BG Dorsten fragte nicht nach dem Wie

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Die BG Dorsten hat im dritten Versuch den ersten Heimsieg gelandet. Gegen die HammStars war zwar nicht alles Gold, was glänzte, doch der 93:82-Erfolg war auf jeden Fall verdient.

von Ralf Weihrauch

Dorsten

, 18.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

1. Regionalliga West

BG Dorsten - TuS 59 HammStars

93:82 (53:39)

Wie der Sieg zustande kam, war für BG-Trainer Franjo Lukenda auch uninteressant: „Normalerweise stelle ich spielerische Ansprüche an die Mannschaft, heute ging es nur darum, die Partie irgendwie zu gewinnen.“

Nderim Pelaj musste wegen einer Zerrung in der Wade aussetzen und auch Jeffrey Eromonsele fehlte wegen eines gebrochenen Fingers. Als dann Felipe Galvez Rodriguez schon nach neun Minuten sein zweites Foul bekam, ging auch er erst einmal auf die Bank. Somit war die Aufbauposition für längere Zeit verwaist.

Nicht zuletzt deshalb mussten die Leistungsträger länger auf dem Feld bleiben. Mark Gordon (24 Punkte/1 Dreier) und Jonas Peters (20/6) spielten durch und übernahmen auch deutlich mehr Verantwortung in der Defense, und auch Willi Köhler (17) kam auf über 36 Minuten.

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Gästetrainer Ivan Rosic musste auf Top-Scorer Til Hornscheidt verzichten, und Mitte des zweiten Viertels schied auch Jascal Knörig verletzt aus. Dafür hatte er mit dem schon 40-Jährigen Konrad Tota einen verlässlichen Scorer (29 Punkte) im Team, den die BG nicht ausschalten konnte.

Die Dorstener Defense schaffte es aber, den Hammern den Abschluss immer schwer zu machen. Da die Gäste in der ersten Halbzeit auch die freien Würfe nicht trafen – zehn Fehlwürfe leisteten sich die Gäste aus dem Zwei-Punkte-Bereich, und von zwölf Dreierversuchen ging nur einer in den Korb – gelang es den Dorstenern, sich peu a peu abzusetzen. Nach dem ersten Viertel hieß es 24:19 und in der 14. Minute lag die BG mit 44:26 vorn. Da sich aber kurz vor der Pause einige dumme Fehler einschlichen, war der Dorstener Vorsprung bis zur Halbzeit wieder auf 53:39 geschmolzen.

Die BG versteifte sich nach dem Seitenwechsel immer mehr auf Einzelaktionen und schloss ihre Angriffe nicht selten verfrüht ab. Die Gäste nutzten die daraus resultierenden Dorstener Ballverluste zu einigen Fastbreaks, und da auch die Defense die Ordnung verloren hatte, stand es nach 24 Minuten nur noch 55:47. Das Lukenda-Team wachte aber wieder auf, und setzte sich mit zwei Dreiern ab. Doch erneut waren die Gastgeber in der Schlussphase des Viertels unaufmerksam. Aus dem 72:55 (29), wurde so wieder bis zum Viertelende ein 72:59.

Im Schlussabschnitt merkte man den Dauerspielern die Belastung an. Mark Gordon agierte nicht mehr so leichtfüßig und verrannte sich oft in der Hammer Defense, und es schlich sich auch bei den Mitspielern der eine oder andere technische Fehler ein.

Wichtiger Peters-Dreier

So kam es, dass die Gastgeber nach 35 Minuten beim Stande von 77:70 wieder den Atem der Hammer im Nacken spürte. Jonas Peters setzte aber in der Crunch-Time seinen sechsten Dreier zum 86:74 (38.), und damit war der zweite Dorstener Saisonsieg auch in trockenen Tüchern.

Franjo Lukenda sagte nach dem Spiel: „Es entspricht zwar nicht meiner Philosophie, dass wir die schlechteste Defense der Liga stellen. Allerdings freut es mich auch, dass wir momentan die beste Offense haben.“

BG: Gordon (24/1), von Quenaudon (o.E.), Köhler (17), Diene (5/1), Wegener (3), Styranko, Galvez Rodriguez (10/2), Morlock (3/1), Peters (20/6), Voca (11).

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