick Hammerschmidt mit zwei tollen Paraden seine Mannschaft im Spiel. Gästetrainer Thomas Faust verzweifelt: "Hier mussten wir schon zwei Tore machen!" Die fielen dann aber auf der anderen Seite. Lag es nun am Dreh der Filmleute? Jedenfalls drehten die Heimischen auf, wie lange nicht mehr. Angetrieben durch den 30-Meterknaller von Dennis Hasecke, der sich von der "Kameraseite" ein Herz fasste und zum 1:0 (14.) traf.

Banaczak energisch

Wacker nicht wiederzuerkennen. Wolfgang "Thilo" Wilken, Vater des SVWO-Vorsitzenden Franco Wilken, scherzhaft zum Chronisten dieser Zeilen: "Die müssen hier öfters das Fernsehen bestellen!" Hat es nur daran gelegen? Es ging jedenfalls so weiter. Vadim Glöckner trifft nur drei Minuten nach dem "Hase-Knaller" zum 2:0. Die bis dahin guten Gäste völlig neben sich. Dabei sollte alles schlimmer kommen, als das 3:0 (27.) durch den energisch nachsetzenden Martin Banaczak.

"Fernsehreif" ging es weiter. Erst glaubten die heimischen Fans den "falschen Kanal" zu sehen. Selbst Keeper Hammerschmidt wechselte einmal leichtsinning die Frequenz, dann ging es ohne "Flimmern" weiter. Nach dem 4:0 (52.) durch Vaidas Rocys gab Trainer Faust seine "Fernbedienung" ab. Das Elfmetertor von Rocys, zwei weitere von Glöckner und den "Elfer" von Andrè Paulinsky", sah der Gäste-Coach nur noch aus der "Tiefe" der Trainerbank.

 

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