Altendorfs Trainer Thomas Kreuz sagt „Wir stecken in der Krise“

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Der SV Altendorf hat die vergangenen neun Partien in der Kreisliga A verloren. Trainer Thomas Kreuz erzählt, was ihn trotzdem optimistisch stimmt.

von Niklas Berkel

Altendorf-Ulfkotte

, 23.03.2019, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es läuft die 84. Minute der Kreisliga-A-Partie zwischen dem SV Altendorf und dem BVH Dorsten, da wechselt Altendorfs Trainer Thomas Kreuz aus. Für Markus Hilz kommt der Ersatztorwart Tobias May – ins Feld. Und das bei neun Liga-Niederlagen in Serie und einem 0:1-Rückstand gegen den Tabellensiebten. Die Lage beim Fußball-A-Kreisligisten ist mehr als angespannt. Trainer Kreuz erzählt im Interview, was ihn trotz der Negativserie und vielen Verletzten optimistisch stimmt, dass der Aufsteiger die Klasse doch noch hält.

Herr Kreuz, die vergangenen neun Ligaspiele hat Ihr Team verloren. Wo sehen Sie die Gründe für die Negativserie?

Bei der 0:2-Niederlage gegen den BVH unter der Woche kann ich der Mannschaft keine Vorwürfe machen. Wir haben lange das 0:0 gehalten und nach dem 0:1 auch eine gute Druckphase gehabt. Da waren wir dem Ausgleich nahe. Die Mannschaft hat endlich begriffen, dass wir im Abstiegskampf angekommen sind. Dass wir in der Nachspielzeit dass 0:2 bekommen haben, ist dann nicht mehr wichtig, aber das Spiel war eine deutliche Steigerung. Die Gründe für die vielen Niederlagen sehe ich aber in unserer angespannten Personalsituation. Wir gehen personell auf dem Zahnfleisch.

Altendorfs Trainer Thomas Kreuz sagt „Wir stecken in der Krise“

Im vergangenen Winter folgte für den kleinen Dorf-Verein der größte Erfolg der Vereinsgeschichte: Bei der Dorstener Hallenstadtmeisterschaft besiegte Altendorf den Oberligisten SV Schermbeck im Finale im Elfmeterschießen. Schwung brachte der Erfolg aber nicht. © Ralf Pieper

Sie mussten gegen den BVH den Ersatztorwart im Feld einwechseln. Wie kommt es zu dieser angespannten Personallage?

Florian Berning zum Beispiel fehlt an allen Ecken und Kanten durch seine Kreuzbandverletzung. Nico Kulms hat eine andere Sportart für sich entdeckt und hat die Mannschaft im Stich gelassen. Andre Becker, Daniel Becker, Markus Hilz und Björn Gloyna sind zum Beispiel alles Schichtarbeiter. Dadurch leidet auch der Trainingsbetrieb bei uns, das muss ich leider so sagen. Dass unser Ersatztorwart gegen den BVH im Feld eingewechselt wurde, lag vor allem daran, dass bei Christian Konstanczak und Markus Hilz die Wade zugemacht hat und Mark Schneider auf die Schulter fiel. Ich hoffe, dass es gerade bei Mark nichts allzu Schlimmes ist. Mit Tobias May hatte ich nur drei Ersatzspieler.

Wie wollen Sie Abhilfe schaffen?

Mit Marcel Titz, der beim SV Schermbeck gespielt hat, haben wir einen richtig guten Fußballer dazu gewonnen. Wenn er mehr Spielpraxis hat, wird er uns richtig weiterhelfen können, davon bin ich überzeugt. Da konnten wir den Kader etwas vergrößern.

Was stimmt Sie optimistisch, dass der SV Altendorf die Klasse halten wird?

Dass wir es immer noch in der eigenen Hand haben, die Klasse zu halten. Wir stehen dank unseres guten Starts immer noch fünf Punkte vor den Abstiegsrängen und müssen noch gegen alle von unten Spielen bis auf ETuS Haltern. Da müssen wir punkten, am besten dreifach, um den Vorsprung zu vergrößern. Und die anderen haben auch noch die Mannschaften von oben im Programm. Wenn wir noch acht Punkte holen, dann kann das reichen. Da bin ich optimistisch. Wir werden die Klasse halten, da lege ich mich fest.

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