Der VfB Habinghorst kann jetzt sogar bundesweit in einer Statistik oben mithalten. Doch wie gut wären die Fußballer eigentlich ohne ihren Tor-Garanten Dennis Teuber? Wir haben mal gerechnet.

Habinghorst

, 29.05.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Acht Punkte Vorsprung weist der Fußball-B-Kreisligist VfB Habinghorst am Ende der Saison 2018/19 auf den Verfolger Eintracht Ickern auf. Der Aufstieg stand bereits seit zwei Wochen fest. Zu verdanken hat der VfB das vor allem seinem Stürmer Dennis Teuber, der 101 der insgesamt genau 200 VfB-Tore erzielt hat.

Wir haben einige Zahlen zur Saison des VfB Habinghorst rausgesucht und zeigen, in welchen Statistiken der Kreisliga-A-Aufsteiger vorne liegt, wo die Habinghorster trotz einer starken Saison anderen Teams den Vortritt lassen mussten und wie der VfB eigentlich ohne Dennis Teuber abgeschnitten hätte.

Der VfB kann mit seinen erzielten Toren bundesweit mithalten

In 28 Saisonspielen hat der VfB Habinghorst insgesamt 200 Tore erzielt - mehr als jedes andere Castrop-Rauxeler Senioren-Fußballteam. Damit liegen die Habinghorster bundesweit auf dem 17. Platz unter allen Fußballmannschaften. Auf Rang 1 thronen die B-Juniorinnen der DJK Wipperfeld, einem Dorf zwischen Lüdenscheid, Gummersbach und Bergisch Gladbach: Sie trafen in 22 Spielen in der 1. Kreisklasse 297 Mal.

Auch ein heimisches Team steht noch vor dem VfB: die B-Jugend der SG Castrop. Das Team um Coach Timo Muth tritt demnächst in der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga an. In der Kreisliga-Saison erzielten die Castroper zehn Tore mehr als der VfB, haben allerdings auch ein Spiel mehr absolviert und laufen am Samstag noch beim FC Frohlinde auf.

In Sachen Torquote tun sich der VfB Habinghorst und die SG Castrop allerdings nicht viel: Beide Mannschaften haben pro Spiel knapp sieben Tore geschossen.

Wäre der VfB Habinghorst auch ohne die 101 Tore von Knipser Dennis Teuber aufgestiegen?

Der VfB Habinghorst feierte bereits Mitte Mai den Aufstieg in die Kreisliga A. © Volker Engel

Ein Bezirksligist hängt Habinghorst bei der Gegentorquote ab

27 Gegentore kassierte der VfB Habinghorst in 28 Spielen und kassierte damit im Schnitt etwas weniger als ein Tor pro Partie. So wenige Gegentore bekam kein anderes Castrop-Rauxeler Team. Am ehesten konnte da noch der Ligakonkurrent Eintracht Ickern mithalten: 34 Gegentreffer.

Doch bundesweit kann sich der VfB Habinghorst nicht mit den besten Teams messen. Die Gegentorquote von 0,96 Toren pro Spiel ist dafür nicht gut genug. Die besten Mannschaften weisen Gegentorquoten im 0,3er-Bereich auf. Darunter wäre unter anderem die Tvfgg. Lorsch II, die in der Kreisliga D im Kreis Bergstraße in Hessen in 32 Spielen elf Gegentreffer kassierte. Oder der VfR Voxtrup, der in der Bezirksliga Weser-Ems in 29 Partien nur elfmal ein Gegentor hinnehmen musste.

Die einzige Niederlage gegen den ärgsten Aufstiegskonkurrenten

Nur eine Niederlage kassierte der VfB Habinghorst in der gesamten Saison - ebenfalls Bestwert unter den heimischen Teams. Auch hier kann nur Eintracht Ickern ansatzweise mithalten: drei Niederlagen. Die einzige Niederlage des VfB wiederum freute die Ickerner - denn es war im November gegen eben jene Eintracht. Damals überrannte Ickern den VfB und gewann deutlich: 5:1.

Wäre der VfB Habinghorst auch ohne die 101 Tore von Knipser Dennis Teuber aufgestiegen?

Im November hatte Eintracht Ickern Grund zum Jubeln. Denn die Ickerner schlugen den VfB Habinghorst mit 5:1. © Volker Engel

Die makellose Heimbilanz ist einer der Gründe für den Aufstieg

14 Spiele, 14 Siege - in der Kampfbahn „Habichthorst“ an der Recklinghauser Straße waren die Habinghorster eine Macht. Die Torbilanz von 125:11 in 14 Heimspielen spricht ebenfalls eine deutliche Sprache. Die Heimstärke ist mit ein Grund, warum der VfB den Kreisliga-A-Aufstieg perfekt gemacht hat.

Doch auch in der Kreisliga C ist es einem Team gelungen, alle Heimspiele zu gewinnen: den Sportfreunden Wanne-Eickel III, die als Tabellenerster in die Kreisliga B aufsteigen. Fast hätte auch der Tabellenzweite Eintracht Ickern II diese Marke erreicht. Doch die Ickerner verloren gegen die Wanne-Eickeler im Heimspiel Anfang September mit 3:5. Der einzige Punktverlust der Ickerner in einem Heimspiel an der Uferstraße.

Hat Dennis Teuber den VfB Habinghorst auf den ersten Rang geschossen?

Über die Hälfte der Tore in dieser Spielzeit des VfB Habinghorst hat Dennis Teuber erzielt. Böse Stimmen könnten behaupten: Hätte der VfB Teuber nicht gehabt, wäre das Team nicht aufgestiegen. Doch wäre das wirklich so gewesen? Wir haben Teubers Tore aus allen Spielen herausgerechnet und geschaut, wie viele Punkte der VfB Habinghorst ohne einen einzigen Treffer von ihm geholt hätte.

Wer 101 Tore in 28 Spielen erzielt, der hat seinem Team bestimmt den einen oder anderen Punkt beschert. Doch im Fall von Dennis Teuber waren es gar nicht so viele Zähler, die er quasi im Alleingang für seine Mannschaft geholt hat. Rechnet man Teubers Tore heraus, hätte der VfB mit den verbleibenden 99 Treffern insgesamt 68 Punkte geholt - und damit nur einen Zähler weniger als der Zweitplatzierte Eintracht Ickern.

Wäre der VfB Habinghorst auch ohne die 101 Tore von Knipser Dennis Teuber aufgestiegen?

Ohne die Tore von Dennis Teuber wäre der VfB Habinghorst trotzdem weit oben in der Tabelle gelandet. © Hermann Klingsieck

In den meisten Spielen hat nämlich nicht nur Teuber getroffen. Maßgeblich beteiligt war er beispielsweise am 4:3-Erfolg über den SV Wacker Obercastrop II in der Hinrunde, als Teuber drei Tore erzielte. Ebenso beim 2:2 bei Fortuna Herne II, als Teuber zweimal traf.

Diese Statistik ist natürlich nicht ernst zu nehmen, da statt Teuber dann ein anderer Spieler getroffen hätte. Doch sie zeigt: Es lag nicht nur an Dennis Teuber, dass der VfB die vielen Bestwerte in dieser Spielzeit aufgestellt hat.

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