24-Stunden-Rennen wird höllisch dunkel

hzMotorsport am Nürburgring

Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist für Moritz Oberheim und Oliver Sprungmann wie immer das Highlight des Jahres. Doch diesmal wird vieles anders. Und vor allem: dunkler.

Schermbeck, Dorsten

, 23.09.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim härtesten Langstreckenrennen der Welt, dem „ADAC Total 24-Stunden-Rennen“ ,werden von Donnerstag bis Sonntag auf der legendären Nürburgring-Nordschleife wieder rund 100 Rennwagen verschiedenster Klassen einen Tag und eine Nacht lang mit Vollgas durch die „Grüne Hölle“ gejagt. Doch die 48. Auflage des Motorsportklassikers hat durch die Corona-Pandemie ein völlig anderes Gesicht bekommen.

So gibt es diesmal in den Eifelwäldern entlang der Nordschleife keine Zeltstädte mit feiernden Rennsportfans. Auch das Fahrerlager, sonst der zentrale Treffpunkt der Fans mit ihren Idolen, bleibt gesperrt und darf nur von Teammitgliedern und dem offiziellen Veranstalterpersonal betreten werden. Für Fahrer und Teams gelten strenge Hygiene- und Sicherheitsvorgaben. Online können sich Fans allerdings Tickets für eine begrenzte, personalisierte Anzahl von Sitzplätzen auf einigen der auf dem Grand-Prix Kurs geöffneten Tribünen buchen.

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Durch die Terminverschiebung in den Herbst bekommt insbesondere auch die Wetterlage ein sehr viel stärkere Gewichtung in den Strategieplänen der Teams. Die Regenwahrscheinlichkeit steigt und es muss rund vier Stunden länger bei Nacht gefahren werden wobei durch das Fehlen der Fans an der Nordschleife auch wichtige Lichtquellen wegfallen. Trotz allem bleibt es das Rennen der Superlative bei dem Mensch und Maschine bis an die Grenzen und zum Teil auch darüber hinaus belastet werden.

Mit dem Schermbecker Moritz Oberheim (l.) und dem Dorstener Oliver Sprungmann (r.) sind auch in diesem Jahr wieder zwei heimische Rennfahrer dabei, die sich trotz unterschiedlicher Vorgaben mit dem Klassensieg gleiche Ziele gesetzt haben.

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Oberheim, der aktuell Führende im NLS Langstreckenpokal, startet zusammen mit seinem erfahrenen Teamkollegen Heiko Eichenberg und dem jungen Nachwuchsfahrer Ivan Bereis auf dem „BMW 240i Cup“ des „Avia Sorg Racing Teams“. In der Vorbereitungsphase wurde unter anderem ein neuer Turbolader verbaut und diverse Fahrzeugkomponenten ausgetauscht. Oberheim sagt: „Im Team wird nichts dem Zufall überlassen. Wir starten, um zu gewinnen.“

Die Strategie dafür lautet: defensiv beginnen, um Material zu schonen und dann am Sonntag anzugreifen.

Auch im „OVR Racing Cologne Team“ freuen sich Oliver Sprungmann und sein Teamkollege Ralph Caba auf das Saisonhighlight. Mit dem Mannheimer Alexander Müller konnte ein dritter Fahrer verpflichtet werden, und das Team will den Schwung von bisher drei Klassensiegen in der laufenden Langstreckensaison mit ins Rennen nehmen.

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Unter dem Motto „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen“ gingen in den letzten Wochen die Lichter in der Teamwerkstatt nicht mehr aus. Trotz der schier übermächtigen Porsche-Präsenz in der Klasse AT (Alternative Treibstoffe) bleibt Sprungmann optimistisch und sagt: „Eigentlich haben wir überhaupt keine Chance auf den Klassensieg, doch die wollen wir nutzen.“

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