BG Dorsten und BSV Wulfen überraschen

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Am ersten Spieltag der Regionalliga-Saison 20/21 überraschten sowohl die BG Dorsten als auch der BSV Wulfen. Die einen positiv, die anderen negativ.

Dorsten, Wulfen

, 26.09.2020, 23:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

1. Regionalliga West

Hertener Löwen - BG Dorsten

79:87 (49:34)

Eine Halbzeit lang sah es in der Hertener Rosa-Parks-Gesamtschule so aus, als sollte Favorit Herten seiner Rolle vollauf gerecht werden. Nach ausgeglichenem ersten Viertel (25:20) setzten sich die Gastgeber vor allem dank zahlreicher Dreier bis zum Seitenwechsel auf 49:34 ab. Die Löwen konnten Neuzugang Andrew Lundström einsetzen, auf Lavon Hightower mussten sie aber ebenso verzichten wie auf ihren etatmäßigen Aufbauspieler Matthias Perl. In den ersten 20 Minuten steckten die Löwen dieses Handicap aber gut weg. Erst im dritten Viertel sollte sich das Blatt zu wenden beginnen.

Dorsten kam bis zur 30. Minute auf 58:64 heran, die ominöse Zehn-Punkte-Grenze war also unterchritten und im Schlussviertel wieder alles möglich. Angeführt vom überragenden Mark Gordon (40 Punkte, 10 Rebounds) drehte Dorsten die Partie und fuhr am Ende zwei nicht unbedingt eingeplante Punkte ein.

BG: Eromonsele, Möckel (o.E.), Pelaj (14/1), Gordon (40/2), von Quenaudon (2), Köhler (15, 9 Rebounds), Diene (6/1), Morlock (1), Styranko (o.E.), Galvez Rodriguez (7/1), Peters (o.E.), Voca (2).

BSV Wulfen - Bayer Leverkusen II

63:77 (25:39)

Einen Besorgnis erregend schwachen Saisonstart legten die Wulfener gegen das junge Team aus Leverkusen hin. In der Verfassung von Samstagabend gehört der BSV wohl zu den Abstiegskandidaten, und das lag nicht nur daran, dass mit Michael Haucke ein ganz wichtiger Akteur mit Rückenproblemen zum Zuschauen verdammt war.

Hauckes Fehlen machte sich natürlich bemerkbar. Unterm Korb fehlten den Wulfenenr gegen Spieler wie Leverkusens Benjamin Nick und Marcel Sagemüller sicher eine Zentimeter und vor allem auch Kilos. Trotzdem hätte die Reboundbilanz nicht so ausfallen dürfen: 18:28 hieß es zur Halbzeit, 39:54 am Ende. Vor allem in der ersten Halbzeit schlugen die Gäste daraus kräftig Kapital. Zehn Punkte erzielten sie nach einem ihrer bis dahin zehn Offensiv-Rebounds. Dazu kamen noch 15 Zähler, die nach Wulfener Ballverlusten fielen. Leverkusen spielte nicht überragend, nur diszipliniert. Mehr war gar nicht nötig.

Denn Wulfen fehlte nicht nur Michael Haucke, sondern auch Bryant Allen. Zumindest der, den man aus der vergangenen Saison kannte. Trainer Gary Johnson war sicher, dass sein Aufbauspieler trotz der lediglich sechs Tage mit der Mannschaft fit sei. Doch in Sachen Spritzigkeit und Treffsicherheit kam Allen nicht an das Niveau heran, dass er bislang beim BSV zeigte. Man kann nur hoffen, dass es der Jetlag war.

So rannte Wulfen schnell einem Rückstand hinterher. 3.13 hieß es nach fünf MInten. Das 14:18 nach dem ersten Viertel erwies sich als Augenwischerei, denn den zweiten Durchgang verlor der BSV mit 11:21. Im dritten Viertel näherte sich der Wulfener Auftritt der Kategorie „Peinlich“, als es nach 24 Minuten 30:50 hieß.

Als der BSV im Schlussviertel doch noch aufzuwachen schien und drei Minuten vor Schluss auf 57:67 verkürzte, spielten auch die Schiedsrichter nicht mit. Ihre zwei, drei fragwürdigen Entscheidungen fielen im denkbar ungünstigsten Moment. Die Niederlage hatten sich die Wulfener aber ausschließlich sich selbst zuzuschreiben.

Trainer Gary Johnson mochte hinterher bis auf die Kritik an der Reboundarbeit seines Teams nicht viel sagen. Seine Antwort auf die Frage, was in der nächsten Woche im Training zu tun sei, war aber bezeichnend: „Wir müssen sehen, dass Michael Haucke wieder fit wird.“

BSV: Silic (10/3), Winck (4), Brozio (o.E.), Allen (18/3), Ajagbe (3), Steffens (1), Kleinert (3/1), Haucke (o.E.), Peters (10/2), Neusel (4), van Buer (4), Wessel (6/2).

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