Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu betont: „Von einer Krise kann keine Rede sein“

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Einen Punkt aus den beiden vergangenen Partien konnte Landesliga-Spitzenreiter Wacker Obercastrop verbuchen. Stecken die Wackeraner in einer Krise? Ihr Trainer macht eine andere Rechnung auf.

Obercastrop

, 03.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Fußball-Landesliga lief der Spitzenreiter Wacker Obercastrop binnen sechs Tagen zu zwei Begegnungen auf. Die Mannschaft von Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu verlor das Nachholspiel beim SSV Buer mit 0:3 und kam am Sonntag trotz Überlegenheit im Lokalderby gegen den FC Frohlinde nicht über ein 0:0 hinaus.

Der Verfolger TuS Bövinghausen (2.) hat seinen Rückstand durch einen knappen 1:0-Sieg im Dortmunder Derby beim SV Brackel auf sieben Punkte (bei noch einem ausstehenden Nachholspiel) verkürzt. Der TuS wittert seine Chance, bald die Spitze zu übernehmen und möchte die Wackeraner gerne in eine Krise reden.

„Ergebnisse passen nicht zur Leistung“

Obercastrops Coach Aytac Uzunoglu betonte am Dienstag: „Von einer Krise kann keine Rede sein. Die Ergebnisse passen derzeit lediglich nicht zu unseren Leistungen.“

Der Trainer macht zudem eine andere Rechnung auf. Eine, die die Kritiker gar nicht auf dem Zettel haben. Uzunoglu erklärt: „Wir haben in den bisherigen vier Rückrundenspielen sieben Punkte geholt. Das sind mehr als aus den ersten vier Saisonspielen.“ Und tatsächlich: Aus den Duellen mit der Spvg Horsthausen (0:1), dem SSV Buer (4:1), dem Hombrucher SV (1:2) und dem FC Frohlinde (2:0) nahm Wacker damals nur sechs Zähler mit.

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Aytac Uzunoglu: „Damals waren wir nicht so stabil wie wir es jetzt sind. Wir hatten Partien dabei, in denen wir nicht gut gespielt haben.“ In Buer hätten zwei „katastrophale, individuelle Fehler“ zur Niederlage gegen ein Team geführt, dass die Wackeraner über weite Strecken dominieren konnten.

Gegen Frohlinde habe sein Team am Sonntag trotz der Unterzahl nach einer Roten Karte gegen Yogan Cordero Astacio ein deutliches Chancen-Plus gehabt, betonte Uzunoglu: „Zwar sind die meisten Chancen nicht aus dem Spiel heraus entstanden - aber wir hätten gewinnen können.“

Der Venezolaner Yogan Cordero Astacio (am Ball) ist ein Aktivposten im Team der Obercastroper. Im Derby gegen den FC Frohlinde sah er allerdings nach einer Tätlichkeit in der ersten Halbzeit die Rote Karte.

Der Venezolaner Yogan Cordero Astacio (am Ball) ist ein Aktivposten im Team der Obercastroper. Im Derby gegen den FC Frohlinde sah er allerdings nach einer Tätlichkeit in der ersten Halbzeit die Rote Karte. © Volker Engel

Aktuell müssen die Obercastroper auf ihren Goalgetter Elvis Shala verzichten. Er fehlt aus privaten Gründen. Uzunoglu sagt dazu: „Mehr muss man dazu auch nicht erklären. Er kommt bald wieder. Das wissen wir. Er ist ein wichtiger Fixpunkt in unserem Offensivspiel und eine wichtige Persönlichkeit.“

Shala binde stets gleich mehrere Gegenspieler, ist sich Aytac Uzunoglu bewusst: „Bis er wieder da ist, müssen alle in unserer Mannschaften mehr Ballaktionen übernehmen. Leute wie Marc Schröter, Martin Kapitza, Serhat Can, Kevin Pflanz, Sven Ricke, Robin Franke und Sascha Schröder haben schon bewiesen, dass sie mehr von dieser Verantwortung übernehmen wollen.“

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Uzunoglu schätzt die Lage und alle Gegner recht sachlich ein und sagt: „Wir haben nicht den Anspruch, als Über-Mannschaft aufzutreten. Denn es ist tatsächlich so, dass alle Teams bis zu fünf starke Spieler haben, die bis hinauf zur Regionalliga Erfahrung gesammelt haben. Oben zu bleiben, wird für uns ein enormer Arbeitsaufwand. Und den wollen wir auf uns nehmen.“

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