Wacker Obercastrop dominiert trotz Unterzahl das Derby gegen Frohlinde

hzFußball-Landesliga

Der Spitzenreiter SV Wacker Obercastrop spielte nach einer Roten Karte 70 Minuten Zahl zu zehnt – und hatte gute Chancen gegen den FC Frohlinde.

Obercastrop

, 01.03.2020, 19:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach 21. von 32 Spieltagen in der Fußball-Landesliga führt der SV Wacker Obercastrop mit sieben Punkten Vorsprung auf den TuS Bövinghausen (2.) das Feld an. Die Bövinghauser feierten einen knappen 1:0-Sieg im Dortmunder Derby bei dem SV Brackel (7.). Auch den Obercastropern stand am Sonntag ein Lokalderby ins Haus.

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Für die Fußballer des SV Wacker Obercastrop muss sich das torlose Derby gegen den FC Frohlinde (11. ) wie eine Niederlage angefühlt haben. Obwohl sie seit der 21. Minute nach einer Roten Karte gegen Yogan Cordero Astacio in Unterzahl spielen mussten, waren sie das tonangebende Team. Dabei hatten die Gäste von der Brandheide förmlich mit einem Paukenschlag begonnen.

Auf der Uhr hatte der Sekundenzeiger noch keine Umdrehung hinter sich, da knallte ein Schuss von Alexander Sube an den Innenpfosten und flog von dort in das Feld zurück. Was für ein Auftakt von letztlich 95 packenden Minuten. Diese waren torlos, aber nicht trostlos. Und lieferten unter den 230 zahlenden Zuschauern für jede Menge Gesprächsstoff. Die Fans hatten einiges miterlebt, Torszenen inklusive. Alleine die Kugel wollte sich über keine der Torlinien drehen.

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Wacker nimmt Fahrt auf

Nach dem Schreckschuss zum Beginn nahm der Spitzenreiter Fahrt auf. Vor allem über die rechte Seite machten Cordero Astacio und David Queder mächtig Dampf. Pech natürlich, dass sich der Venezolaner zu einem Revanche-Foul gegen Dietrich Liskunov hinreißen ließ. Schiedsrichter Simon Knappe (Düsseldorf) zückte nach Rücksprache mit seinem Linienrichter direkt den Roten Karton. Am Spielgeschehen änderte sich nichts. Auch in Unterzahl berannten die Spieler von Trainer Aytac Uzunoglu das Frohlinder Gehäuse.

Das Team von FCF-Spielertrainer Stefan Hoffmann wurde weit in die eigene Hälfte gedrückt. Gefährlich wurde es immer wieder nach Freistößen und weiten Einwürfen. So auch, als Frohlindes Torwart Daniel Schultz nach einem Einwurf von Queder und dem Kopfball von Julian Ucles Martinez aus kurzer Distanz den Ball per Hechtsprung über die Latte lenkte. Coach Hoffmann, der nach dem Abpfiff von einem glücklichen Punktgewinn sprach, sagte: „Die Chancen von Wacker entsprangen stets durch diese präzisen und langen Würfe von der Außenlinie.“ So auch in der Schlussphase, als der für Sven Ricke in der 60. Minute eingewechselte Sascha Schröder mit beiden Händen beim Einwurf seine Muskeln spielen ließ. Der Strafraum wurde vom SV Wacker belagert, einmal hatte Frohlinde auch Glück bei einem Pfostentreffer.

Chance für Frohlinde

Dann wäre das überlegene Spiel fast ganz in die Hose gegangen. Dietrich Liskunov zog an Verteidiger Nico Brehm rechts vorbei, doch sein Schuss ging an Wacker-Keeper David Scholka allerdings auch am langen linken Pfosten vorbei. Das sollte es noch nicht gewesen sein. Bastian Fritsch, der in der 88. Minute für Martinez gekommen war, scheiterte mit einem 14-Meter-Schuss an Schultz.

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