Weihnachtsturnier der DJK Roland Rauxel: Zwei Rekorde statt einer Weihnachtsgans

Tischtennis

Zum zehnten Mal spielte die DJK Roland Rauxel das Turnier um die Weihnachtsgans aus. Überreicht wurde am Ende aber keine Gans. Dafür gab es zwei Rekorde.

Castrop-Rauxel

, 17.12.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weihnachtsturnier der DJK Roland Rauxel: Zwei Rekorde statt einer Weihnachtsgans

Diesmal gab es statt Geflügel Umschläge mit Bargeld. Ob Ente oder nicht können die Gewinner frei entscheiden. © Christian Püls

Maximilian Bauer gewann das zehnte Weihnachtsturnier der DJK Roland Rauxel um das Geflügel für die Festtagstafel. Zum Jubiläum traten 40 Tischtennisspieler an, ein neuer Rekord. Ebenso ergab sich eine Rekordsumme für den guten Zweck.

„Ich habe mich lustigerweise noch nie mit einer Weihnachtsgans auseinandergesetzt“, sagt Maximlian Bauer, „ich werde mich mal schlau machen, ob das für meine Familie Sinn macht.“ Der Mittzwanziger räumt unumwunden ein: „Ich weiß gar nicht, was eine Weihnachtsgans wirklich kostet, vielleicht bliebe dann noch Geld für Gebäck übrig.“ Er gewann den dicksten Geldumschlag mit 40 Euro darin.

Gans zu groß für Gefrierschrank

Zu Beginn der Turnier-Serie wurden die Preise noch direkt in der Halle übergeben: eine Gans für den Sieger, eine Ente für den Zweiten, ein Hähnchen für den Dritten. Kassierer Wolfgang Bergins bestellte damals stets große Vögel. „Einmal passte die Gans bei uns gar nicht in den Gefrierschrank“, sagt der Vereinsvorsitzende Christian Chroscinski, der zweimal das Turnier gewann, zuletzt 2018.

Im Vorjahr erstattete der Verein die Gewinne gegen Vorlage einer Quittung. Damals investierte Chroscinski in eine Weihnachtsgans, ganz klassisch.

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Turnier um die Weihnachtsgans

Rekordergebnis beim Jubiläumsturnier: 40 Teilnehmer spielten um die Weihnachtsgans der DJK Roland Rauxel.
17.12.2019
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40 Teilnehmer fanden diesmal den Weg in die Turnhalle der Martin-Luther-King-Schule. Ein neuer Rekord. © Christian Püls
Robin Gude rief die ersten Paarungen auf. © Christian Püls
Diesmal gab es statt Geflügel Umschläge mit Bargeld. Ob Ente oder nicht können die Gewinner frei entscheiden.© Christian Püls
Bernd Graz (Mitte) brachte einst die Idee eines Vorgabenturniers aus Gelsenkirchen mit nach Rauxel. Der Vereinsvorsitzende Christian Chroscinski (rechts) freute sich über 550 Euro Spenden zu Gunsten der Kleinen Oase in Datteln.© Christian Püls
Hubert Chroscinski (links) freute sich über gute Stimmung in der Halle. Ramazan Kavasoglu heizte diese mit der Trommel an.© Christian Püls
Hubert Chroscinski musste bereits in der ersten Runde gegen Sencer Ergül die Segel streichen.© Christian Püls
Mia Scharpenberg traf in der ersten Runde des Weihnachtsturniers auf Artur Siersiecki. Insgesamt nahmen 40 Tischtennisspieler am zehnten Turnier rund um die Weihnachtsgans teil. © Christian Püls

Robin Gude findet den Schritt zum Bargeld-Umschlag nur konsequent. „Zu Weihnachten soll es ja ein Geschenk sein“, sagt der Abteilungsleiter. Daher habe man bürokratische Hürden abgebaut. „Wir wollen zudem niemandem vorschreiben, was es an Weihnachten zu Essen gibt“, erklärt Robin Gude, „wir wollen den Gewinnern nur eine kleine Freude machen.“ Ein Gutschein mit Zweckbindung sei nicht mehr zeitgemäß.

Die Gans im Mittelpunkt des Turniers ist somit zur körperlosen Gestalt geworden, zum geflügelten Wort. So wird der Verein vermutlich auch 2020 zum Weihnachtsturnier um die Gans einladen, diese Bezeichnung hat inzwischen einfach Tradition.

Idee aus Gelsenkirchen mitgebracht

Vor zehn Jahren brachte Bernd Graz die Idee zu einem vorweihnachtlichen Vorgabenturnier vom TTC BW Ückendorf (Gelsenkirchen) an die Bahnhofstraße. Ein Schinken-Turnier beim VfB Kirchhellen (Bottrop) trug zur Legendenbildung um die Anfänge des Rauxeler Geflügel-Wettstreits bei.

Jan-Luca Funke belegte vor Jahresfrist Rang drei, normalerweise mit einem opulenten Hähnchen prämiert. „Ich habe damals Steaks für Weihnachten gekauft“, sagt er. Sein Zwillingsbruder Julian Funke wurde diesmal Zweiter, einst mit einer Ente prämiert, diesmal gab es 30 Euro. „Ich lege das Geld erst mal zur Seite, spare es“, sagt der 17-Jährige, „ich weiß noch nicht, wofür ich es verwenden will.“

Und auch die diesjährige Dritte, Rijetha Sivanenthiran, hat noch keinen Plan für die 15 Euro Siegprämie. „Ich will das Geld noch nicht ausgeben, vielleicht werde ich es für Tischtennissachen verwenden“, so die Schülerin.

Weihnachtsturnier der DJK Roland Rauxel: Zwei Rekorde statt einer Weihnachtsgans

Trainer Karo Ali (links) und Abteilungsleiter Robin Gude übernahmen die Leitung beim Vorgabenturnier. Sie riefen nicht nur die Paarungen auf, sondern teilten auch mit, mit welchem Vorsprung der schwächere Spieler ins Duell gehen wird. © Christian Püls

Dafür, dass sich nicht stets die stärksten Spieler den Bauch vollschlagen, sorgt der Vorgabenmodus seit Beginn der Turnierserie. Je nach Ranglistenposition erhält der schwächere Spieler bis zu elf Punkte Vorsprung. Tischtennissenior Hubert Chroscinski unterlag trotz Vorsprung dem jungen Sencer Ergül, machte nur einen Punkt. „Aber das ist doch gar nicht wichtig“, sagt Hubert Chroscinski, „wichtig ist die Gemeinschaft hier. Und dass Geld für die Kleine Oase rumkommt.“

Mit 550 Euro gab es zum Jubiläum auch einen neuen Spendenrekord. Das Geld geht an den Förderverein Kleine Oase in Datteln, der es Kindern und jungen Erwachsenen mit Behinderungen ermöglicht, in einem speziell gestalteten Atriumhaus Urlaub zu machen. „Dort macht man sinnvolle, gemeinnützige Arbeit“, erklärt Christian Chroscinski, „wir freuen uns, diese zu unterstützen. Auch das gehört zur Weihnachtszeit.“

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