Wacker und Schwerin punkten / Merklinde bleibt unten drin

Fußball-Bezirksliga 9

Wacker Obercastrop und die Spvg Schwerin haben wichtige Punkte im Rennen um den Klassenverbleib sammeln können. Vor allem Wacker dürfte aus dem Göbsten raus sein. Merklinde wehrte sich lange gegen Dorstfeld, musste aber eine hohe Niederlage einstecken.

CASTROP-RAUXEL

, 16.03.2014, 19:55 Uhr / Lesedauer: 3 min
Wacker (orange) konnte sein Punktekonto gegen den VfB Annen auf 30 Zähler ausbauen.

Wacker (orange) konnte sein Punktekonto gegen den VfB Annen auf 30 Zähler ausbauen.

Wenig später ließen die Schweriner die Gastgeber aber doch wieder ins Spiel kommen. Eine eigentlich schon bereinigte Situation im eigenen Strafraum wurde nicht entschlossen genug ausgespielt, mit dem folgenden Angriff erzwang Hochlarmark einen Foulelfmeter, der zum 1:2 (40.) führte. „Da haben wir uns nicht gut angestellt“, befand Faust. Nach der Pause verlegte sich sein Team vorrangig auf das Verwalten der eigenen Führung und ließ in der Tat nur noch wenige Tor-Möglichkeiten der Gastgeber zu. Auch nachdem die Schweriner durch eine Gelb-Rote Karte gegen Levent Alanyali (80.) in Unterzahl geraten waren, gerieten die drei Punkte nicht mehr ernsthaft in Gefahr

Schulz, Dapi, Michna, Sänger, Raab (68. Godinho), Behrends, Alanyali, Poslednik, Hammer (90. Niehage), Olschewski (86. Martinez), Handt

0:1 (11.) Hammer, 0:2 (28.) Olschewski, 1:2 (40./FE)

Gelb-Rote Karte gegen Alanyali wegen wiederholten Foulspiels (80.)

 

Das erste Tor der Dortmunder Vorstädter fiel nach altem Merklinder "Vorbild". Ein Ball wurde in der Vorwärtsbewegung verloren, es folgte ein unhaltbarer "Schuss wie ein Strahl" (Sportlicher Leiter Martin Broll) und Spielertrainer Jörg Nowaczyk musste die Kugel zum ersten Male aus dem Netz rollen. Dabei besaßen die Europastädter kurz zuvor selbst zwei gute Einschuss-Möglichkeiten. Einmal scheiterte Christoph Georgius am Dorstfelder Torwart. Dann zögerte Abdelghani Habri - ebenfalls alleine vor dem Zerberus - zu lange. Anstatt zu schießen, wartete er nach einem Körpereinsatz seines Gegners auf den möglichen Elfmeterpfiff. Allerdings vergebens. Dann war Merklinde doch am Drücker. Sechs Minuten nach dem Rückstand brachte Lars Blank seine Farben mit der Picke zum 1:1 (33.) wieder in das Spiel zurück. Allerdings nur scheinbar. Weitere fünf Minuten später gestatteten die Gäste den Platzherren das Tor zum 2:1-Halbzeitstand (38.). Dass es jetzt noch schwieriger auf dem Kunstrasen am Dorstfelder Bummelberg werden würde, war danach schon allen klar.

Im Hinspiel konnte Merklinde die Partie noch zum 1:1 ausgleichen, diesmal klappte kein zweiter Treffer mehr. Der Versuch war da. Und als Blank im Strafraum umgeschubst wurde, hätte es spätestens hier einen Strafstoß geben können. Broll: "Der Schiedsrichter hat mir nach dem Spiel gesagt, dass er den hätte geben können."Bitteres Ende Hatte er nicht - und so nahm das bittere Ende seinen Lauf. Wieder wurde nicht aufgepasst und wieder nutzte Dorstfeld die Chance zum 3:1 rigoros aus. Broll: "Wir haben teilweise gut mitgehalten, aber diese Fehler bestraft eine gute Mannschaft sofort." Und zum eigenen Pech kam das Glück des Tüchtigen dazu. Das 4:1 fiel durch einen abgefälschten Ball. Der fünfte Treffer (79.) war dann einfach zuviel.TEAM UND TORE MERKLINDE: Nowaczyk, Borys, Hammelstein, Gaida, Foitzik, Sturmeit, Gruszka, Blank, Georgius (70. Hibbeln), Habri, Turan (75. Durmis)Tore: 1:0 (27.), 1:1 (33.) Blank, 2:1 (38.), 3:1 (69.), 4:1 (76.), 5:1 (79.)

In der vierten Minute scheiterte Manuel Backes aus kurzer Distanz. Während sich die Fans noch die Haare rauften, weil der Torwart den Ball zur Ecke abwehrte, brachte dieser Eckstoß die schnelle Führung. Dabei war etwas Glück bei David Queder im Spiel. Halb mit dem Kopf, halb mit der Schulter, brachte er den Ball von Sascha Schröder zum 1:0 (5.) genau im rechten Winkel unter.

Die Hausherren waren jetzt spielbestimmend. Doch vor den schnellen Kontern der Gäste mussten die Obercastroper auf der Hut sein. Thorben Firch war es nur einmal nicht. Zum Glück konnte Annen nichts mit dem Fehlpass vor dem Wacker-Strafraum anfangen. Die Musik spielte allerdings mehr vor und im Sechzehner der Gegenseite. Doch dort verpassten Torschütze Queder, Bastian Niebert oder Tom Wisnewski die Vorentscheidung. Denn plötzlich wurde es ernst. Ein abgefälschter Ball brachte den Gästen das 1:1 (55.). Backes hätte im Gegenzug gleich wieder vorlegen können. Das gelang Queder mit seinem zweiten Treffer zum 2:1 (74.). Das reichte noch nicht. Nach einer "Flipper-Stafette" vor dem guten Keeper Paul-Robin Meschkis machte Annen das 2:2 (76.). Dann bewahrte der rührige und bis dahin im Abschluss unglückliche Backes die Ruhe: 3:2 (80.).

Meschkis, Fritsch, Schröder, Queder, El Moutaouafik (68. Bingölo), Backes (85. Gülünoglu), Niebert, Herder, Wisnewski (90. Blume), Körber, T. Firch

1:0 (5.) Queder, 1:1 (55.), 2:1 (74.) Queder, 2:2 (76.), 3:2 (80.) Backes

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