So spielten die BG Dorsten und der BSV Wulfen am Freitag

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Verloren haben sie beide. Doch das Fazit der BG Dorsten und des BSV Wulfen nach den Freitagsspielen fiel höchst unterschiedlich aus.

von Ralf Weihrauch, Andreas Leistner

Dorsten, Wulfen

, 09.10.2020, 22:37 Uhr / Lesedauer: 3 min

1. Regionalliga West

BG Dorsten - Telekom Baskets Bonn II

82:91 (39:41)

Nach einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung hat die BG Dorsten auch ihr zweites Heimspiel der Saison verloren. Die Bonner Zweitmannschaft nahm dank ihrer besseren Teamleistung verdient mit einem 91:82 die Punkte mit an den Rhein.

Die Dorstener waren in den ersten zehn Minuten geistig nicht ganz auf der Höhe. Zwar ließen sie Jeremy Lewis nicht zum Korb ziehen, doch der Amerikaner leitete trotzdem viele Bonner Punkte ein. Das ging ganz einfach: Er penetrierte in die Zone, spielte den Ball nach Außen wo immer ein Teamkamerad bereit stand, um einen Dreier zu versenken. Bis zum 12:15 (5.) blieben die Dorstener noch in Tuchfühlung, lagen aber nach zehn Minuten mit 16:32 hinten.

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Im zweiten Durchgang sah das alles viel besser aus. Die Distanzschützen waren nun weitgehend unter Kontrolle und hatten kaum noch freie Würfe. Auf der anderen Seite kamen die Dorstener immer besser in Schwung. In der 16. Minute betrat Neuzugang Daniel Wegener das Feld. Er dominierte unter dem Korb und holte bis zu Halbzeit fünf Rebounds und vier Punkte.

Allerdings kassierte Mark Gordon in der 18. Minute schon sein drittes Foul und ging auf die Bank. Der Amerikaner stand nach einer Augenverletzung im Training ohnehin nicht in der Starting-Five. Trotz Kopfschmerzen war er mit 38 Punkten wieder der Top-Scorer.

Planloses Gedaddel

Die BG gewann dieses Viertel mit 23:9, und als kurz nach dem Wiederanpfiff auch noch das 41:41 fie,l schien das Spiel zu kippen. Nun standen sich die Dorstener aber selber im Weg. Nach ein paar leichtsinnig vergebenen Chancen zerfiel das Spiel der Gastgeber in seine Einzelteile und entwickelte sich zu einem planlosen Gedaddel.

Bonn nutzte die vielen Dorstener Fehler und traf nun auch wieder seine Dreier. Da die BG in den ersten sieben Minuten des dritten Viertels nur vier Punkte markierte, gestattete sie den Bonnern, mit einer halbwegs komfortablen 63:48-Führung ins Schlussviertel zu gehen.

Der Trainer war angefressen

Die letzten zehn Minuten der Dorstener sahen wieder nach ordentlichem Basketball aus, doch an eine Wende war nicht mehr zu denken. Trainer Franjo Lukenda war angefressen: „Es reicht nicht, nur 20 Minuten Basketball zu spielen. Mir hat auch das Leistungsgefälle im Team nicht gepasst. Wenn Spieler mehr Spielzeit fordern, müssen sie das auch auf dem Feld belegen.“

BG: Eromonsele (4), Pelaj (10/2), Gordon (38/3), von Quenaudon, Köhler (9), Diene (3/1), Wegener (4), Styranko (o.E.), Galvez Rodriguez (3/1), Morlock (0), Peters (7/1), Voca (4)

Am Sonntag tritt die BG Dorsten um 16 Uhr bei den NEW Elephants in Grevenbroich an. Die Gastgeber holten am Freitagabend in Herten mit 99:94 ihren dritten Saisonsieg. Nach der Leistung gegen Bonn sind die Dorstener bei den Elefanten nur krasser Außenseiter. Es bedürfte schon einer deutlichen Leistungssteigerung, um nicht mit der dritten Niederlage heimzukehren.

Dragons Rhöndorf - BSV Wulfen

86:68 (32:39)

Die BSV Münsterland Baskets Wulfen haben sich am Freitagabend bei den Dragons Rhöndorf besser verkauft als erwartet. Am Ende kehrten sie aus der Drachenhöhle aber dennoch mit einer Niederlage heim.

Die personellen Voraussetzungen hatten Schlimmes erahnen lassen. Neben Michael Haucke und Erik Neusel musste der BSV auch noch auf den privat verhinderten Jonas Kleinert verzichten. Rhöndorf spielte zwar ohne Kilian Binapfl, aber letztlich in derselben Aufstellung wie zuletzt in Dorsten. Und doch bestimmte über weite Strecken der Underdog aus Wulfen das Geschehen.

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Der gut aufgelegte Alexander Winck (Foto) bescherte seinem Team nach dem ersten Viertel eine 22:15-Führung, und auch zur Halbzeitpause hatte Wulfen zur allgemeinen Überraschung mit 39:32 die Nase vorn.

Im dritten Viertel wurde Rhöndorf dann aber allmählich seiner Favoritenrolle gerecht. In der 28. Minute übernahmen die Gastgeber beim 53:51 erstmals die Führung, zum Ende des Viertels hieß es 56:51 für die Dragons.

Dünne Personaldecke machte sich bemerkbar

Im Schlussviertel machte sich dann doch bemerkbar, dass dem BSV zu viele Leistungsträger fehlten, um einem Titelkandidaten wie Rhöndorf Paroli bieten zu können. Nach 35 Minuten hatten die Gastgeber ihren Vorsprung erstmals auf zehn Punkte ausgebaut (69:59), kurz danach hieß es 74:59 für die Dragons. Das klare Endergebnis täuschte so über die lange Zeit sehr gute Leistung der Wulfener Rumpftruppe hinweg.

BSV: Silic (5/1), Winck, (22/5)Brozio, Allen (19/3), Ajagbe, (6), Steffens (3), Peters, ((9/1) van Buer (4), Wessel, Hohmann.

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