Wacker Obercastrop darf in der Westfalenliga nicht mit müden Sauerländern rechnen

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Der SV Wacker Obercastrop trifft am Wochenende auf das sieglose Tabellenschlusslicht. Dennoch warnt der Trainer seine Mannschaft und muss zeitgleich den Ausfall einiger Leistungsträger hinnehmen.

Obercastrop

, 03.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn es nach der Papierform gehen würde, könnte der SV Wacker Obercastrop in der Fußball-Westfalenliga (5.) gegen den FC Lennestadt (18.) als klarer Favorit ins Spiel gehen. Denn wenn die Mannschaften am Sonntag (15 Uhr) in der heimischen Erin-Kampfbahn auflaufen, werden beide bei Null anfangen. Tabellenplatz hin oder her.

„Tabellenplatz spielt keine Rolle“

Denn die Sauerländer, die nach knapp 110 Kilometern aus ihren Autos steigen, werden nach der Anreise sicherlich keine müden Beine haben. Zu wichtig ist das Spiel auch für sie. In der Vorsaison der Liga noch auf einem respektablen fünften Platz, werden sie natürlich darauf aus sein, den Fehlstart mit vier Niederlagen aus den Trikots zu schütteln.

Zwei Niederlagen haben die Mannen aus der Nähe der Lenne-Talsperre gegen Teams kassiert, gegen die Wacker schon gespielt hat. Gegen den SV Hohenlimburg (Wacker siegte 1:0) verlor der kommende Gegner mit 0:2. Gegen Iserlohn hatte die Obercastroper zuletzt mit 0:1 verloren, Lennestadt eine 0:6-Klatsche kassiert.

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Nach wie vor verbieten sich Quervergleiche. So sagte Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu im Vorfeld: „Jedes Spiel ist für uns als Aufsteiger eine neue Herausforderung, der Tabellenplatz spielt da keine Rolle.“ Auch wenn die Lennestädter mit 1:5 gegen Mitaufsteiger Spvg Hagen eine weitere hohe Niederlage kassierten, darf das nicht zur Fehleinschätzung führen. Der FCL musste nämlich nach zwei Platzverweisen (23./59.) das Spiel lange Zeit in Unterzahl zu Ende bringen.

Einige Ausfälle

Wie Obercastrop hat der Vorjahresfünfte in vier Spielen zwei Tore erzielt. Was den Unterschied ausmacht? Wacker hat mit sieben Punkten eine gute Ausbeute und was quasi das Sahnehäubchen obendrauf ausmacht, sind die kassierten Treffer. Die Mannen aus der Erin-Kampfbahn sind mit einem Gegentor Ligaspitze. Die Stärke ist die Defensiv-Abteilung, wobei Uzunoglu erwähnte: „Bei uns fängt die Abwehr im Sturm an.“

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So soll es auch am Sonntag sein, wenn man am Erntedankfest auch gerne die drei Punkte mitnehmen möchte. Auch wenn es personell bei den Heimischen Änderungen geben wird. Der Wacker-Trainer vermeldet: „Definitiv werden Stefan Kitowski (Urlaub), Don Schreiber (Sperre), sowie Yassine Bellahcen, Sebastian Freyni und Moritz Budde, die alle verletzt sind, ausfallen.“

Weiter berichtete Uzunoglu am Freitag vor dem Spiel: „Lennestadt ist für uns von den Spielernamen her relativ unbekannt. Das heißt aber nichts, sie werden versuchen ihren Fehlstart vergessen zu machen.“

Spitzengruppe durchaus im Visier

Nichtsdestotrotz wollen die Obercastroper laut Uzunoglu „die gute Form bestätigen und ein überzeugendes Heimspiel machen“. Der Coach gibt seinem Team wieder mit auf den Weg: „Wir müssen alles ganz sachlich aufziehen und voller Leidenschaft wie in den vergangenen Spielen auftreten.“

Mit dieser Devise hat sich der Aufsteiger aus Obercastrop schon viel Respekt verschafft. Platz fünf nach vier Spielen, punktgleich mit dem SC Neheim (4.) und dem FC Brünninghausen (6.). Das kann sich sehen lassen und hätten vor der Saison nur die engsten Fans erwartet.

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Lediglich der hochgelobte TuS Bövinghausen hat einen Punkt mehr, zwei der FC Iserlohn auf Rang zwei. Über allen anderen thront Borussia Dröschede mit der Maximalzahl an Siegen. Übrigens auch ein Aufsteiger, der gegen den FC Brünninghausen ein Spitzenspiel vor der Brust hat.

Wobei natürlich die Chance für den SV Wacker besteht, nach diesem fünften Spieltag näher an das Spitzenfeld heran zu rücken. Die Voraussetzungen sind gegeben, wenn das Spiel gegen Lennestadt gewonnen wird. Sicherlich lauert auch Mitaufsteiger Bövinghausen auf Punktverluste der vor ihnen platzierten Teams. Für den direkten Verfolger hinter der Castrop-Rauxeler Stadtgrenze wäre ein Unentschieden in Dröschede wie gemalt. Zumal Iserlohn (2.) in Deuten auch noch Federn verlieren könnte.

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