Gegen Rhöndorfs Drachen war bei der BG Dorsten kein Siegfried in Sicht

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Auch wenn die BG Dorsten ihr erstes Heimspiel verloren hat, waren die gut 200 Zuschauer am Samstag nicht enttäuscht. Es war zu offensichtlich, dass die Rhöndorf Dragons beim 87:106 die klar bessere Mannschaft stellten.

von Ralf Weihrauch

Dorsten

, 04.10.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

1. Regionalliga West

BG Dorsten - Dragons Rhöndorf

87:106 (39:50)

Es war nicht so, als ob die Gastgeber schlecht gespielt hätten, wenn man von kurzen Durststrecken absieht, und 87 Punkte sind auch nicht zu verachten. Rhöndorf brachte aber eine Qualität aufs Parkett, mit der die Dorstener auch in Bestform wohl nicht mithalten können.

Die exzellent ausgebildeten jungen Basketballer spielten ihre Systeme fast blind mit sehr hohem Tempo. Die individuelle Qualität war deutlich breiter verteilt als bei der BG Dorsten. Nicht weniger als sechs Spieler punkteten zweistellig mit einer beeindruckenden Treffsicherheit.

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Auch in der Defense arbeiteten die Gäste beeindruckend akkurat. Dorsten bekam in der ersten Halbzeit keinen Freiwurf, in der zweiten fünf. Das lag nicht daran, dass die Schiedsrichter einseitig pfiffen, sondern die Dragons sehr sauber verteidigten. Die Dorstener kamen hingegen oft einen kleinen Tick zu spät, sodass die Gäste 24 Mal an die Freiwurflinie gingen.

Mark Gordon hatte es in der ersten Halbzeit sehr schwer, weil er exzellent gedeckt wurde. Nach 20 Minuten hatte er gerade einmal vier Punkte auf dem Konto. Er war am Ende allerdings mit 26 Punkten Top-Scorer des Spiels, weil er auch ein guter Distanzschütze ist. Dorsten blieb nämlich in vielen Fällen nichts anderes übrig, als von jenseits der Drei-Punkte-Linie zu werfen. Von den 40 Würfen fanden aber nur 15 ihr Ziel. Nderim Pelaj markierte sieben Dreier und war mit 25 Punkten zweitbester Scorer des Spiels. Auch Jonas Peters war 15 Minuten auf dem Feld und traf vier Dreier.

Vorentscheidung im zweiten Viertel

Dorsten lag schnell mit neun Punkten zurück, legte dann aber einen Zwischenspurt ein, sodass die Partie nach zehn Minuten 24:24 stand. Rhöndorf schaffte in den ersten fünfeinhalb Minuten des zweiten Viertels mit einem 19:2-Lauf zum 26:43 schon eine Art Vorentscheidung. Zur Pause hieß es 39:50. Die BG spielte weiter gut mit, doch eine Aufholjagd wie in Herten war nicht in Sicht. Nach 30 Minuten hieß es 59:86, das letzte Viertel ging dann mit 28:20 an die BG. Trainer Franjo Lukenda sagte nach dem Spiel: „Rhöndorf ist ein Top-Team der Liga, das Ambitionen auf die Pro B hat. Die Dragons waren uns spielerisch mit den herausragenden Talenten meilenweit voraus, auch wenn wir über weite Strecken gut gespielt haben.

BG: Eromonsele, Möckel (o.E.), Pelaj (25/7), Gordon (26/4), von Quenaudon, Köhler (14), Diene (2), Morlock, Styranko (o.E.), Galvez Rodriguez (2), Peters (14/4), Voca (4).

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